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Wer sich öfter mal das Näschen pudert,

sollte dabei ein paar Dinge beachten.
Publiziert am: 06.04.05 - Medienformen: Medienform Text

Seit Columbus Schnupftabak aus Amerika nach Europa mitbrachte, wird dieser folgendermaßen konsumiert:
Ein erbsengroßes Häuflein auf die geballte Faust streuen und abwechselnd ins linke und rechte Nasenloch ziehen. Lässt die Wirkung nach, wird der nutzlose Tabak in ein großes Taschentuch geschneuzt. Aber wer hat schon ein großes Taschentuch einstecken. Und heute verschwinden neben  Schnupftabak Substanzen wie Kokain, Speed und Crystal in der Nase.
Und gerade hier gilt: Jeder für sich, um die Übertragung von Krankheitserregen wie Hepatitis-Viren zu vermeiden. Liebt man es edel, dann sind eine gläserne Unterlage, ein Messer zum Zerhacken der Substanz und ein Schnupfröhrchen oder ein Schnupflöffel schick. Zu kaufen gibt es dies angeblich im gut sortierten Schreibwarenhandel und natürlich in Head-Shops. Die einfache Variante besteht aus Telefonkarte als Unterlage und zum Zerkleinern und der zusammengerollte Zehn-Euro-Schein dient als
Schnupfröhrchen. Vor dem Schnupfen sollte die Nase geputzt werden. Dann sachte reinziehen, sonst landet das Ganze im Rachen und das kann Hustenreize auslösen.
Nach fünf bis zehn Minuten ist es ratsam die Nase zu säubern, um Streckmittel zu entfernen. In Speed können das bis zu 90 Prozent sein, Koks enthält höchstens 40 Prozent und Crystal weniger als zehn Prozent. Sauber
und hygienisch soll der Ort sein, wo geschnupft wird, wie auch die Nase schleimfrei sein sollte. Die Substanz immer fein zerkleinern, damit nichts in den Nasenhaaren hängen bleibt und die Nasenschleimhaut schädigt. Banknoten als Schnupfröhrchen sind auch nicht das Gelbe vom Ei, sind
sie doch meist recht schmutzig und vor allem teilweise giftig. So enthält ein Zehn-Euro-Schein zinnorganische Verbindungen, die das Immun- und Hormonsystem beeinträchtigen. Dann besser ein sauberes Stück Papier
nehmen. Das Reinigen der Nase nach einiger Zeit verhindert außerdem blutige Hautreizungen sowie das Absterben von Zellen, was schlimmstenfalls zum Durchbruch der Nasenscheidewand führen kann. Deshalb verschont blutige Nasenlöcher. Regelmäßiger Konsum kann die Riechschleimhaut schädigen und den Riechsinn beeinträchtigen. Eine mehrtägige Pause schafft Abhilfe, denn Riechzellen erneuern sich. Dauerkonsum kann aber zu einer unumkehrbaren Schädigung der Riechschleimhaut führen und dann ist es mit dem Riechen vorbei. Da jedes Schnupfen die Schleimhäute etwas austrocknet, ist es ratsam ab und an die Nase zu befeuchten und ein wenig
Öl auf einem Wattestäbchen in der Nase zu verteilen ist auch nicht schlecht. Nasensprays und -tropfen möglichst nicht benutzen, da sie oftmals die Schleimhaut austrocknen.
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