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Camouflage Your Grass
Wie allgemein bekannt, muss ein Mensch, der beim Hanf-Anbau ertappt wird, mit Bestrafung rechnen. Deshalb denkt ein jeder, der ein solches Projekt in Angriff nimmt, zuerst einmal daran, seine Pflanzen vor den Blicken Unbeteiligter zu verbergen.
Publiziert am: 07.04.05 - Medienformen: Medienform Text


Dass dies nur in begrenztem Umfang möglich ist, haben leider schon zu viele Hobbygärtner spüren müssen,
entweder in Form von Dieben oder gar noch schlimmer, gesetzestreuen Sonntagsspaziergängern oder Feierabendpolizisten, die dem subversiven Treiben dann ein jähes Ende setzten. Eine absolute Sicherheit gibt es in Zeiten der Prohibition zwar nie, doch es können Maßnahmen ergriffen werden, um das Risiko zu verringern.

  • Nie mit Auto oder Moped zur Pflanzstelle oder auch nur in die Nähe fahren, das ist wie ein Namensschild um den Hals tragen.
  • Möglichst eine Stelle wählen, deren Erreichen etwas körperliche Anstrengung erfordert, der Normalbürger ist faul und verlässt selten die ausgetretenen Pfade.
  • Bei der Auswahl des Platzes an die Erreichbarkeit von Wasser denken, im Sommer kann der Bedarf immens werden, alles herbeizuschleppen verlängert den Aufenthalt unnütz.
  • Nie öfter und länger zu den Babys gehen als unbedingt notwendig.
  • Keine(n )Unbeteiligte(n) in das Projekt einweihen bzw. mitnehmen.
  • Leise sein.

Das sind die grundlegendsten Sicherheitsmaßnahmen, natürlich gibt es noch eine Menge hier nicht erwähnte.
Außerdem sorgen erfahrene Gärtner auch für eine optische Tarnung ihrer Liebsten. Das beste Prinzip ist „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“, das heißt, die Pflänzchen werden mit anderen Pflanzen, die als Blickfang dienen, zusammengestellt. Ich werde nie vergessen, wie ich vor vielen Jahren auf einer längeren Radtour beim Anblick ein paar prächtiger Sonnenblumen Lust verspürte, mir ein paar Samen zum Rösten zu besorgen. Erst als ich mitten im Feld stand habe ich gemerkt, dass es sich eigentlich um eine Hanf-Plantage der potenteren Sorte handelte, fast erntereif. Nichts anzurühren ist bei solch einem Zufall Ehrensache, schreibe sich das ein jeder hinter die Ohren!
Sonnenblumen haben die wunderbare Eigenschaft, etwas schneller und höher als die meisten Hanf-Sorten zu wachsen, ohne dabei viel Licht zu klauen, da die Blätter verhältnismäßig klein sind. Je größer und gelber die Sonnenblume, desto unauffälliger wirkt ein Hanf-Pflänzchen nebenan. Außerdem scheidet die Sonnenblume Saponine ab, die der Hanf-Pflanze die Nährstoffaufnahme erleichtern. Auch Ringelblume, Basilikum oder Topinambur eignen sich zur Mischkultur mit Hanf, wobei beim Basilikum der gewünschte Tarneffekt nicht sehr hoch ist, mit der Ringelblume sollten aufgrund ihrer Größe nur kleinwüchsigere Sorten angebaut werden, um eine gute Tarnung zu erzielen. Auch ist eine Mischkultur mit Brennnesseln möglich, hierbei ist aus zwei Gründen jedoch Vorsicht angebracht: Brennnesseln wachsen sehr schnell und neigen dazu, andere Pflanzen zu verdrängen. Deshalb dürfen nur gut vorgewachsene Stecklinge mit Brennnesseln zusammengestellt werden. Auch brauchen sie sehr viel Stickstoff, so ist es ratsam, ein wenig Wuchsdünger nach Anweisung unter die Erde zu mischen, mit der das Aushubloch gefüllt wird. Guano (z. B. Fledermauskot) ist hierbei nicht zu empfehlen, da er im Prinzip stickstofffrei ist.
Auch der intensive Geruch lässt sich durch Kombination mit ebenfalls intensiv riechenden Pflanzen, die zur selben Zeit blühen, überdecken beziehungsweise reduzieren. Ich nenne hier als Beispiel nur eine Geranienart, den Stinkenden Storchenschnabel (Geranium robertianum). Diese Pflanze blüht von Juli bis Oktober und wird von Gartenfreunden gepflanzt, um tierische und menschliche Schädlinge fernzuhalten. Auch Rauke (besser bekannt als Rucola) und Ysop riechen schön heftig, die Möglichkeiten sind hier vielfältig.
So nun wisst ihr, was erfahrene Züchter so alles machen, um nicht aufzufallen. Das heißt nun nicht, dass ich dazu anstiften will, es ihnen gleichzutun. Der Hanf-Anbau in Deutschland ist und bleibt genehmigungspflichtig. Wohl dem, der einen vor fremden Blicken geschützten Garten hat.
Kimo
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