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RISD- Samenrevolution aus dem Genlabor
Publiziert am: 07.04.05 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 05april artikel RISD- Samenrevolution aus dem Genlabor

St. Petersburg 1982: Serguej Kajakowski leitet ein Projekt zur Erforschung von Raps, Soja und Hanf im Auftrag des  russischen Landwirtschaftsministeriums. Seine Aufgabe besteht darin , die Wachstumsperioden bei gleichbleibender Faser- bzw. Fruchtproduktion zu verkürzen. Dabei erzielt er beachtliche Erfolge, bis dann im Jahre 1994 die Forschungsgelder gestrichen wurden.
Kajakowski sucht seitdem private Geldgeber für sein Projekt.Auf eine seiner Anzeigen in Fachzeitschriften meldet sich, auch für ihn überraschend, ein kanadischer Cannabis-Samen-Vertreiber und bietet ihm die Weiterfinanzierung seiner Forschung an, insbesondere der an Hanf-Pflanzen. Gesagt, getan. Weitere zehn Jahre intensiver Arbeit vergehen, bis dann
Ende letzen Jahres Sensationelles aus dem Petersburger Labor zu erfahren ist: Durch Veränderungen der Wachstums- Genketten und die Einkreuzung von Riesenschilf-Genen (Miscanthus Sinenis Giganteus) ist ein sensationeller
Durchbruch gelungen: Die Gewinnung von feminisierten Samen, aus denen Pflanzen keimen, die vom ersten Keimblatt bis zur voll ausgereiften Pflanze nur sieben bis zehn Tage benötigen.
Die Pflanzen brauchen vom ersten Tag an 24 Stunden Licht, sie erreichen eine maximale Höhe von ca. 40 Zentimetern und benötigen nur einmal Dünger, der dem Substrat von Anfang an beigemischt wird. Das Spülen beschränkt sich auf einen Tag, da die Pflanze in der kurzen Zeit kaum Nährstoffe speichern kann, ohne diese sofort zu verbrauchen.
Bisher einziges Manko: Da Kajakowski bis 1995 ausschließlich
mit Faser-Hanf forschte, sind bisher „nur“ Züchtungen mit THC-Gehalten von vier bis sechs Prozent gelungen, also Werte eines relativ guten Outdoor-Grases. Dies zu verbessern sei jedoch nur eine Frage der Zeit, so der kanadische Vertreiber RED.HempSeeds, einem Pool namhafter kanadischer Samen-Produzenten, auf Anfrage des Hanf Journals.
Der Vertrieb in Holland und den EU-Ländern, in denen Samen
nicht verboten sind, befindet sich gerade im Aufbau, momentan
sind die Samen nur direkt über Kanada zu beziehen. Geplant ist ein Internet-Vertrieb ab Mai 2005, die Versandbedingungen sind natürlich von der Gesetzeslage im jeweiligen Land abhängig.
Dem Eingeweihten ist auch der Name Superbud ein Begriff, das erste Produkt, dem Kajakowskis Forschung zugrunde liegt und seit geraumer Zeit von vielen erfolgreichen Züchtern angewendet wird.


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