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Hanfapotheke sucht Spender
Seit letztem August gibt es sie nun – die Hanfapotheke im Netz. Diese Initiative versorgt schwer kranke Menschen kostenlos mit Cannabis, welches wiederum von anonymen Spendern stammt.
Publiziert am: 10.04.06 - Medienformen: Medienform Text


Grundsätzlich gilt, dass nur diejenigen mit Cannabis versorgt werden, die eine entsprechende ärztliche Stellungnahme vorweisen können. Und eine solche erhält nur, wer schwer erkrankt ist und die bisherige Behandlung nicht ausreicht oder aber starke Nebenwirkungen verursacht. Und natürlich muss eine Behandlung mit Cannabis-Podukten Erfolg versprechend sein.

Nach einem halben Jahr gibt es ein paar Zahlen zum Stand der Dinge: Bisher haben 29 Patienten über einen Vertrauensarzt Zugang zur Hanfapotheke erhalten, von denen 22 mindestens einmal über einen Spender mit Cannabis versorgt wurden. Derzeit gibt es zwölf funktionierende Patenschaften, in denen ein Spender einen Patienten verlässlich mit Cannabis versorgt. Drei der Spender leisten sogar jeweils zwei Patenschaften. Leider stehen noch immer elf Patienten unversorgt auf der Warteliste. Auch unter den Spendern ist eine große Fluktuation zu verzeichnen. Dazu kommt, dass ein Teil der Spender wenig verlässlich ist, was aber auch auf manchen Patienten zutrifft. Ergänzend fügt Dr. Franjo Grotenhermen, Vertrauensarzt der Hanfapotheke, an, dass die Betroffenen „dankbar für diese Initiative sind“.

Politisch gesehen, will die Hanfapotheke „auf einen Missstand aufmerksam machen und zu seiner Veränderung beitragen“. Letztendlich hat sie das Ziel, sich selbst überflüssig zu machen. Bis es allerdings soweit ist, kann sie mit ihrer Arbeit nur die „schlimmsten Auswirkungen der gegenwärtigen Gesetzeslage versuchen zu lindern“. Und es ist ein großer Missstand, wenn „unbescholtene Bürger in Not durch die Gesetzeslage zu Kriminellen gemacht werden“. Dabei kann die Hanfapotheke weder die Versorgung der Patienten gewährleisten noch für die Qualität des Cannabis bürgen oder auf seinen THC-Gehalt standardisiertes Cannabis anbieten, geschweige denn Qualitätskontrollen durchführen. Dafür müssen erst einmal andere rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Und das kann dauern. So lange bleibt den Kranken, die nicht auf anderem Weg an ihr „Mittel“ kommen, nur die Hanfapotheke.

Damit auch weiterhin die Versorgung der Patienten möglichst umfassend gesichert werden kann, braucht braucht es weitere Spender. Wer also etwas von seinem Cannabis abgeben will, kann sich per Internet an die Hanfapotheke wenden. Alles ganz anonym versteht sich. Selbst der Patient erfährt nicht, wer ihn versorgt.
Kerstin Koch
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