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Highlights 2005

Publiziert am: 19.01.06 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Kerstin Koch
hanfjournal 06januar artikel Highlights 2005
Januar: Dr. Schnetker’s Wurstbowlen-Extrakt. Unsere Telefone stehen nicht mehr still, die Mail-Boxen quellen über und die Redaktionsmitglieder halten sich die Bäuche vor Lachen. Noch Wochen später erhalten wir Anfragen, wo diese einzigartige Droge zu bekommen sei. Werner und Martin reißen sich noch einmal zusammen und machen ihre letzte Ausgabe des Hanf Journals.
Februar: Endlich frei – zumindest für Martin und Werner, während Micha, Roland und ich uns aneinander, an den neuen Arbeitsplatz und wöchentliche Redaktionssitzungen gewöhnen müssen. Wir machen unsere erste Ausgabe.
März: Der Aufhänger des Monats ist „Rot/Grün lässt Kranke leiden“. Nachdem es Südhanf fünf Jahre erlaubt war, Hanf für medizinische Zwecke anzubauen, besteht plötzlich seitens der Bundesregierung kein Interesse mehr. Auch die allseits beliebten Magic Mushrooms verschwinden in der Illegalität, wurden sie doch ganz offiziell den Betäubungsmitteln angegliedert.
April: Der ach so fortschrittliche rot-rote Senat in Berlin legt seine Grenze für „geringe Mengen“ fest: Zehn Gramm oder 40 Joints. Und dabei war einmal von 30 Gramm die Rede. Lang, lang ist’s her, wie auch das inzwischen elf Jahre alte „Cannabis-Urteil“ immer noch auf seine Umsetzung wartet. Der Renner des Jahres in Sachen Hanf Journal-Preisrätsel ist der „schwarze Erich“. Unzählige LeserInnen waren scharf auf diesen Telefonhörer.
Mai: Im Europäischen Parlament diskutieren PolitikerInnen mit ganz normalen BürgerInnen, denen eine andere Art von europäischer Drogenpolitik vorschwebt. Der Vorsitzende der Anti-Drogen-Vereinigung Carel Edwards bekommt seine Pfeife. Und schlimmer wird’s nimmer: Ratzinger wird Papst.
Juni: Auch in England sind Psilocybine zukünftig verboten. In Malaysia wird ein Mann wegen des Besitzes von einem Kilogramm Marijuana hingerichtet. „Niagara“ wird „Spiel des Jahres“.
Juli: Der Drogen- und Suchtbericht 2004 spricht von immer mehr Cannabis-Konsumenten, vor allem unter den Jugendlichen. Außerdem gingen immer mehr zu Drogenberatungsstellen – selten jedoch freiwillig. Angeblich steigt auch der Ecstasy-Konsum. Stimmt aber gar nicht. Nicht zu vergessen: die Selbstbeweihräucherung. Obwohl die Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kaum besucht wird, wird sie als Erfolg dargestellt.
August: Die HanfApotheke eröffnet im Netz ihre Türen. Am 13. August finden erst einmal nur wenige die Hanfparade. Im Laufe der Demonstration kommen dann doch immer mehr. Der Tag gipfelt in der Hanf Journal-Party im YAAM. Ansonsten immer noch Sommerloch.
September: Wahlen stehen ins Haus. Drogenuser haben eigentlich keine. Das Hanf Journal bangt um seine Legalität. Wurden doch im schönen Bayern einem Ladeninhaber die Samenwerbung im Hanf Journal fast zum Verhängnis. Aber nur fast, denn es fehle „ein Tatbestand der missbräuchlichen Werbung für Betäubungsmittel“. Natürlich.
Oktober: Angela Merkel hat’s geschafft und wird die neue Regierungschefin. Innenminister wird mal wieder Schäuble. Die USA fordern von Kanada die Auslieferung des Hanf-Aktivisten Marc Emery. Es häufen sich die Meldungen über mit Talkum gestrecktes Gras. In Berlin-Kreuzberg machen Mütter gegen Dealer mobil. „Louis XIV.“ bekommt den Deutschen Spielepreis.
November: In Essen soll ein Head-Shop-Betreiber alles, was irgendwie jugendgefährdend sein könnte, unsichtbar machen. Dabei beziehen sich die Behörden auf den § 7 des Jugendschutzgesetzes. Dr. Green berichtet zum letzten Mal vom Alltag auf einer Hanf-Farm.
Dezember: Anders als erwartet, muss Marion Caspers-Merk ihren Sessel für ihre Parteifreundin Sabine Bätzing räumen. Ob sich an der Drogenpolitik zukünftig was ändert, ist eher zweifelhaft. Obwohl schon Monate vorher gefällt, wird erst jetzt ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts öffentlich bekannt, das den Weg für Cannabis als Medizin frei macht. In den USA nehmen die Festnahmen und die Anzahl der Gefängnisinsassen vor allem wegen Cannabis zu. Thomasius soll eine Studie zu Cannabis machen. Das dürfe nicht sein, meinen selbst die Grünen.

Und wir räumen so Stück für Stück unser Büro. Denn mit dem Ende diesen Jahres ist auch unsere Zeit in der Lettestraße zu Ende. Wir ziehen um und sind ab Anfang Januar im neuen Büro.

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