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breitspiele
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Himalaya
Publiziert am: 01.06.05 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 05juni artikel breitspiele Himalaya

Himalaya
Von Afrika nach Asien. Dort stehen sie, die höchsten Berge der Welt. Auf den Hochebenen des Himalayas sind drei oder vier Stammeshäuptlinge der Bhotia, Dolpo-pa, Sherpa oder Tamang mit ihren Yak-Karawanen unterwegs, um Rohstoffe zu sammeln und in den Dörfern zu vertreiben. Allerdings nicht, um möglichst viel Geld zu verdienen, sondern um den religiösen, politischen und wirtschaftlichen Einfluss des eigenen Stammes zu erhöhen.
In jeder Runde gibt es in fünf der 20 Dörfer bis zu fünf Rohstoffe und in weiteren fünf Dörfern Angebote. Verbunden sind die Dörfer mit Wegen, die – wird mit den Zusatzregeln gespielt – aus Sicherheitsgründen nicht benutzt werden dürfen, weil ein Yeti gesichtet wurde oder Schneestürme lassen die Karawanen nur langsam vorankommen. Hinter einem Sichtschirm legen die vier Häuptlinge die Route und Handlungen ihrer Karawane fest. Und weil die Planung von sechs Schritten dauern kann, soll einer der Mitspieler dafür Sorge tragen, dass diese Phase nicht länger als eine Minute währt. Und die Entscheidungen sind vielfältig: Nehme ich den kurzen Weg, um schnell an Rohstoffe zu kommen oder mache ich lieber einen Umweg um Tee zu ergattern, weil die Mitspieler in der Zwischenzeit schon Salz und Gerste abgeräumt haben?
Sind die richtigen Rohstoffe verladen, können Aufträge ausgeführt werden, um Einfluss zu gewinnen. Hoffentlich vollendet nicht ein anderer Karawanen-Führer den Auftrag zuerst. Ist der Job erledigt, heißt es schon wieder: Was tun? Nehme ich die Yaks, die meinen wirtschaftlichen Einfluss steigern oder stelle ich einen Stupa ins Dorf, um meinen religiösen Einfluss geltend zu machen? Oder doch Delegationen in angrenzende Regionen schicken, um meinen politischen Einfluss zu zeigen? Was ein Spieler macht, hängt nicht zuletzt vom Niveau des Dorfes ab, denn ein Stupa im einem Dorf mit Kloster bringt mehr Siegpunkte als in einem Dorf mit Haus. Andererseits sind Aufträge, die acht Yaks bringen auch nicht zu verachten und zwei Delegationen – von einem Dorf mit einem Tempel aus – unterzubringen, kann spielentscheidend sein. So laufen die Karawanen zwölf Runden lang durch den Himalaya, unterbrochen von drei Inventuren. Da zeigen die Karawanenführer all ihre Rohstoffe und wer jeweils die meisten einer Sorte hat, kriegt drei Yaks (Inventurfigur) oder zwei Delegationen oder einen Stupa. Entscheidungen über Entscheidungen.
Und wer hat nun gewonnen? Bei drei Spielern derjenige, der in zwei von drei Einflussarten die meisten Punkte hat. Bei vier Spielern sieht das etwas anders aus. Zuerst scheidet derjenige aus, der den geringsten religiösen Einfluss hat, dann derjenige mit dem geringsten politischen Einfluss und die beiden übrig Gebliebenen vergleichen dann noch die Anzahl ihrer Yaks und der mit der größten Herde ist der beste. Nichts für Entscheidungsmuffel! Mit Recht für diesen Jahrgang nominiert
Note: 2
Kerstin Koch


Himalaya
Autor: Régis Bonnessée
Verlag: Tilsit Collection (Vertrieb: Hutter)
Spieler: 3 bis 4
Alter: ab 12
Dauer: 90 Minuten
Preis: 30 Euro

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