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Ni-Na-Neujahr
besser sylvestern mit den grossstadtsurvivorn
Publiziert am: 26.01.07 - Medienformen: Medienform Text


Yieeee-haw! Bald ist wieder Sylvester! Rübe zu und durch! Wegballern vom Allerfeinsten! Und damit das alles nicht wie der Rest vom Jahr vom schlechten Gewissen begleitet wird und man gleich nochmal heftiger zulangen kann, machen wir uns natürlich: Gute Vorsätze!

Neujahrsvorsätze sind die tollsten Vorsätze von allen. Gestartet schon mit der Intention, sie spätestens am Dritten sausen zu lassen, gestatten sie uns wenigstens für drei Tage, uns wie ein besserer Mensch zu fühlen.

Aber nervt das nicht langsam? Jedes Jahr das Gleiche ... wollen wir nicht einfach mal alles ganz anders machen? Sinnvolle Neujahrsvorsätze ... damit es dieses Mal vielleicht wirklich klappt. Man hat ja sonst nix zu tun. Die grossstadtsurvivor sagen: Nie wieder Enttäuschung über uns selbst, deshalb: die „Dein-Leben-revolutionierenden-grossstadtsurvivor-Neujahrsvorsätze“. Jetzt auch in realistisch!

Nie wieder nüchtern werden
Arbeitslos bleiben
Fetter werden
Nicht mehr so viel lernen
Schule/Studium/Karriere hinschmeißen (einmal begonnen, klappt das sicher!)
Endlich mit dem Rauchen beginnen (für Raucher: Crack-Rauchen anfangen)
Rockstar werden (wahlweise obdachlos)
Dreimal täglich Zähne putzen
Einmal monatlich duschen
Neue Lebensgeschichte für die Eltern erfinden (macht sie doch mal glücklich, z. B.: Ich bin jetzt Arzt/schwanger)
Spätestens im Dezember die Bong putzen
Abziehbildchen vor der Schule verteilen
Die Pflanze mal gießen ... oder zumindest wegschmeißen
Die Polizei auch mal zurückficken
Nur noch Tiere essen, die qualvoll verendet sind
„Brigitte“-Abo kündigen
Das Klo dieses Jahr wirklich putzen
Sämtliche Mitbewohner rausschmeißen
Den Chef verprügeln (für Feige: vor die Tür kacken)
Eine öffentliche Institution anzünden
In Zuständen geistiger Umnachtung aus der Kloschüssel trinken
Sich über seinem Bettsportpartner übergeben
Ein sehr tiefes Loch graben
Den Nachbarn verscharren
Einen Baum umarmen
Spätestens am 17.1. mit dem Feiern aufhören
Im Februar wieder einigermaßen ansprechbar sein
In der Sylvesternacht nicht volltrunken auf den Schornstein klettern
Unschuldigem Passanten angezündeten D-Böller in die Hose stecken
Unschuldigen Passanten ins Krankenhaus fahren
Auswandern bevor die Polizei Wind von der Sache kriegt
Nie wieder unschuldige Passanten mit Feuerwerkskörpern garnieren
Sich die Hände waschen
Sich hinter den Ohren grün anmalen
Sich eine Geschlechtskrankheit holen
Nur noch mit Schwächeren prügeln
Sich in einer Clubtoilette wälzen
Nächstes Jahr wieder tolle Vorsätze machen

Und noch ein Wort zu „Brot statt Böller“: Da wollten wir doch letztes Jahr was Gutes tun, aber diese scheiß Brotlaibe brennen total unspektakulär! Deshalb haben wir uns mal ein paar Alternativen ausgedacht, was noch so alles Spaß macht, wenn’s brennt:
Joint – Nachbars Katze – Nachbars Haus – Nachbar – Gute Vorsätze – Menschen mit guten Vorsätzen – Wurst – Meerschweinchen (mit Soundeffekten) – Dixie-Toiletten – Bücher (ein urdeutscher Brauch) – Fahnen.

Also Yieee-haw! Wenn ihr in der Sylvesternacht jemanden seht, der nackt, brennend und mit einem lustigen Partyhütchen auf einem Schornstein steht, dabei „DJ mach was“ schreit und versucht Seifenblasen durch ein Megafon zu pusten, könnt ihr ja mal winken. Das sind sicher wir.
Eure grossstadtsurvivor
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