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Wasser marsch!
Publiziert am: 12.09.05 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 05september artikel
mal ganz simpel...

Wasser, Quell des Lebens. Dass Wasser nicht nur Leben ermöglicht, sondern es mitunter auch binnen Sekunden auslöschen oder zumindest verändern kann, weiß jeder. Die meisten denken dabei an Großereignisse wie Sturmfluten, Sturzregen und andere Naturkatastrophen. Aber auch kleine Katastrophen wie z. B. ein Rohrbruch im Haus oder eine verstopfte Abwasserleitung können plötzlich Tatsachen schaffen, die auch und gerade für Heimgärtner höchst unangenehm enden können.

Wasserschäden zählen neben Gestank und Lärm zu den Top 3 der Gründe, warum versteckte Gärten enttarnt werden. Die Folgen können gravierend sein. Abhängig von der Bausubstanz können 100 Liter mehr oder weniger schwere und kostspielige Schäden verursachen, vom juristischen Desaster einmal ganz abgesehen. Zwar muss eine Privat-Haftpflichtversicherung erst einmal für jegliche Schäden aufkommen, die der Versicherungsnehmer Dritten zufügt, jedoch könnte die Versicherung den Schadensverursacher im Falle eines eventuellen Vorsatzes mit mehr oder weniger guten Aussichten auf Erfolg verklagen und zur Kasse bitten. Umso wichtiger ist die Vorsorge gegen Wasserunfälle!

Es liegt mir fern, auf Feinheiten der einzelnen Anlagen verschiedenster Hersteller eingehen zu wollen. Mehr oder weniger erfüllen alle im Handel erhältlichen Bewässerungssysteme die Grundanforderungen - absolute Dichtheit der Verbindungen, ausreichende Druckfestigkeit, Bewältigung und gleichmäßige Verteilung der nötigen Wassermengen. Leckagen und andere Zwischenfälle mit Bewässerungssystemen basieren fast ausschließlich auf menschlichem Versagen! Egal welche Bewässerungsanlage zum Einsatz kommt, Profis gehen immer gleich vor.

Der gesamte Pflanz-Bereich wird am Boden mit einer festen Teichfolie ausgelegt. Die Grundfläche der Teichfolie muss den Standort von Nährlösungs- und Abwasserbehälter(n) sowie sämtlichen Schlauchwegen des Systems umschließen und kann gerne größer, aber niemals kleiner sein. Die Folie muss zu allen Seiten mindestens zwölf Zentimeter - gern aber auch 25 Zentimeter - hoch an die Wände des Raumes oder eine andere feste Barriere - wie am Boden verschraubte starke Kanthölzer oder eine gemauerte Steinreihe - fixiert werden. Es ist darauf zu achten, den Bereich vor dem Auslegen der Folie zu säubern und ihn danach nur noch mit weichen sauberen Sohlen oder auf Socken zu betreten und die Folie nicht zu beschädigen. Allerdings dient die Folie in jedem Falle nur als "last Chance" oder Notnagel - es sollte niemals dazu kommen, dass die Folie wirklich zum Einsatz kommt!

Niemals darf eine Bewässerungsanlage in irgendeiner Weise mit dem Wassernetz verbunden werden, also keine Systeme einsetzen, die einen direkten Anschluss an die Wasserleitung erforderlich machen! Nur so lässt es sich vermeiden, eine unkontrollierbar große Wassermenge im Fehlerfall zu erzeugen!

Der oder die Abwasserbehälter müssen immer größer sein als der Nährlösungsbehälter. Hat der Behälter mit der Nährlösung 200 Liter Volumen und werden zwei Abwasserbehälter verwendet, so verfügt jeder von ihnen über mindestens 210 Liter Fassungsvermögen. Wird nur ein Abwassertank verwendet, so beträgt sein Volumen auch mindestens 210 Liter. So wird gewährleistet, dass auch bei einem Dauerlauf der Förderpumpe das Fassungsvermögen des Abwassertanks immer größer als die größtmögliche Wassermenge im System ist. Mehrere Waste-Tanks sind bei einer Verstopfung eines Abwasserzweiges vorteilhaft, vorausgesetzt, die Gefälle sind so gering und das Fassungsvermögen der eingesetzten Rinnen ist groß genug, dass ein rasches Ablaufen über einen zweiten Abwasserweg des Systems möglich ist!

Der Nährlösungs-Zulauftank steht direkt neben dem (oder einem) Abwassertank. So wird es möglich, die Schläuche und/oder Rohre der Anlage, welche von der Förderpumpe im Nährlösungstank kommen, direkt im Abwasserweg zu verlegen. Richtig - die Druckleitungen des Systems, an welche die Tropfer für die Einzelpflanzen angeschlossen werden, werden direkt in den Abwasserrinnen verlegt. Das geht zwar liegend, erhöht jedoch die Gefahr von Verstopfungen der Abwasserrinnen, mindert so deren Volumen und erschwert das Reinigen. Einige stabile, quer über der Abwasser-Regenrinne montierte Bolzen oder Stege können gut dazu verwendet werden, den Druckschlauch einen Zentimeter über dem Abwasserweg "schweben zu lassen", indem der Schlauch mit Kabelbindern an den Stegen fixiert wird. Es ist immer anzuraten, alle wasserführenden Schläuche, Rohre und Leitungen nur in/über den Abwasserwegen zu verlegen, egal welche Bewässerungsanlage betrieben wird! Tritt eine Leckage im Druckschlauch auf, läuft das austretende Wasser direkt in die darunter liegende Abwasser-Rinne.

Es ist sorgfältig darauf zu achten, immer erst die Abwassertanks zu leeren, bevor der Nährlösungs-Behälter erneut aufgefüllt wird! Von automatischem Entleeren der Abwassertanks mittels Schwimmerschalter ist abzuraten, wenn Schlauchwege der Abwasserpumpen auf ihrem Weg zum fest installierten Anschluss an das Abwassersystem des Hauses, den von der Teichfolie gesicherten Bereich verlassen. In diesem Fall sollte nur dann Wasser aus den Waste-Tanks in das Abwassersystem des Hauses gepumpt werden, wenn dies manuell und unter der Aufsicht des Gärtners geschieht! Das Befüllen des Nährlösungsbehälters sollte niemals automatisch, sondern immer nur manuell durch den Gärtner, mittels Schlauch und Verbindung zum nächsten Wasserhahn geschehen. Manuelles Befüllen schließt absolut sicher aus, dass die Wassermenge im Zulauftank größer als das Volumen des Abwassertanks werden kann!

Für die Bewässerungssteuerung wird eine zuverlässige Minuten-Zeitschaltuhr oder eine spezielle Bewässerungs-Steuerung verwendet. Um Bedienungsfehler zu vermeiden: nur simple Modelle verwenden!

Werden rezirkulierende Systeme betrieben, gilt, wie auch bei Drain to Waste-Systemen: wasserführende Wege verlaufen immer über/durch den Abwasserweg! Steht zum Beispiel ein Fließtisch mit einem leichten Gefälle auf einer Rücklauf-Rinne, unter der sich an einem Ende der Wassertank mit der Pumpe befindet, so wird der von der Pumpe kommende Druckschlauch erst durch die Abwasser-Rinne und dann entgegen dem Gefälle über den Tisch geführt, um dort wieder verteilt zu werden. Es sollte also ausgeschlossen werden, dass die Pumpe Wasser an einen anderen Ort als den gewollten Abwasserweg pumpen kann. Selbst wenn ein Druckschlauch oder Verbinder undicht wäre!

Kein kommerzieller Grower kann so auf die qualitätsbestimmenden Faktoren eingehen wie ein gut informierter Eigenbedarfsgärtner in einem Land, in dem der Heimanbau von Hanf legal ist.

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