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DER EINFLUSS VON FARBEN AUF CANNABIS
TEIL 2
Publiziert am: 04.11.05 - Medienformen: Medienform Text


In der letzten Ausgabe haben wir die Farben Rot und Grün näher beleuchtet. Während Rot verstärkt Einfluss auf Längenwachstum, Blütenbildung und Samenproduktion der Pflanze nimmt, bleiben Pflanzen unter blauem Licht gedrungener und bilden mehr Seitentriebe aus, außerdem beschleunigt Blau den Stoffwechsel.

Grünes Licht und andere Farben
Pflanzen reagieren kaum auf grünes Licht. Sie verfügen nämlich, soweit wir wissen, über keine Rezeptoren für diese Farbe. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass Pflanzen diese Farbe praktisch nicht absorbieren. Pflanzen, die nur mit grünem Licht aufgezogen werden, sind sehr schwächlich und gehen in der Regel rasch ein.

Wir möchten hier nochmals betonen, dass Pflanzen nur jene Farben wahrnehmen können, für die sie spezielle Rezeptoren haben. Pflanzen sind jedoch nicht blind, sondern vielmehr ein wenig farbenblind, was andere Farben betrifft. Ihre Reaktion auf Orange und Gelb entspricht in etwa ihrer Reaktion auf Rot und Indigo, während ihre Reaktion auf Violett in etwa ihrer Reaktion auf Blau entspricht.

„Unsichtbares“ Licht
Pflanzen sind zwar ein wenig farbenblind, können jedoch im Gegensatz zu uns auch Farben wahrnehmen, die für uns nicht sichtbar sind. So nehmen Pflanzen dunkelrotes Licht wahr. Pflanzen machen sich häufig das Verhältnis zwischen rotem und dunkelrotem Licht zunutze. So bestimmen Samen den Zeitpunkt ihrer Keimung. Andere Pflanzen nutzen das Verhältnis, ob und wie viele andere Pflanzen es in ihrer Nähe gibt. Da Pflanzen viel rotes Licht absorbieren und dunkelrotes Licht reflektieren, geht der Anteil an rotem Licht zurück, wenn sich andere Pflanzen in der Nähe befinden. In diesem Fall werden sich Samen mit der Keimung Zeit lassen und bereits vorhandene Pflanzen schneller wachsen, um andere Pflanzen überragen und auf diese Weise ausreichend Licht für die Photosynthese auffangen zu können.

Da dunkelrotes Licht den umgekehrten Effekt von rotem Licht hat, ist es als Wachstumslicht vollkommen ungeeignet. Glühlampen geben beispielsweise sehr viel dunkelrotes Licht ab.

Auch ultraviolettes Licht (UV-Licht) hat einen erheblichen Einfluss auf Pflanzen. Genauso wie blaues Licht wird auch ultraviolettes Licht von den Pflanzen über den Photorezeptor Cryptochrom wahrgenommen. Unklar ist nach wie vor, ob es noch andere Photorezeptoren für den UV-Anteil des Spektrums gibt. Bei einer Erhöhung des UV-Anteils im Licht nimmt die Konzentration des violetten Farbstoffs Anthocyan zu. Anthocyane schützen die Pflanze nicht nur vor dem starken UV-Licht der Sonne, sondern auch vor eindringenden Mikroorganismen. Bei Mangelerscheinungen, wie fehlendem Stickstoff, kommt es ebenfalls häufig zur vermehrten Bildung von Anthocyan. UV-Licht schädigt nicht nur die DNA im Zellkern und die Membranen der Zellwände, sondern beeinträchtigt auch die Photosynthese. Zu viel UV-Licht ist daher auch für Pflanzen alles andere als gesund.

Licht bedeutet Sehen!
Wie wir gesehen haben, spielt Licht nicht nur als Energielieferant für die Photosynthese eine wichtige Rolle für Pflanzen. Wir haben einen Zipfel des Schleiers, der das Thema Licht umgab, gelüftet und entdeckt, dass Pflanzen viele der in ihnen ablaufenden Prozesse über Farben steuern. Pflanzen sind in der Lage, Farben, die für sie wichtig sind, wahrzunehmen. Anhand der Farben können Pflanzen Rückschlüsse auf ihre nähere Umgebung und damit auch auf ihre Überlebens- und Fortpflanzungschancen ziehen. Die Zusammensetzung des Lichts ist für die richtige Entwicklung, das Wachstum und die Blüte der Pflanzen zumindest ebenso wichtig wie die Lichtintensität. Beachtet dabei stets, dass Pflanzen neben direktem auch indirektes Licht wahrnehmen. Indirektes Licht ist Licht, das durch andere Objekte wie Mauern oder andere Pflanzen auf eine Pflanze reflektiert wird.
D. Kroeze, CannaResearch
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