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Moodorama: My Name Is Madness (mole listening pearls)
>> Lounge
Publiziert am: 10.01.07 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 06nov artikel Moodorama: My Name Is Madness

Die Regensburger Moodorama gehören in der Republik sicher zu den interessantesten Vertretern des schillernden Spektrums zwischen Lounge, NuJazz und DeepHouse. Von Labels wie Compost oder Stereo Deluxe hochgelobt, wurde 1998 das TripHop/Downbeat Album „Basement Music“ veröffentlicht. Für das noch erfolgreichere Zweitalbum „Music for collapsing people“ (2000), das mit hervorragenden Tracks wie „Sinzing Sunset Boulevard“ oder „’iama“ bestückt ist, konnte man dann auch das Nürnberger Label Stereo Deluxe gewinnen. Zwei Jahre später wurde dann das Label Audiopharm/SPV auf Moodorama aufmerksam. Mit „Listen“ erschien 2003 ein weiches und homogenes Konzeptalbum, und mit dem stimmungsvollen Nachfolger „Mystery in a cup of tea“ (2005) wurde es noch vielseitiger. Nun ist man im Hause Mole Listening Pearls gelandet, und „My Name Is Madness“ ist ein amüsanter wie auch bezeichnender Name für das aktuelle Werk, was stilistisch zwischen Pop, Elektro, House, Lounge und Chillout hin- und her-oszilliert und keineswegs so verrückt klingt, wie man vielleicht erwarten würde. Die knarzigen Shufflebeats und Seemanns-Chöre in „Space Cowboy“ erinnern mich an eine Kreuzung aus Jimi Tenor und Jay Jay Johannson – und das ist prima! Bei „Nova Star” läuft ein lieblicher Gesang über einen Bossa Beat, bei „Summer’s Ocean“ sind es die Bläser-Grooves, die loungig-sophisticated rüberkommen. „Mind Traffic” ist ein souliger Elektro-Song mit einer gehörigen Portion Funk, während man sich mit dem treibenden Track „The Journey“ unversehens auf dem Floor wiederfindet. Dagegen spulen sich „Fly Me To The Moon” und „Ir Facil“ mit süßen bzw. jazzigen Cocktailgrooves wieder äußerst relaxt durch Zeit und Raum. Auch für dieses Album holte man sich einige renommierte Musiker und Sänger ins Studio. Neben King-Banana Frontmann U-Cee und Cosmophon-Sänger Michael Frank dürfte der wohl berühmteste mit Abstand Strangejah Cole sein, der mit den ersten Reggae- und Skatunes überhaupt dem 1962 in die Freiheit entlassenen Republik Jamaika eine würdevolle Stimme verlieh und hier mit tiefsinnigen Vocals im traurigen „Even In Dreams“ glänzt – mein Lieblingstrack! Dennoch: unterschwellig glitzert die Freude an verrückten Ideen, der Spaß am Ausprobieren neuer Techniken und das empfundene Glück am Kombinieren der Elemente durch. Es werden weder Limitationen auferlegt noch beschränkt man sich willentlich auf eine klare Linie, und gerade das macht den Reiz des Albums aus. Dabei sind Drehungen und Wendungen im Eintrittspreis mit inbegriffen, Überraschungsmomente gewollt, aber niemals forciert. Cool ist auch die „Beatzekatze“, und ich werde verrückt in diesem stets entspannten Ambiente.

www.moodorama.de
www.mole.de
Roland Grieshammer


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