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Bio-logisch
Stoned werden - eine Geschmacksfrage!
Publiziert am: 16.02.05 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 05februar artikel Hanf wehrt sich selbst gegen Schädlinge! Urbane Grow-Legenden

Oft wird verbreitet, dass der THC-Gehalt der Ausschlag gebende Faktor für die Qualität von Cannabis ist. Das stimmt nicht! Vielmehr ist es der Geschmack und das Aroma, die zu einem Großteil bestimmen, wie wir Cannabis empfinden. Schließlich achtet man beim Kauf eines Biers oder eines Weins auch nicht nur auf den Alkoholgehalt. Hinzu kommt, dass die Wirkung von THC und Alkohol nicht unabhängig von den anderen Stoffen im Produkt ist. Wenn man sich zum Beispiel mit Bier betrinkt, ist das ein völlig anderes Gefühl, als wenn man dies mit Sekt tut, und die Wirkung von anderthalb Glas Pilsener Bier ist nicht vergleichbar mit der Wirkung eines Glases bayrischen Starkbiers. So ist es auch bei Marihuana: jede Sorte ist anders.


Tatsache ist, dass viele Leute biologische Produkte wegen des Geschmacks kaufen. Wie sieht es also bei Cannabis aus? Schmeckt Cannabis aus biologischem Anbau anders als übliches Cannabis? Oder ist es etwa so, dass biologisches Cannabis nur scheinbar anders schmeckt, weil wir mit „biologisch“ etwas Besonderes assoziieren?


Bevor wir etwas schmecken und auch während des Schmeckens riechen wir. Was wir riechen können, wird von jedem Einzelnen anders empfunden. So haben zum Beispiel Raucher ein anderes Geruchsempfinden als Nichtraucher. Den Geruch von Nelken nehmen Raucher beispielsweise weniger gut wahr, Bananen riechen sie dafür umso besser.


Um verstehen zu können, welche Faktoren den Geschmack bestimmen, müssen wir uns zunächst klar machen, was Geschmack eigentlich ist. Geschmack ist das, was wir empfinden, wenn wir mit unserer Zunge fühlen und schmecken. Zum Schmecken verfügen wir über vier verschiedene Arten von Geschmackspapillen, die jeweils einen anderen Geschmack wahrnehmen und weitergeben: süß, sauer, salzig und bitter.

Neben den Reizungen der Geschmackspapillen gibt es jedoch noch einen anderen Faktor, der unser Geschmacksempfinden maßgeblich und direkt beeinflusst: 90 Prozent wird bestimmt durch das, was wir riechen.


Neben den Reizungen, die wir über unser Geschmacks- und Geruchsorgan erhalten, wird unser Geschmack teilweise auch subjektiv bestimmt, durch Assoziationen, über die Atmosphäre (die sowohl visuell als auch auditiv charakterisiert werden) und über Erinnerungen. Grund dafür ist, dass der Teil unseres Gehirns, der Gerüche erkennt, mit unseren Gefühlen und Erinnerungen verbunden ist. So erwecken Gerüche oft unbewusst Emotionen in uns.


Wenn wir jedoch rein technisch Geschmack und Geruch bestimmen, lässt sich feststellen, dass der Geschmack und der Geruch von Cannabis durch die Konzentrationen der vorhandenen Stoffe und ihr Verhältnis untereinander bestimmt werden. Ausschlag gebend für den unverwechselbaren Geruch von Cannabis sind Moleküle, die sich verflüchtigen. Diese Moleküle bilden gemeinsam die ätherischen Öle, die in Cannabis vorhanden sind. Bei den meisten dieser Stoffe handelt es sich um Terpenoide. Diese bewirken die Geschmacksunterschiede zwischen den verschiedenen Cannabis-Sorten wie z. B. Haze und Top44. In Cannabis sind circa 120 Terpenoide bekannt. Caryofylenoxid ist zum Beispiel das Terpenoid, das von Spürhunden wahrgenommen wird. Am häufigsten stößt man im ätherischen Öl auf Terpenoide wie Mycren, Caryofylen, Pinen, Limonen, Linalol, Terpinolen, Trans-Ocimen und Humulen. Wenn diese Stoffe inhaliert werden, können sie unverzüglich stimmungsverändernde Signale an unser Gehirn weiterleiten. Das bedeutet, dass diese Stoffe einen sehr starken Einfluss auf unser Geruchs- und Geschmacksempfinden haben. Die Terpenoide haben übrigens nicht nur äußerst charakteristische Aromen, sondern auch medizinische Eigenschaften. Sie können als Antidepressivum oder Entzündungshemmer fungieren oder die Wirkung krebserregender Stoffe (z. B. von Teer im Zigarettenrauch) reduzieren.


Neben Terpenoiden enthält das Öl auch andere Stoffe, wie z. B. Zucker. Im Cannabis sind 34 verschiedene Zucker und Zuckerverbindungen bekannt. Der Zuckergehalt liegt meistens zwischen ein und fünf Prozent. Wenn Zucker über 80 Grad Celsius erhitzt wird, karamellisiert es. Viel Zucker in den Spitzen eines Joints sorgt dadurch für einen angenehmen Geschmack und einen genauso angenehmen Geruch während des Rauchens.


CannaResearch hat bewiesen, dass die Verwendung von speziellen biologischen Nährstoffen und BioBOOST den Geschmack und den Geruch von Cannabis beeinflusst. Grund dafür ist vor allem die Tatsache, dass sich bei einer Verwendung dieser Produkte die Zusammenstellung des ätherischen Canabis-Öls ändert. So nimmt z. B. die Konzentration des Terpenoids Mycren ab, während die Pinen-Konzentrationen gerade zunimmt. Auch enthalten Pflanzen, bei denen während der Aufzucht BioBOOST zum Einsatz kommt, mehr Zucker und werden daher vom Geschmack süßer.

Zu einem Großteil sind es jedoch unsere Assoziationen mit dem Begriff „biologisch“, die bestimmen, wie wir den Geschmacksunterschied erfahren.



Ir. Ing. Diaz Kroeze, CannaResearch
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