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Dachgärten erobern die Welt

In Berlin gibt es Dachgärten für alle
Publiziert am: 17.12.06 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Sarah Fiedler
hanfjournal okt06 artikel Dachgärten erobern die Welt In Berlin gibt es Dachgärten für alle
Wäre es nicht schön, wenn man auch in der Großstadt an einem warmen Sommerabend im Garten auf dem Dach des eigenen Hauses die letzten Sonnenstrahlen genießen, einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten und ein bisschen frische Luft schnappen könnte?
Dies zu verwirklichen, hat sich der „Verein Dachgärten für alle! e. V.“ zum Ziel gemacht.
Silke Kolwitz, die Initiatorin dieser Organisation, kam einst auf den Geschmack, in der Sonne auf den Dächern der Hauptstadt zu entspannen. Bei genauerem Nachdenken kam sie zum Schluss, dass Dachgärten viele Vorteile hätten. Denn abgesehen von der Sonne, die man hoch oben über der Straßen Berlins genießen könnte, wäre ein Dachgarten auch ein optimaler Treffpunkt für die Mieter des Hauses. So könnten sie sich bei einem gemeinsamen großen Frühstück oder bei der Gartenarbeit besser kennen lernen.
Durch die zusätzliche Begrünung würde sehr viel Staub gebunden und auch die Wärmeisolierung wäre deutlich verbessert, demzufolge heizen sich Innenräume und die Außenluft nicht mehr übermäßig auf. Doch nicht nur die Mieter würden von den Dachgärten profitieren, auch die Hauseigentümer hätten Vorteile bei dieser Art der ökologischen Nischenschaffung. Wenn es im Winter wieder dunkler wird und kaum noch Licht in die Erdgeschosswohnungen dringt, können die Bewohner des Erdgeschosses auf das Dach gehen, um dort ein wenig Licht zu tanken. Ganz nebenbei wird das den Wohnwert aller und insbesondere der tiefer gelegenen Wohnungen steigern. Und die Laune der Mieter wäre auch gleich viel besser, da Sonnenschein die Stimmung hebt und Krankheiten vorbeugt.
An bewölkten Tagen müsste man nicht in den Park gehen und hoffen, dass die Sonne noch ein paar Minuten länger dableibt und es nicht anfängt zu regnen. Da kann Mensch sich einfach, sobald die Sonne lacht, übers Treppenhaus auf den Dachgarten begeben.
Das würde sehr viel Zeit einsparen, die man anderweitig viel besser nutzen könnte, um zum Beispiel etwas im Garten zu arbeiten. Sowohl bei den Energiekosten als auch bei den Abwasserkosten kann erheblich gespart werden, da Dachgärten das Dach besser abdämmen als eine herkömmliche Dämmung. Der Grund: Wo ein Garten ist, ist auch Erde und diese nimmt viel Wasser auf.
Die Gesamtkosten für einen Dachgarten würden an alle Mieter verteilt, sodass sich auch mehr Leute, nicht nur Wohlsituierte, diesen Luxus leisten könnten.
Dennoch müssen auch ein paar Voraussetzungen erfüllt werden. Die Dächer müssen tragfähiger gemacht werden, damit es keinen Ärger zwischen den Mietern gibt, müssen gewisse Vereinbarungen bezüglich des Lärmschutzes getroffen werden, außerdem müssen natürlich bauliche Maßnahmen zur Sicherung des Dachgartens durchgeführt werden.
Wer die Idee gut findet und noch ein paar Fragen hat oder sich einfach so zu dem Thema informieren will:
Mehr unter:
http://www.dachgaertenfueralle.de/
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