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Drogenbeauftragte und kein Ende

Publiziert am: 19.01.06 - Medienformen: Medienform Text

Der Drogenbeauftragte der Stadt Jena, Ralph Wiechmann, hat die Ausübung seines Amtes offenbar sehr wörtlich genommen und fühlte sich beauftragt, Drogen auf die eine oder andere Art zu verwalten und/oder zu konsumieren. Auf jeden Fall hat die Polizei bei einer Hausdurchsuchung eine Pille Ecstasy (welche Sorte ist leider nicht bekannt), Hasch (auch hier ohne Sortenangabe), eine geringe Menge Chrystal und 150 Diazepam-Pillen gefunden. Ob die Leckerchen für den Eigenbedarf bestimmt waren, muss noch geklärt werden. Die Polizei geht allerdings eher davon aus, dass er und eine „drogensüchtige Praktikantin“ der Behörde den Kram vercheckt haben. Unseren Informationen zu Folge war der Beschuldigte, der alle Vorwürfe abstreitet und nach eigener Aussage „detaillierte und überzeugende Begründungen abgegeben habe“, ein engagierter Basisarbeiter, der laut seines Anwalts „nicht nur Sesselfurzerei betrieben hat“. Ein Gericht wird den Fall aufklären, seinen Job und sein Dope ist der Mann schon jetzt los.

Auch Elfriede Koller ist seit kurzem die ehemalige Drogenbeauftragte des Landes Berlin. Dass Koller aufgrund ihrer Abneigung gegen die in diesem Jahr eingeführte „Zehn-Gramm-Regelung“ abgesetzt wurde, hält sich als Gerücht in Senatskreisen so hartnäckig, dass es von offizieller Seite dementiert werden musste. Nachfolger im Amt wird der parteilose Staatssekretär Hermann Schulte Sasse.

Dass wir MARION Caspers-Merk (SPD) keine Träne nachweinen, ist ja schon länger bekannt, ihre Nachfolgerin und Parteigenossin Sabine Bätzing hat leider noch nicht auf unseren Interview-Wunsch reagiert, eigentlich hat sie bis heute noch nicht einmal geantwortet. Stellung genommen hat sie allerdings an anderer Stelle. Ihre Einstellung zur Legalisierungs-Debatte, insbesondere von Cannabis, kann in der FAZ vom 15.12.2005 nachgelesen werden: „Eine Legalisierung von Drogen wird es mit mir nicht geben.“ Sorgen bereiten ihr vor allem der steigende Cannabis-Konsum bei jungen Menschen zwischen zwölf und 25.
Dass das an der Illegalität von Cannabis und an fehlenden Jugendschutzmaßnahmen und -gesetzen liegt, die anderswo prima greifen, hier aber scheinbar nicht angewendet werden können ist bisher (noch?) nicht diskussionswürdig. Stattdessen werde sie die von ihrer Vorgängerin begonnene Arbeit in Sachen Reduzierung des Alkohol- und Tabak-Konsums weiterführen.


Großbritannien:
Weiterdenken erlaubt
Der neue Chef der britischen Konservativen, David Cameron (39), überrascht durch seine liberale Einstellung in Bezug auf Hanf: Vor drei Jahren stimmte er für den Abschlussbericht eines Parlamentsausschusses, der unter anderem empfiehlt, dass „die Regierung eine Diskussion über Alternativen innerhalb des nationalen Amtes für Drogenfragen (zuständig für Gesetzesentwürfe, Anm. der Redaktion) anregt, die eine Legalisierung und Regulierung einschließt, mit dem Ziel, gegen das internationale Drogen Dilemma vorzugehen“.
Inzwischen klingt das schon wesentlich zurückhaltender. Auf die Gretchenfrage, ob er denn schon mal das böse Etwas konsumiert habe, weicht er – wenn auch direkter – in bester Clinton-Tradition aus: „Kein Kommentar“. Das mit der Legalisierung klingt auch nicht mehr ganz so fortschrittlich, aber immerhin spricht er sich für einen vorurteilsfreien Umgang mit dem Thema und eine weitergehende Forschung aus. Und noch ist er gegen eine Rückstufung von Hanf zur harten Droge, was wiederum viele seiner Parteikollegen fordern.


Wieder mal: Zensur in Bayern

Wer gedacht hat, der Bayrische Rundfunk (BR) sei bei der Ausstrahlung des Hans Söllner-Films „Der Rebell“ über seinen eigenen Schatten gesprungen, liegt falsch. Wer hätte das gedacht?
Die ausgestrahlte Fassung wurde gekürzt und mit BR-eigenem Material aufgepeppt und zwar gegen den ausdrücklichen Willen des Regisseurs Andreas Stiglmayr. Hat die Kollegen vom Fernsehen aber gar nicht gejuckt, denn die Rechte am Film hatte sich der BR unter den Nagel gerissen.

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