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Breitspiele
Friedrich
Publiziert am: 16.02.05 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 05februar artikel breitspiele Friedrich

1756 – Friedrich der Große steht einem Bündnis gegenüber, dem Frankreich, Österreich (und das Heilige Römische Reich deutscher Nation) und Russland (und Schweden) angehören. Der Feldherr sieht für Preußen (und Hannover) nur eine Chance: Bevor die anderen angreifen, rückt die preußische Armee ohne Kriegserklärung in Sachsen ein. Der Siebenjährige Krieg beginnt. Und so nimmt das Spiel „Friedrich“ seinen Lauf.

Drei bis vier Spieler haben ein paar Stunden Zeit, die Kriegsgeschicke der oben genannten Länder zu lenken. Das bedeutet für den Preußen-Spieler Stress, Stress und nochmals Stress: Sieht er sich doch drei Gegnern gegenüber, die er in Schach halten muss, sodass keiner von ihnen die Siegbedingungen erfüllt. Für die Gegenspieler heißt das, kein Krieg untereinander, gilt es doch, gemeinsam Friedrich in die Knie zu zwingen. Und dabei noch eine bestimmte Anzahl Städte zu erobern. Der Spieler der Nation, dem dies als erstes gelingt, geht als Sieger aus der Schlacht hervor. Los geht’s.

Vom Westen her dringen Frankreichs Generäle unter Pompadour in Hannover ein, um Städte wie Kassel oder Braunschweig unter ihre Kontrolle zu bringen. Stehen sie den Hannoveranischen Generälen Ferdinand von Braunschweig oder Cumberland gegenüber, kommt es zur Schlacht:

Diese werden mit den so genannten Taktischen Karten (TK) ausgetragen, von denen jede Nation zu Beginn des eigenen Zuges eine bestimmte Anzahl bekommt. Außerdem ist der Spielplan in Rechtecke mit den Symbolen (Herz, Karo, Pik und Kreuz) der TK eingeteilt. Je nachdem, wo die Schlacht ausgetragen wird, muss mit den entsprechenden Karten angegriffen werden. Der Sieger erhält die Stadt, der Besiegte verliert Teile seiner Armee und muss sich zurückziehen.

Während Hannover und Frankreich ihre Scharmützel austragen, muss sich Friedrich im Süden mit den starken Österreichern herumschlagen, während Russland versucht, sich die ostpreußischen Städte unter den Nagel zu reißen. Sechs Runden und etlichen Schlachten später kommt die Schicksalsuhr ins Spiel, die schlimmstenfalls zu einem vorzeitigen Ausscheiden von Frankreich, Schweden oder Russland führen kann. Die einzige Chance für Friedrich zu gewinnen. Ansonsten machen seine Gegner den Sieg unter sich aus. Gut recherchiert, spannend und mit einfachen Regeln ist „Friedrich“ ein abendfüllendes Unterfangen.

Note: 1

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