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Nor Elle: Kombologi (mole listening pearls)
>> Downbeat
Publiziert am: 10.04.06 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 06april artikel Nor Elle: Kombologi

Im März 1998 veröffentlichte Norman Feller auf Mole Listening Pearls sein erstes Album unter dem Projektnamen „nor elle“. Der Mann, der eigentlich besser bekannt ist unter seinem Alter Ego Terry Lee Brown Jr., präsentierte sich schon auf „Phantom Of Life“ von seiner down-beatigen, sphärischen Seite. Dass Norman etwas von entspannten Tunes versteht, beweist er bereits seit Jahren erfolgreich mit seiner Compilationreihe „Terry’s Café“. Das mittlerweile dritte Nor Elle-Album, das nach der Gebetskette des Hilander Klosters auf dem Berg Athos der Mönchsrepublik auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki, „Kombologi“, benannt ist, ist ein fast schon episches Werk von ungemein emotionaler Dichte. Die Namensgebung ist naheliegend, da hier die Musik ins Zentrum des Bewusstseins rückt und damit Seele und Geist berührt. Gleich der erste Track „Rainstation“ ist herzerwärmend, und auch „Let Things Slide“ entführt in völlig andere, absolut friedliche und sonnige Sphären. Das ganze Werk erzählt eigentlich wie ein Roman von einem leichten sorgenfreien Leben – mit Musik, die es gar nicht mehr nötig hat, Botschaften zu transportieren, sondern einfach nur genießt und reflektiert. So ist auch folgerichtig „Reflection“ warm wie ein Schaumbad. Mein Lieblingstrack ist jedoch „Ghost“, was mit einer vocoder-geschwängerten Frauenstimme voller Sinnlichkeit und Sexyness über einen relaxten Breakbeat groovt! „Oriental Fusion” überzeugt mit einer wunderbaren Sitar und vielen anderen Elementen, die die (fern)östliche Musik nun mal auszeichnet. Vom ebenfalls überragenden „Magic” kann man sich nur verzaubern lassen, und nach dem souligen „Another Jazzlife” dringt man in die nächste Sphäre, die sich hier „Next Rest Area” nennt. Dann wird die Seele wieder etwas gerockt, „India Drone” klingt nach einer düsteren Jam-Session, und mit „Sunsurfin’” lässt sich der Sonne gut entgegen surfen. „Evening Echoes” ist voller Soul, und mit „The Sea“ liefert uns dieser ausgezeichnete Produzent eine glückselige Hymne zum Abdriften. Ja, Spiritualität bezeichnet das Bewusstsein und das daraus resultierende Handeln, und Norman Feller hat mit seinem Projekt „Nor Elle“ eins der perfektesten Downbeat-Alben geschaffen. Ein einziger Höhepunkt an Klangkultur, Virtuosität und Gelassenheit, da „Kombologi“ zugleich als Inspiration und Projektionsfläche funktioniert.

Roland Grieshammer


http://www.mole.de

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