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Drug-Checking
für ungetrübten Spaß
Publiziert am: 28.09.05 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 05oktober artikel
...und einer für Omi
Es soll ja Menschen geben, die nicht nur Cannabis oder Haschisch konsumieren. Es soll tatsächlich Leute geben, die ab und an ein paar Pillen schmeißen oder Koks schnupfen. Ja, die soll es tatsächlich geben. Und wie Cannabis und Haschisch sind dies illegale Drogen, also nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Und wie wir alle wissen, werden nicht nur Haschisch, sondern mittlerweile auch Gras gestreckt. Und natürlich auch all die anderen Drogen, die so im Umlauf sind. Das kann bei einigen Substanzen im Krankenhaus, wenn nicht sogar tödlich enden. Und das ist ja wohl nicht Sinn der Sache.

"Drug-Checking" heißt das Zauberwort. In Deutschland lieferte DROBS in Hannover 1995 die ersten Pillen-Identifikationen, Eve & Rave aus Berlin folgte mit einem eigenen Drug-Checking-Programm. Deren Ergebnisse wurden regelmäßig veröffentlicht, das Programm musste allerdings aufgrund staatlicher Repressionsmaßnahmen 1996 eingestellt werden. Hierzulande sind folglich nur Informationen aus dem europäischen Ausland zu bekommen wie von Eve & Rave aus der Schweiz. Sie warnten in den 1990ern vor Pillen, die ein Gemisch aus MDMA und Amphetamin und/oder Methamphetamin enthielten. Ebenfalls in der Schweiz wurden Pillen mit dem Wirkstoff Atropin untersucht. Eine Substanz, die erst erregend, dann lähmend wirkt - bis hin zu Atemstillstand oder Koma. Auch PMA- und PMMA-Warnungen sind dank Eve & Rave aus der Schweiz auch bei uns angekommen. Diese Wirkstoffe können hochdosiert zu Muskelzittern, Brechreiz, Orientierungsschwierigkeiten bis hin zu Angstzuständen führen.

Obwohl sich selbst die europäische Union 2002 für "Drug-Checking" aussprach, findet sich hierzulande nicht einmal was zum Thema auf den Seiten www.drugcom.de von der Bundeszentrale für politische Aufklärung. Dabei soll "Drug-Checking" doch genau das: darüber informieren, was konsumiert wird und so aufklären, welche Folgen der Konsum haben kann. Letztendlich führt nur das dazu, dass jeder Konsument mit Drogen bewusster umgeht.
Kerstin Koch
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