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DER EINFLUSS VON MUSIK AUF CANNABIS TEIL I
Beeinflusst Musik das Pflanzenwachstum?
Publiziert am: 29.07.05 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 06august artikel Der Einluss von Musik auf Cannabis

Erzählungen, dass Musik das Wachstum von Cannabis-Pflanzen beeinflussen soll, hört man immer wieder. Diese Erzählungen beschränken sich natürlich nicht nur auf Cannabis-Pflanzen. Auch von Rosenzüchtern hört man des Öfteren, dass ihre Rosen bei Klängen von Mozart angeblich besser wachsen. Gewisse Naturvölker halten bereits seit Menschengedenken bestimmte Klang-Rituale ab, um das Wachstum der von ihnen angebauten Pflanzen zu stimulieren.

Solche Erzählungen werden generell als nebulös abgestempelt und mit dem Übernatürlichen in Zusammenhang gebracht. Aus diesem Grund werden solche Geschichten von vielen in das Land der Fabeln verwiesen; wir wissen doch alle, dass Pflanzen keine Ohren haben. Manche Pflanzen haben übrigens sehr wohl Ohren. Gräser werden an ihren Blüten erkannt und an der Art und Weise, wie die Blätter am Stiel befestigt sind. An dieser Stelle befinden sich nämlich die winzigen Ohren, die bei jedem Gras anders geformt sind. Selbstverständlich können Gräser nicht hören. Außer Ohren haben manche Gräser auch kleine Zungen. Aber wird uns nun wirklich ein Bär aufgebunden oder hat Musik tatsächlich Einfluss auf unsere Pflanzen? Dieser Artikel soll eine Antwort auf diese Frage geben. Dazu wurden Quellen nicht eindeutigen und esoterischen Ursprungs mit wissenschaftlichen Quellen verglichen, was zu Aufsehen erregenden Schlussfolgerungen führte.

Spaltöffnungen
Um eine der Theorien über den Einfluss von Musik begreifen zu können, bedarf es zunächst eines größeren Einblicks in die Funktionsweise von Pflanzen – genauer gesagt in die Funktionsweise der Spaltöffnungen der Pflanze. Die Spaltöffnungen sind kleine Öffnungen auf den Blättern der Pflanze. Durch diese Öffnungen atmet die Pflanze. Durch sie nimmt sie Kohlendioxid aus der Luft auf und verdunstet Wasser. Sind die Spaltöffnungen ganz geöffnet, ist der Stoffwechsel der Pflanze normalerweise am höchsten. Wenn die Pflanze allerdings zu viel Wasser verliert, schließt sie ihre Spaltöffnungen wieder, um ein Austrocknen zu verhindern. Die Pflanze kann das Öffnen und Schließen der Spaltöffnungen sehr genau regulieren, wodurch die Spaltöffnungen immer nur soweit geöffnet sind, wie dies gerade erforderlich ist.

Es wird behauptet, dass Pflanzen auf Musik und insbesondere auf bestimmte Töne reagieren, indem sie ihre Spaltöffnungen weiter öffnen, was zu einem erhöhten Stoffwechsel führt. Dieses Phänomen kann im Labor simuliert werden und wurde von der Canna-Forschungsabteilung bestätigt. Der erhöhte Stoffwechsel trägt zu einem schnelleren Wachstum und einer besseren Entwicklung der Pflanze bei. Es kursieren Gerüchte, dass sich die Erträge dadurch zwischen fünf und 100 Prozent steigern lassen. Der Wissenschafts-Bereich, der sich mit der Öffnung von Spaltöffnungen mit Hilfe von Klängen befasst, wird als Resonanz-Physik bezeichnet. Angeblich öffnen sich die Spaltöffnungen nur bei Tönen, die dem Gesang von Vögeln entsprechen, aber auch bei Lauten von Insekten, wie dem Zirpen von Grillen. Die meisten Vögel singen Töne bis maximal 16 bis 18 Kilohertz, während Insekten in der Regel auch höhere Töne erzeugen können.

Wie die Spaltöffnungen funktionieren
Wie gesagt wird durch die Spaltöffnungen die Menge an Kohlendioxid, das in die Zellen der Blätter gelangt, reguliert. Kohlendioxid ist für den Stoffwechsel der Pflanze unentbehrlich. Kohlendioxid wird mit Hilfe von Lichtenergie in Zucker umgewandelt (Photosynthese). Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass zwischen der Breite der Spaltöffnung (Öffnungsweite) und der Lichtstärke ein Zusammenhang besteht. Die Spaltöffnung öffnet sich, wenn sich die Schließzellen (die zwei bohnenförmigen Zellen, die die Spaltöffnung bilden) mit Wasser vollsaugen. Je mehr Wasser in die Zellen gelangt, desto mehr erweitert sich die Spaltöffnung. Das Vollsaugen der Zellen erfolgt durch einen Prozess, der Osmose genannt wird. Bei der Osmose strömt das Wasser automatisch durch eine Zellmembran, bis die Konzentration an gelösten Stoffen auf beiden Seiten dieser Membran gleich hoch ist. Soll die Spaltöffnung erweitert werden, strömen durch die in der Zelle gespeicherte (von der Sonne erzeugte) Energie Kalium-Ionen ins Innere der Schließzellen.

Da bei einer höheren Lichtstärke auch mehr Energie erzeugt wird, werden umso mehr Kalium-Ionen in die Zellen aufgenommen. Je mehr Kalium in die Zellen gelangt, desto mehr Wasser strömt herein. Und je mehr Wasser in die Zellen gelangt, desto mehr erweitern sich die Spaltöffnungen.

Wenn durch eine zu hohe Verdunstung der Pflanze Wassermangel droht, müssen die Spaltöffnungen trotz der starken Sonneneinstrahlung wieder geschlossen werden. Um dies zu bewerkstelligen, bildet die Pflanze Abscisin-Säure. Bei dieser Substanz handelt es sich um ein Pflanzenhormon, das eine Zunahme der Kalzium-Konzentration in den Schließzellen bewirkt. Kalzium beeinflusst den Transport von Ionen durch die Zellmembranen der Pflanze. Bei einer bestimmten Kalzium-Konzentration in den Schließzellen erhöht sich die Konzentration von Kalium-Ionen in den umliegenden Zellen (ungeachtet der Lichtstärke), wodurch das Wasser aus den Schließzellen strömt und sich die Spaltöffnungen wieder schließen.
In der nächsten Ausgabe erfahrt ihr dann mehr darüber, ob und welchen Einfluss Musik auf Cannabis ausübt.


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