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Brontal 21

- voll daneben
Publiziert am: 07.02.07 - Medienformen: Medienform Text

Autor: von Michael Knodt
Wir mussten uns den letzten Jahren schon viel anhören: Die Lügen über einen steigenden THC-Gehalt - durch alle europäischen Kriminalstatistiken widerlegt.
Die Mär vom vorpubertären Einstiegsalter mit dazugehörigem Artikel im „Spiegel“ - jährlich neu durch den Drogensuchtbericht der Bundesregierung widerlegt.
Das Gelaber vom Gen-Gras - kann nach ein paar Google-Klicks in Nichts aufgelöst werden.
Der angebliche Hasch-Tote aus England - eine Zeitungsente.
Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen, mit zunehmend sinkenden Niveau der aufgestellten Legenden.
Die ZDF-Sendung „Frontal21“ setzt aAllen nun die Krone auf: Ihr Redakteur Dr. Rainer Fromm behauptet frei von der Seele, der Wirkstoff THC verursache Hirntumore. Den wissenschaftlichen Hintergrund liefert, natürlich erst auf Nachfrage, unser alter Bekannter Dr. Thomasius. So einfach ist es, eine erfundene Behauptung zur wissenschaftlichen Wahrheit zu machen.
Auch wenn sich Herr Fromm von Dr. Thomasius bestätigen ließe, vom Onanieren bekäme man krumme Finger, wäre der Aussagewert gleich Null. Weil es keine Studie gibt, die das belegt. Gleiches gilt für das Hirntumor-Gefasel. Konfrontiert mit der Frage, was es denn mit dem „Tumor-THC“ genau auf sich habe, konnte die Redaktion von „Frontal21“ keinen anerkannten Neurologen anführen, der das bestätigen würde. Übrigens ist Thomasius deutschlandweit der einzige so genannte Experte, der ein solch dramatisches Bild über Cannabis verbreitet und deshalb auch unter Kollegen sehr umstritten ist.
Allerdings lassen sich mit selbsternannten Experten falsche Behauptungen medienwirksam verbreiten - ähnlich dem Zahnarzt in der Zahnpastawerbung.

Nur kurze Zeit zuvor sendete das ARD-Magazin „Polylux“ einen ausgewogenen Beitrag zum Thema Hanf, auch war die Diskussion rund um die medizinische Verwendung von Cannabis durch positive Medienbeiträge wieder vermehrt präsent.
Anscheinend gibt es hierzulande Menschen, die immer dann, wenn ihnen die Berichterstattung zu oft zu positiv erscheint „was dagegen tun wollen“.
Wie sonst lässt sich das Aufgreifen schon längst widerlegter Behauptungen oder das Erfinden immer neuer Legenden über die Hanf-Pflanze erklären?
Wieder einmal ist festzustellen: Ein Austausch rationaler Argumente ist gar nicht gewünscht. Vielmehr werden alle medialen Register gezogen, um den Status quo zu erhalten.
Leute wie Stefan Raab lassen sich lieber einen Maulkorb verpassen, als wie zuvor das Problem der Prohibition öffentlich zu machen.
Wenn es um Hanf geht, bedienen sich auch eigentlich seriöse Medienmacher Recherchepraktiken, die eigentlich nur der „BILD“ gut stehen.
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