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Solidarität für Bernard Rappaz

Publiziert am: 14.06.06 - Medienformen: Medienform Text

Da die Berichterstattung in den öffentlichen Medien = Null ist, fordern wir vom Hanf Journal das deutsche Volk zur Solidarität und zum Protest auf, damit die Briefkästen des Walliser Gerichts so zubombadiert werden, dass die für nächsten zehn Jahre ausgelastet sind.

Wie ihr sicher wisst, war der Walliser Hanfb-Bauer und Hanf-Aktivist Bernard Rappaz Mitte März verhaftet worden und 72 Tage lang in der U-Haft im Hungerstreik, sodass sein Zustand lebensbedrohlich war. Er wird des Hanf-Handels und der Geldwäscherei verdächtigt und riskiert eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren. Die Angelegenheit, die sich um rund 50 Tonnen Hanf dreht, geht auf das Jahr 2001 zurück. Die Walliser Polizei hatte ihn verhaftet, weil bei einer Durchsuchung auf seinem Hof Hanf-Samen gefunden wurden. Hanf-Samen werden übrigens in der Schweiz als Vogelfutter völlig legal verkauft und verwendet. Die Anwälte von Rappaz hielten die Inhaftierung für Simmungsmache vor dem Prozess. Die Anwältin bräuchte den Klienten laut eigenen Aussagen um den Prozess vorzubereiten. Ihr zufolge war die Inhaftierung eine absolut unnötige Maßnahme, da weder Flucht- noch Verdunkelungsgefahr bestehe. Der Richter hatte die Inhaftierung beschlossen, obwohl die gesamte Ernte schon längstens vernichtet wurde. – Nach fast 60 Tagen Hungerstreik war er in das Inselspital in Bern eingeliefert worden. Das Spital verfügt über eine Gefangenen-Abteilung, wo auch andere Gefangene betreut werden, sodass Bernhard wenigstens eine Stunde pro Tag mit Menschen sprechen konnte, was im Einzelzimmer in Siders nicht möglich war. Das Unterstützungs-Komitee für Bernard zog ebenfalls nach Bern, um ihren Protest in der Nähe des Inselspitals fortführen.

Bernard Rappaz ist nun nach einem 72-tägigem Hungerstreik aus der Untersuchungshaft entlassen worden – dies auch dank der nationalen und internationalen Mobilisation der letzten Wochen. Am Mittwochmorgen (24. Mai) sei der Entscheid des Untersuchungsrichters gefällt worden, sagte der Anwalt von Rappaz der Nachrichtenagentur SDA. Nach dem Entscheid beendete Rappaz umgehend seinen Hungerstreik. Der zuständige Walliser Untersuchungsrichter stellte ihn aber unter Hausarrest.

Die zahlreich anwesenden Sympathisanten aus nah und fern sprachen von einem Bauernopfer der Walliser Behörden zugunsten der übermächtigen Pharmaindustrie, welche keine pflanzlichen Konkurrenten zu ihren Industrie-Medikamenten dulden. Kein Mensch solle in seinem Garten natürliche Heilmittel ernten, solange die Industrie eine profitablere Methode kommerzialisiert. Der Vorwurf ist nicht mal so weit hergeholt, hat Hanf doch noch kein einziges Menschenleben gefordert. Höchste Zeit, der Mafia das Hanf-Geschäft aus den Händen zu nehmen und derartige Justizspielchen zu verhindern. Rappaz muss am 8. Juni geschwächt vor dem Gericht erscheinen und sich verantworten müssen. Also Leute, hauen wir mal auf die Pauke! Mailen oder hinfahren und Solidarität bekunden.
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