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Roger Sanchez: Come With Me (stealth)
>> House
Publiziert am: 20.12.06 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal okt06 artikel Roger Sanchez: Come With Me

Mit seinem reizenden Herzchen-Video zur Single „Another Chance“ stürmte er im Sommer 2001 die Musikkanäle und die Single-Charts. Auf einmal war der New Yorker einer der gefragtesten Stars der Dance-Szene und ein gutbezahlter DJ, der ständig zwischen den Houseclubs in Miami und Ibiza umher jettete. Er versank in der New Yorker Breakdance- und Graffitti-Szene und beschäftigte sich dementsprechend viel mit HipHop. Die Liebe zum House ging aber dennoch nie verloren. Knapp fünf Jahre nach seinem letzten Album „First Contact“ überrascht Grammy Award-Gewinner Roger Sanchez zum Herbst mit seinem interessanterweise erst zweiten Album „Come With Me“ und sichert uns den vergangenen Sommer mit elf Tracks, welche eine bunte Mischung aus Latin, Soul, Vocals und klassischen House-Elemente darstellen. Zwar kommt hier erstmal die Vermutung auf, dass auch Roger Sanchez versucht ein Konzept-Album auf seine alten Tage rauszubringen, doch was er letztendlich präsentiert, reflektiert seine langjährige Erfahrung und sein Gespür für emotionale aber tanzbare House-Tracks, welche zum Glück ohne Kitsch und überzogenem Pseudo-Ibiza-Faktor auskommen. Den Vibe des Albums repräsentiert „Turn On The Music”, und um die Kunst der Verführung geht’s in „Take a Chance“. Persönliche Songs, die über Partnerschaften grooven, sind „Not Enough“ und „Lost“. Den Tag nach einer langen Clubnacht kennen wir wohl alle, und für alle, die dann auch noch zu spät zur Arbeit kommen und eigentlich gar nichts geregelt bekommen, ist der Track „Again“ ein amüsantes Zeitdokument. Wie eine Live-Telefonsex-Konversation kommt der Smasher „Hot 4 U“, bevor es sich in „Free“ wieder wesentlich ruhiger atmen lässt. Absolut zum Wohlfühlen ist der Spaziergang im Park, den Roger Sanchez in „Reasons“ mit Omar bearbeitet hat. Auch Alejandro Sanz legt seine ganze Leidenschaft in einen Song: „I’m Yours“ zeigt die lateinamerikanische Seite dieses Albums. Noch herzzerreißender wird’s dann mit „Don’t Tell Me It’s Over“, der die Gefühle transportiert, die augenblicklich fast alle in meinem näheren Umfeld erleben (müssen). Das Outro ist grandios. „Soledad“ ist ein perfekter Chill Out Tune, der den Tag beschreibt, an dem man alleine am Strand sitzt und nicht über seine Einsamkeit nachdenkt, sondern glücklich ist. Die gesangstechnische Untermalung von Künstlern wie Jacquita Perkins, Katherine Ellis, Lisa Pure und Suzanne Couch verleiht dem Album die gewisse Ernsthaftigkeit, was es zu einer schönen Vollwertigkeit erlangen lässt.

www.rogersanchez.com
www.releaseyourself.com
Roland Grieshammer


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