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Die Hanfberatung im Hanf Journal
>>Erste Hilfe für Kiffer
Publiziert am: 07.04.05 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 05april artikel Die Hanfberatung im Hanf Journal

Daniel (20) aus Berlin möchte wissen:
„Hi Kascha, woher hat eigentlich Cannabis seinen Ruf als Aphrodisiakum? Freunde von mir können (oder wollen) schon gar nicht mehr ohne, und auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass man dann meistens eher länger
kann und es auch viel schöner ist. Liegt das an der schmerzstillenden Wirkung oder bilde ich es mir vielleicht nur ein?“

Kascha hilft:
„Hey Daniel, da man unter Cannabis-Einfluss meist entspannter und empfänglicher für sensorische Reize ist, kann es durchaus sein, dass man dann besser in Stimmung kommt. Weil man, wie gesagt, entspannter ist, steht man auch nicht so unter Erfolgsdruck und kann auch viel mehr Spaß
dabei haben.. Daher wird Cannabis auch seit dem Altertum schon als aphrodisierende Droge eingesetzt und ist auch heute noch zu diesem Zwecke populär. Es ist natürlich eine Frage der Dosierung. Man kann auch
„zu entspannt“ sein und dann geht nicht mehr viel. Eine andere „Gefahr“ ist, einfach einzuschlafen. Das ist allerdings beim Alkohol alles noch sehr viel krasser. In der Tat macht Alkohol „willig“ und „spitz“, wie man es ja aus allen möglichen Geschichten kennt, aber jemand, der völlig besoffen ist, kriegt üblicherweise noch viel weniger zustande als jemand, der einfach nur breit ist.
Mit schmerzstillender Wirkung wird es weniger zu tun haben, da Cannabis ja nicht im eigentlichen Sinne betäubend wirkt. Ich denke, dass es mehr mit dem
zusammenhängt, was sich im Kopf abspielt.“ Kristin (18) aus Zwickau fragt:
„Hallo Kascha,
ich habe ein paar Samen geschenkt bekommen. An der einzigen Stelle, wo ich sie anbauen kann, dürfen sie aber nicht so hoch werden. Man soll sie ja nicht von der Straße aus sehen. Kann man irgendwas machen, dass sie nicht so hoch wachsen?“

Kascha antwortet:
„Hi Kristin,
wie du sicher weißt, ist Hanfanbau ohne Genehmigung in Deutschland strafbar und ich darf dich nicht zu Straftaten anleiten. Ich gehe aber davon aus, dass du eine Genehmigung hast und es sich bei den Samen um zertifiziertes Nutzhanfsaatgut handelt, du also keine Straftat planst
und man sie nur nicht sehen soll, damit sie dir keiner klaut.
In diesem Fall kannst du die Pflanze beispielsweise beschneiden. Das machst du immer nach der 5. Verzweigung (die Nodie genannt wird). Also wenn du
z. B. an der 3. Abzweigung vom Stamm noch zwei Verzweigungen weiter in den Abzweig rein gehst, dann kannst du da schneiden. Die Pflanze wird dann nicht so hoch, dafür buschiger. Ein bisschen über einen Meter sollte die Pflanze aber trotzdem haben. Eine andere Möglichkeit ist, sie runterzubinden. Dazu nimmst du dir einen möglichst dicken Faden wie Bast, den du oben an der Pflanze und unten am Erdboden befestigst (KEINEN Draht o. ä. benutzen, das schneidet sich in den Stamm ein. Noch besser ist, zwischen Schnur und Pflanze etwas Pappe oder so zu klemmen). So kannst du sie fast am Boden entlang wachsen lassen. Da musst du nur regelmäßig mal nachspannen und aufpassen, dass die Pflanze nicht bricht oder eingeschnürt wird. Beide Methoden erfordern ein bisschen Fingerspitzengefühl, dafür können sie das Ergebnis zum Teil sogar noch verbessern.“

Alex (21) aus Hamburg möchte wissen:
„High Kascha,
was hat eigentlich die 420 mit Gras zu tun? Ein Freund von mir, der ein Jahr in den USA verbracht hat, hat erzählt, dass die da immer um 4:20 Uhr einen rauchen und der 20.4. ein besonderer Feiertag unter den Kiffern
ist. Warum das so ist, konnte er mir auch nicht sagen, ihm wurde irgendetwas mit Polizeicode erklärt. Was hat es denn nun damit auf sich?“

Kascha informiert:
 „Hallo Alex,
darauf gibt es wohl keine definitive Antwort. Die Legende besagt, dass 420 der Code der KalifornischenPolizei für Marijuana-Delikte ist. Es gibt auch Leute, die Beweise dafür gesehen haben wollen. Wirkliche Belege gibt es nicht, in den meisten Kalifornischen Städten bedeutet die 420 etwas anderes. In Illinois werden Drogendelikte unter den Code 428 gefasst, das ist nah dran. Eine andere Legende besagt, dass sich die 420 auf den Cannabis-Rausch bezieht, der etwa vier Stunden und 20 Minuten dauern soll. Dann gibt es noch die Geschichte mit den Waldos. Das war eine Gruppe
Jugendlicher aus San Francisco, die sich immer nachmittags um 4:20 Uhr zum Kiffen getroffen haben und daher „420“ als „Codewort“ für alles verwendeten, was mit Cannabis zu tun hat. So konnten sie vor Lehrern
und Eltern darüber sprechen, ohne dass jemand wusste, worüber sie reden. Warum das zu weltweiter Bedeutung dieser Zahl geführt hat, kann ich dir selbst nicht sagen, aber Fakt ist, dass es große Zufälle gibt. Und widerlegt
hat diese These auch noch keiner. Meine Uhr zeigt jetzt 4:14 Uhr, ich hoffe ich habe deine Frage ausführlich genug beantwortet :-).“

Eure Kascha R.
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