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Mehrheit der Deutschen dafür:
Hanf als Medizin zulassen
Publiziert am: 13.07.06 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 06juli artikel THC zur Vorbeugung gegen Übelkeit nach Operationen
77 Prozent der Deutschen sprachen sich bei einer Umfrage der „Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin“ (ACM) im Juni dieses Jahres für die medizinische Nutzung von Hanf aus. Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte 1.438 Bundesbürger ab 16 Jahren zu ihrer Meinung über die medizinische Verwendung von Haschisch und Marihuana. Nie zuvor gab es in einem Land der Europäischen Union eine repräsentative Umfrage zu diesem Thema.

Die mehrheitliche Befürwortung des Einsatzes von Hanf-Produkten in der Medizin war bei den jüngeren höher als bei den älteren Befragten. Interessant ist in dem Zusammenhang, dass 31 Prozent der Befragten die therapeutische Nutzbarkeit von Hanf-Produkten neu war.

Der wirksame Inhaltsstoff von Hanf (Cannabis sativa) ist Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC). Dieser Wirkstoff kann aus der Pflanze extrahiert werden, tatsächlich zum Einsatz kommt aber in Deutschland, wenn überhaupt, synthetisch hergestelltes „Dronabinol“, also quasi künstliches THC.

Therapeutisch nutzbar sind sehr viele Wirkungen des THC, beispielsweise schmerzlindernde Eigenschaften, Stimmungsaufhellung, Hemmung von Übelkeit und Erbrechen, Appetitsteigerung, Entzündungshemmung, Weitung der Bronchien und andere. Diverse Anwendungen finden Hanf-Produkte bereits in der Therapierung von Krebs und HIV, speziell hier zeigen sich umfangreiche begünstigende Einflüsse auf den Krankheitsverlauf.

Obwohl diese Eigenschaften von THC längst bekannt sind, gibt es in Deutschland noch immer keine Erlaubnis, natürliche Cannabis-Produkte entsprechend zu verwenden. Auch der synthetische Wirstoff „Dronabinol“ ist bislang nicht arzneimittelrechtlich zugelassen. Daher sind die Krankenkassen nicht grundsätzlich zur Kostenübernahme verpflichtet und viele Kranke wählen den Weg der Selbstmedikation mit illegalen Cannabis-Produkten.

Dr. Grotenhermen, Vorsitzender der „ACM“ appeliert: „Die Menschen können zwischen der medizinischen Verwendung von Cannabis-Produkten und ihrem Konsum zu Rauschzwecken unterscheiden. Ich wünsche mir, dass die zuständigen Politiker angesichts der unbefriedigenden Gesetzeslage nachdenklich werden. Medizinische Cannabis-Konsumenten sollten nicht länger in die Illegalität gedrängt werden.“

(vgl. letzte Ausgabe „Aids-Kranker darf Haschisch besitzen“)

Daniel Thoss
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