Hanf Journal Logo Teil 1
Hanf Journal Logo Teil 2
*

  SITEMAP
 
  * Rubriken
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

*
 
*
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-

*
 
*
-
-
-

breitspiele
Druckversion
Breitspiele August
August – Sommerloch. Alle sind in den Urlaub gefahren. Dabei ist es hierzulande doch derzeit auch heiß dafür nicht so vertrocknet wie zum Beispiel in Portugal.
Publiziert am: 30.07.05 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 06august artikel breitspiele

Und wenn das Geld für den Biergarten mal wieder zu knapp ist oder die Lust fehlt auf ner grünen Wiese rumzuhängen, kann ja ein Spielchen ein wenig Abwechslung bringen.

Taktik

Niagara
Trägt seit Ende Juni den Titel „Spiel des Jahres“. Und ich muss sagen, den Preis hat es im Vergleich mit den anderen Nominierten verdient. Die benötigte Spielfläche entspricht den beiden Kartonhälften, auf die der Spielplan gelegt wird. Denn nur so stürzen die Flöße der drei bis fünf Spieler mit dem Wasserfall in die Tiefe. Was allerdings vermieden werden sollte. Die Kanus fahren nach geheimer Wahl bis zu sechs Flussfelder stromabwärts, um an den Küsten des Niagara Edelsteine einzusammeln. Doch sollten diese dann wieder flussaufwärts an der Anlegestelle an Land gebracht werden, wenn sie nicht von diebischen Mitspielern vorher geklaut werden. Un dann die wetterabhängige Strömung, denn nachdem alle dran waren, fließen die Flussfelder mindestens um die die niedrigste Bewegunsweite der Kanus Richtung Wasserfall und mit ihnen auch die Kanus. Das Spielchen geht solange flussauf und flussab, bis ein Flößer vier gleichfarbige, fünf verschiedenfarbige oder sieben beliebige Edelsteine an Land gebracht hat. Ein schönes Spiel, bei dem auch das Spielmaterial überzeugt.
Note: 2

Wirtschaftsspiel

Goldbräu
Dem Namen nach ein typisch bayrisches Spiel, geht es doch um Biergärten und Brauereien. Drei oder vier Mitspieler versuchen innerhalb von drei Wochen möglichst viel Geld zu machen. Und man bekommt umso mehr Geld, je größer die eigenen Biergärten sind und je mehr Anteile man an den Brauereien und Biergärten besitzt. Jede Runde müssen sich die Spieler für eine der drei Aktionen entscheiden: einen Vertrag zwischen eigener Brauerei und eigenem Biergarten abschließen (oder einen Chef benennen), den Biergarten vergrößern oder Anteile kaufen. Am siebten Tag wird abgerechnet. Je größer der Biergarten umso mehr Geld gibt es, wovon die Hälfte die Brauerei kassiert. Und je mehr Anteile man besitzt umso mehr Geld bekommt man. Die schöne Kellnerin bringt Extra-Kohle, der Trunkenbold führt zu Verlusten. Die mitgelieferten Bierdeckel laden zum Konsum ein, doch nach allzu viel Genussmittel-Verzehr kann das Ausrechnen der Anteile noch mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Note: 3


Taktisches Kartenspiel

Louis XIV
Die Zeit ist knapp um die zahlreichen im Angebot befindlichen Missionen zu erfüllen. In vier Runden müssen die zwei bis vier Günstlinge des Sonnenkönigs versuchen, möglichst viele Wappen und Missionen zu erlangen, um dafür die meisten Siegpunkte zu bekommen. Und alles, was sie dafür brauchen, liegt bei zwölf Persönlichkeiten am Hofe bereit. Es gilt: Einfluss auf sie einzuüben, manche lassen sich auch bestechen oder vom Stärksten überzeugen. Sie geben dann die notwendigen Missions-Chip heraus, um die Missionen auszuführen. Die vier Runden des Spiels bestehen aus vier Phasen: Nachschub kassieren, Einflüsse ausüben, Ausschüttungen bekommen und dann die Missionen starten. Am Ende der vierten Runde werden die Siegpunkte, fünf für jede Missionskarte einen pro Wappen. Obwohl die sehr ausführliche Spielanleitung 15 Seiten dick ist, ist es ein kurzweiliges und doch recht komplexes Kartenspiel, bei dem sich die Günstlinge immer wieder überlegen müssen, wie sie am günstigsten an die notwendigen Missionschips gelangen oder ob sie doch lieber Wappen sammeln sollen.
Note: 2-3


Taktisches Würfelspiel

Verflixxt
Stand ebenfalls zur Wahl, um Spiel des Jahres zu werden. Verflixxt ist ein Spielchen für die ganze Familie, wo es für zwei bis sechs Spieler darum geht, einen Weg entlang zu laufen und im Ziel angekommen, möglichst wenig Minuspunkte vor sich liegen zu haben. Wie es funktioniert? Der Weg besteht aus 32 Wegtafeln, von denen einige Pluspunkte, einige Minuspunkte bringen und mit den von Glückstafeln werden Minuspunkte zu Pluspunkten. Los geht es. Würfeln, mit einer der eigenen zwei oder drei Spielfiguren die Augenanzahl vorlaufen und der nächste ist dran. Sobald eine Spielfigur ein Wegplättchen als letztes verlässt, muss er es vor sich ablegen, so werden also die Punkte abkassiert. Will man ab und an nicht seine eigene Figur ziehen, können auch die sogenannten Wächter weiterbewegt werden. Sobald alle Spielfiguren im Ziel sind, wird abgerechnet. Ein witziges Absackerspiel und für Freunde des Würfelglücks empfehlenswert, stehen den Spielern doch insgesamt 5 Varianten zur Verfügung.
Note: 3


Taktik

Ins Innere Afrikas
Versuchen zwei bis fünf Großhändler zu gelangen, um in den einzelnen Gebieten die Handelsmacht zu erringen. Dabei wird allerdings wenig gehandelt als vielmehr Afrika kolonisiert. Das Besondere und gleichzeitig nervige an dem Spiel ist, dass zu Beginn jeden Spielzugs dieser versteigert wird und auch nur der Spieler der dran ist, Siegpunkte bekommt. Das führt vor allem bei fünf Spielern zu manchmal langen Wartezeiten. Auch die Spielanleitung stiftet ab und an eher Verwirrung als das sie Aufklärung bietet. Dafür hat der Grafiker Franz Vohwinkel ein sehr schönes Spiel gestaltet.
Die Spielregeln. Zu Beginn jeder Runde werden zwei Aktionsmarker versteigert. Die zeigen an wie viele Aktionspunkte man in der Runde verbraten kann und welche Taten vollbracht werden können: Bewegen, Händler ins Spiel bringen, den Siegpunktwert der Rohstoffe verändern. Um an die Aktionsmarker zu kommen, bieten die Mitspieler gleichzeitig Einflussmarker, der die meisten bietet, darf spielen, alle anderen schauen zu. Sollte sich der aktive Spieler in ein Feld bewegen, indem andere Händler stehen, kann es zu einem Palaver kommen. Das bedeutet: Der aktive Spieler zieht bei einem Palaver gegen einen neutralen Händler einen Palaverstein und kann, sollte er das entsprechende Ergebnis ausführen, die neutralen Händler aus dem Gebiet wegbewegen. Bei Palavern untereinander spielen die Kontrahenten gleichzeitig diverse Marker aus, deren Gesamtwert entscheidet, wer wen wegschickt. Anschließend erhält der aktive Spieler noch seine Siegpunkte und die nächste Runde beginnt mit der Versteigerung der Aktionsplättchen. Sobald ein Spieler 42 Siegpunkte erreicht hat, endet das Spiel.
Note: 4


Strategie

Herr der Ringe – Der Ringkrieg
Auch Phalanx hat ein Herr der Ringe (HdR) herausgebracht. Der große Spielplan zeigt neben Mittelerde auch noch diverse Aktions- und Kartenfelder. Neben knapp 100 Ereigniskarten, mehr als 200 Spielfiguren (leider sind die meisten hellblau oder rot) sowie einigen normalen und Spezialwürfeln gibt es noch ein 20-seitiges Regelheft. Das Spielprinzip ist streng genommen ein um etliche Spielprinzipien erweitertes Herr der Ringe Risiko. Die möglichen Spielaktionen erwürfelt der Spieler und diese Würfel machen das Spiel aus. HdR spielt ihr am besten zu zweit, auch wenn bis zu vier Personen an den epischen Schlachten teilnehmen können. An dieser Stelle können wir nicht auf die ganze Bannbreite der Spielmöglichkeiten eingehen, aber alles was dazu gehört ist da. Da werden die Gefährten gejagt, die geheim versuchen mit dem Ring nach Mordor zu gelangen, und je weiter sie sich bewegen, um so leichter entdeckt werden. Bevor die Guten in die Schlacht ziehen können, müssen sie auf politischem Wege in den Krieg eintreten, während sich die meisten der bösen Armeen von Beginn an im Angriffsmodus befinden. Aber irgendwann kommt es unweigerlich zu den Schlachten, die ausgewürfelt werden. Ereigniskarten können dabei sehr unterstützend sein. Sobald bestimmte Bedingungen eintreten, kommen Personen wie Legolas Aragorn oder Saruman ins Spiel. Die Freien Völker gewinnen entweder, wenn die Gefährten den Ring in der Schicksalskluft zerstören oder eine ihre Armeen genügend Schatten-Siedlungen kontrollieren. Die Bösen gewinnen, wenn sie den Ringträger oft genug entdeckt haben oder genügend Siedlungen der Freien Völker übernommen haben. Ein Muss für Herr der Ringe- und Phantasyspiel-Fans.
Note: 2

Kerstin Koch


Niagara
Autor: Thomas Liesching
Spieler: 3–5
Alter: ab 8
Dauer: 30 bis 45 Minuten
Preis: ungefähr 25 Euro

Goldbräu
Autor: Franz-Benno Delonge
Spieler: 3–4
Alter: ab 10
Dauer: 60 Minuten
Preis: ungefähr 25 Euro

Ravensburger/alea
Verflixxt
Autor: Wolfgang Kramer & Michael Kiesling
Spieler: 2–6
Alter: ab 8
Dauer: ungefähr 30 Minuten
Preis: ungefähr 15 Euro

Louis XIV (alea)
Verflixxt
Autor: Rüdiger Dorn
Spieler: 2–4
Alter: ab 12
Dauer: 75 bis 100 Minuten
Preis: ungefähr 15 Euro

Phalanx
Herr der Ringe – Der Ringkrieg
Autor: Roberto di Meglio, Marco Maggi, Francesco Nepitello
Spieler: 2–4
Alter: ab 12
Dauer: Mindestens 120 Minuten
Preis: ungefähr 50 Euro

Ins Innere Afrikas
Autor: Andreas Steding
Spieler: 2–5
Alter: ab 12
Dauer: Mindestens 60 Minuten
Preis: ungefähr 30 Euro

Diskutiere das Thema im Hanf Journal Forum

Druckversion Wong it! YiGG

 
*
 Aktuelles HanfJournal
-