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Jorges-Grow-Corner
Wurzelhormone
Publiziert am: 03.12.04 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 04dez artikel Jorges Gewinn Corner Die Growfrage des Monats

Wurzelinduzierende Hormone beschleunigen nur die Prozesse der Pflanze. Um Wurzeln zu treiben, muss der Steckling von der Produktion grüner Stängelzellen auf die Produktion von undifferenzierten Zellen umstellen, um dann wieder auf die Produktion von Wurzelzellen umzustellen. Wurzelhormone beschleunigen das Wachstum undifferenzierter Zellen. Einmal undifferenziert, wandeln sich Zellen schnell zu Wurzelzellen um. Drei Substanzen, die die Umwandlung zu undifferenzierten Zellen stimulieren, sind: Naphtalienessigsäure (NAA), Indolbuttersäure (IBA), 4-Dichlorphenolessigsäure (4-DPA).
Handelsübliche Wurzelhormone enthalten entweder eines, zwei oder alle drei dieser oben genannten synthetischen Inhaltsstoffe und oft noch ein Fungizid zum Vorbeugen gegen Schimmel.

Wurzelhormone bekommt man in verschiedenen Konzentrationen. Immer die schwächste Konzentration verwenden, wenn man Weichholz-Stecklinge macht. Wenn IBA enthalten ist, so darf dieses Mittel auf keinen Fall häufiger als einmal gegeben werden. Sobald IBA überdosiert wurde oder häufiger angewandt wurde, verhindert es die Wurzelbildung. Stecklinge schicken ihre eigenen Hormone zur Schnitt- und damit auch Wundstelle. Wenn das künstliche Hormon dann noch nicht wieder verbraucht ist, würde die Konzentration zu hoch sein.

Wurzelhormone gibt es flüssig, als Pulver und als Gel. Flüssig- und Gel-Arten sind die vielseitigsten, sie bedecken den Stamm gleichmäßig und sind von gleich bleibender Konzentration. Pulver haftet nie gleichmäßig am Stamm, bewirkt ungleichmäßiges Wurzelwachstum und haben eine geringere Erfolgsquote.

Der Stamm des Stecklings wird von der Schnittfläche her geteilt, um mehr vom Kambium (Anm. d. Ü: Zellbindungsgewebe) frei zu legen, der einzige Ort, wo neue Wurzeln entstehen können.

Vor dem Stecklingemachen

Kleinere Stecklinge mit weniger Blättern wurzeln schneller als große Steckies mit vielen Blättern. Genau nach dem Schnitt enthalten zwar auch die Blätter Feuchtigkeit, aber schon nach einigen Tagen kommt es zu Wassermangel innerhalb des Steckies und damit zu Stress. Ein kleines Stück Blatt liefert genug Platz für die Photosynthese, um das Wurzelwachstum mit Energie zu versorgen.

Große Steckies mit viel eingelagerter Stärke brauchen länger zum Bilden von Wurzeln. Auch kann die überschüssige Stärke in feuchter Erde Probleme mit Pathogenen induzieren. Auch in dünnen Stecklingen ist genug Stärke für die Wurzelbildung eingelagert.

Benutze auf keinen Fall Dünger. Damit kannst du deine Stecklinge umbringen, obwohl du es doch nur nett meintest. Es wird auf jeden Fall das Wurzeln verlangsamen. Ammoniaksalpeter, ein sehr geläufiges Düngersalz, stoppt das Wachstum der Wurzelhärchen. Auch bei Meeresalgen und Seetang: diese enthalten Cytokin, ein Hormon, welches das vegetative Wachstum beschleunigt, aber das Wurzelwachstum hemmt.

Profis halten den Stecklingsbereich immer absolut sauber. Sie arbeiten niemals in Umgebungen, in denen noch Schimmelsporen vorhanden sein könnten. Pythium gedeiht unter warmen, feuchten Bedingungen am besten.

Temperaturen zwischen 18 bis 25 Grad Celsius behindern das Einnisten der meisten Sporen. Spinnmilben, Weiße Fliege, Thripse etc. lieben die weichen Stecklinge. Befallene Stecklinge sollten sofort aus dem Raum entfernt werden, um die Ausbreitung zu verhindern. Kühlere Temperaturen verringern die Reproduktionsrate der meisten Schadinsekten und bringen Zeit, eine Infizierung zu Verhindern.

Wenn eine Infizierung erfolgt ist, am besten mit Pyrethrum (Extrakt einer Chrysanthemen-Art) sprühen. Immer daran denken, dass alle Pestizide, egal ob natürlich oder chemisch, immer auch Stress für die Pflanze bedeuten können. Also immer so natürlich und so wenig wie möglich!

Und immer dran denken: Die Pflanzen funktionieren nach dem Prinzip des Minimums. Der schlechteste Faktor bestimmt die Ernte!

Jorge Cervantes
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