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>> HipHop
Various Artists: Hamburg lädt ein (yo mama)
Publiziert am: 01.03.06 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 06maerz artikel Various Artists Hamburg lädt ein

Underground ist momentan Mainstream, doch dem eigentlichen Untergrund wird kaum Beachtung geschenkt. Dabei trifft man genau dort die viel vermissten und oft viel versprechenden Talente, die uns HipHop abseits des Hypes noch als Kultur verstehen lassen. Mit dem Projekt „Hamburg lädt ein“ wurde im letzten Jahr ein Wettbewerb ins Leben gerufen, an welchem knapp 300 Künstler teilgenommen haben. Das Resultat sind nun „13 geballte Tracks aus dem Untergrund“. Von der Hamburg-Köln-Connection kommt Doc Knarf, den man im Auge behalten sollte. K.O. Star rappt authentisch über „Die Zutaten“ und wird wohl in diesem Jahr noch sein Solo-Debut zum Besten geben. Ebenfalls aus Hamburg stammend, mit der „Schweigepflicht“, kommt Maskoe daher, einer der talentiertesten Newcomer der deutschen Rap-Szene. Die Düsseldorfer BTM Squad spiegeln ihre alltäglichen sozialen Probleme wider, mit denen sie als Einwanderer konfrontiert werden. Fayzen liefert mit „Terrorist“ eine deepe Ballade, vollgespickt mit Reflexionen. „1000 Rhymes“ ist auf jeden Fall mein Highlight dieser Compilation, denn MC Gabreal verfügt mit Sicherheit über die momentan wohl tightesten Rap-Flows. „Superheld“ Laas Unltd. ist nicht nur ausgebildeter Erzieher, sondern auch aus der bekannten Freestyler-Crew „Stammtisch“ sprachlich herausgewachsen. Der Song „Street Kids“ stammt von der Underground EP „Tony Tome“, die bereits im Jahre 2002 veröffentlicht wurde. Der begabte Beatmacher, Produzent und MC CRS hat mit seiner Panik Squad den funkigen Track „Bester Freund“ beigesteuert. Kaleel & CSP sorgen mit „Vorsicht!“ für einen mystischen Song mit Scratches und wunderbaren Harmonien. Die „Doppelte Dosis“ liefert Montanamax, König der Metaphern, aus Bremen und die Media Playas aus Offenbach kommen mit bis zur Party-schiebender Skill-Finesse im „Orient Express“ angedüst. Inspiriert durch HipHop-Helden wie „Curse“ und die „Stieber Twins“ begann auch Lance Carvell auf deutsch zu rappen, mittlerweile ist er auf dem Battle-Film hängen geblieben – und das gar nicht mal so schlecht. Und ein Bonus-Track schien unerlässlich, da ja von Nachwuchstalenten die Rede ist. In Zusammenarbeit mit „Rap gegen Rechts“ & „Laut gegen Nazis“ wird am 25. März in der Hamburger Markthalle und im dazugehörigen Marx ein HipHop-Event stattfinden, dessen komplette Einnahmen der „Amadeu Antonio Stiftung“ zu Gute kommen! – Musik als Sprachrohr des Protests!

Roland Grieshammer


http://www.hamburghiphop.de
http://www.yomama.de

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