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Trentemøller: The Last Resort (poker flat recordings)
>> Homelistening Dub-Tech
Publiziert am: 20.12.06 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal okt06 artikel Homelistening Dub-Tech

Als DJ gilt der Däne als geschmackvoll und gut, als Produzent steht er für eine besonders fette Spielart von funky Minimalismus. 2004/2005 gelang ihm der Durchbruch mit 12“-Vinyl-Veröffentlichungen auf Labels wie Audiomatique („Physical Fraction“), Out Of Orbit, 3rd Floor oder Tic Tac Toe, bevor er bei Poker Flat unterschrieb und drei erfolgreiche Singles veröffentlichte („Polar Shift“, „Sunstroke“ und kürzlich die „Nam Nam EP“). Aktuell sorgen seine Remixe für Künstler wie Röyksopp oder die Pet Shop Boys für Aufsehen. Zahllose „Jahres-Polls“ verliehen ihm den Titel „Bester Produzent“, „Bester Remixer“ und „Bester Newcomer“ des Jahres 2005. Gleichermaßen von DJs, Medien und Publikum gefeiert, ist es der seinen Produktionen und Remixen immanente, spezielle „Trentemøller-Twist“, der ihm international eine beachtliche Reputation bescherte. Denn seine Musik ist voller Widersprüche und so ist der Kontrast von riesigen Hallräumen und scharfen, direkten Soundfragmenten charakteristisch. Dank seiner herausragenden Produktionsfähigkeiten sind Trentemøller-Tracks aber auch extrem erfindungsreich und detailverliebt und haben eine faszinierende Tiefe jenseits reiner Funktionalität. Trentemøller präsentiert mit seinem Debut-Album „The Last Resort“ nicht das heutzutage handelsübliche straighte Dancefloor-Album mit Ambient-Ruhepolen, sondern ein wunderschönes, eher ruhiges, melodiöses Kunstwerk aus dreizehn ineinanderfließenden Songs, die den Hörer vom ersten bis zum letzten Ton in ihren Bann ziehen. Das Händchen für Atmosphäre und Dramatik, das Trentemøller schon auf seinen bisherigen Arbeiten gezeigt hat, kommt befreit vom Dancefloor-Diktat – voll zum Tragen. Ein unerwarteter Aspekt des Albums sind die vielen handgespielten Instrumente, die von einer Dichte und Detailversessenheit sind, die erstaunt und das Werk sehr organisch machen. Während Trentemøller selbst Instrumente wie Gitarre, Bass, Celesta, Glockenspiel und Melodika einspielte, stammen weitere Beiträge von den Gastmusikern Henrik Vibskov (Schlagzeug), Mikael Simpson (Bass, Gitarre), Arnaud Donez (Gitarre, Bass) and Thomas „DJ T.O.M.“ Bertelsen (Scratching). Die CD-Erstauflage erscheint als Limited Edition inklusive einer speziellen Bonus-CD, die neun der erfolgreichsten Single-Hits enthält und die somit zum ersten Mal auf einer CD verfügbar sind. Und für zwei Stücke hat sich Trentemøller Gastsänger eingeladen: das junge ebenfalls dänische Talent Ane Trolle, sowie Richard Davis, dessen Gesang bereits Swayzaks „Speak Easy“ auf K7 vergoldete. Vom Album hat er diese beiden überirdischen Songs verbannt, da sie seiner Meinung nach den Fluss des rein instrumentalen Albums gestört hätten. Stattdessen verwendet er dort die gesangsfreien Versionen, um nicht von der Reichhaltigkeit des Arrangements abzulenken. Im nebligen Herbstwald, der das Cover ziert, ist „The Last Resort“ der perfekte Soundtrack für selbstvergessene Tage. Traumhaft in seiner Mixtur aus Dub-Tech, Shoegazing-Ambient und klickender Soundmalerei.

www.pokerflat-recordings.com
www.another-dimension.net
Roland Grieshammer


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