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Newsticker

Publiziert am: 16.02.05 - Medienformen: Medienform Text

Kiffen für die Gesundheit erlaubt

Kiffen für die Gesundheit erlaubt


Im Mai 2003 wurde in Mannheim ein Patient freigesprochen, der zum Eigenbedarf mehrere Hundert Gramm Gras selbst angebaut hatte. Das Cannabis nutzte er zur Behandlung der Symptome der im Zuge seiner Multiple-Sklerose-Erkrankung auftretenden Ataxie. Eine Ataxie ist eine neurologische Störung der Bewegungsabläufe, gegen die es kein anerkanntes Mittel gibt. Einzig Cannabis kann die Symptome lindern, bestätigte ein Neurologe vor Gericht. Die synthetische, legale, aber weitaus teurere Form des THC hätte der Patient selbst bezahlen müssen, da seine Krankenkasse sich weigerte, die Kosten zu übernehmen.

Die Staatsanwaltschaft ließ trotzdem nicht locker und ging in Berufung. Diese wurde jetzt entschieden mit dem Ergebnis, dass der Anbau und Besitz von Cannabis als Medizin im Einzelfall straffrei bleiben kann. Der Richter beteuerte, dass ihm noch nie eine Entscheidung so leicht gefallen sei. „Warum gönnen wir Juristen einem Menschen mit so einem schweren Schicksal nicht ein paar schöne Tage?“ So zitiert die Welt Richter Ulrich Krehbiel.


Das Hanf Journal meint: „Na danke, dieses Urteil war ja wohl auch nötig. Hoffen wir, dass die Staatsanwaltschaft diesmal Ruhe gibt.“



Kotzt Berlin weiter?


Nachdem der Brechmitteleinsatz zur Beweismittelgewinnung vor kurzem ein weiteres Todesopfer forderte, versprach der Berliner Innensenator Ehrhart Körting, die Fortsetzung dieses Vorgehens auf Berliner Ebene zu überprüfen. Er wolle sich die genauen Umstände dieses Vorfalls mitteilen lassen, um dann über die Weiterführung zu entscheiden. Bis dahin wird allerdings fleißig weitergekotzt. Nach dem letzten Todesfall in Hamburg hatte sich die Berliner Regierung zumindest entschlossen, den Brechmitteleinsatz zeitweise auszusetzen. Erst seit März letzten Jahres wird in Berlin wieder gebrochen. Seither allerdings schon 41 Mal, wobei nur in 17 Fällen tatsächlich Drogen zum Vorschein kamen. Beängstigend, dass Herr Körting scheinbar kein Problem damit hat, auch völlig unbescholtene Bürger in Todesgefahr zu bringen.


Das Hanf Journal fordert: „Brechmitteleinsatz ist Folter. Deshalb weg damit. Egal ob in Berlin, Bremen oder anderswo!“

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