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Sechs Fragen an: Junior Randy
Der Berliner Reggae Künstler Jr. Randy bereitet gerade sein erstes Soloalbum vor. Sein neustes Stück“ Für den Farmer“ widmet sich der aktuellen Problematik, mit der fast alle KifferInnen in den letzten Monaten konfrontiert waren: gestrecktes Gras.
Was Junior Randy davon hält, wie er zum Kiffen allgemein steht und was er demnächst sonst noch plant hat das Hanf Journal ihn in gemütlicher Runde gefragt.
Publiziert am: 13.02.07 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 07feb artikel sechs Fragen an Junior Randy
Jr. Randy
HaJo: Hi Junior Randy.

Jr Randy: Hallo Ha Jo.

Ha Jo: Zuerst einmal wollen unsere was über deinen neuen Song “ Für den Farmer” erfahren.

Jr. Randy: Ich bin Im Herbst 2006 von einer Quelle zur anderen gerannt, überall gab es übelstes Gras. Hier gestreckt mit Talkum ,das andere hat beim Rauchen auf den Zähnen abartig geknirscht und das Dritte war mit Puderzucker bestreut. Das waren nur einige Varianten von dem, was mir in den letzten Monaten so untergekommen ist. Ein Bekannter von mir hat sogar Probleme mit der Lunge bekommen, nachdem das Sauzeug ein paar Tage geraucht hat. Deshalb wurde es Zeit, das ich einen Text verfasse, der die gierigen Produzenten und Händler direkt anspricht.
Und unsere Politiker. Es müsste endlich eine Möglichkeit geben, an unverseuchten Hanf heranzukommen, ohne kriminalisiert zu werden. Ich halte die Cannabis Clubs in Spanien und Belgien für eine prima Sache.

Ha Jo: Was hältst du von einer Freigabe von Hanf?

Jr. Randy: Eine komplette Freigabe halte ich für gefährlich. Ab 21 Jahren in Fachgeschäften wäre ok.
Mit Angabe zu Sorte, Stärke und Wirkung. Damit die Dosierung kein Problem wird.
Kiffen wirkt nicht auf jeden Menschen gleich. Ich habe schon viele straucheln sehen, vor allem wenn sie zu früh angefangen haben. Ein Mensch sollte im Kopf reif sein, also seine Persönlichkeit schon entwickelt haben, bevor er/sie anfängt, Grass zu rauchen.

Ha Jo: Wie hältst DU es mit dem Kraut?

Jr. Randy: Um ehrlich zu sein: als ich angefangen habe wusste ich gar nicht, worauf ich mich einlasse. Bei uns in Gropiusstadt waren alle Arten von Drogen verfügbar und Hasch war halt am gängigsten. Gras gab es damals kaum, wir haben fast nur Hasch geraucht.
Heutzutage hilft mir das Ganja auf jeden Fall, meine Innere Anspannung abzubauen.
Für Menschen, die damit umzugehen wissen, kann Gras eine gute Möglichkeit sein,
mit dem immer größer werdenden Leistungsdruck heutzutage umzugehen.
Der Umgang muss jedoch, genau wie bei Alkohol oder Kaffee, erlernt werden. Unreife, besonders zu junge Menschen, sollten sehr vorsichtig sein.
Marihuana hat mit Sicherheit auch ein Suchtpotential, das sich negativ auf die persönliche Entwicklung junger Menschen auswirken kann und nicht kleingeredet werden sollte.

Ha Jo: Wie sehen Deine musikalischen Pläne für die Zukunft aus?

Jr. Randy: Ich arbeite gerade an meinem ersten Soloalbum. Meine bisherigen Longplayer, die „Brandstifter“ und „Resonanz“ haben Ganjaman und ich zusammen veröffentlicht, in letzter Zeit haben wir ein paar einzelne Riddims wie die Bloodsucker, King Orle oder aktuell die Time Ex Selection gevoict.
Schwerpunkt meines Soldebüts wird wie immer moderner deutscher Roots Reggae sein, aufgelockert mit ein paar Dancehall Tracks, alles natürlich conscious. No Slackness, strictly love ‘n’ peace.
Ich möchte den Leuten weiterhin mit meinen Texten Mut machen, aufklären, kurz gesagt: zeigen, was Sache ist.
Ha Jo: Wie stehst du zu Battyman Tunes ( schwulenfeindlichen Texte) im Reggae?
Jr. Randy: Mag ich nicht. Gerade in unserem Kulturkreis sollten wir genug Akzeptanz und Toleranz dafür aufbringen, dass ALLES ein Ausdruck Gottes ist. Keiner hat das Recht, jemand anderen bei seinen intimen, ganz privaten Bedürfnissen einzuschränken oder Vorschriften zu machen. Es geht uns einfach nix an, deshalb: Was du nicht willst, was man dir tut das füge keinem anderen zu. Das sind die Grundregeln des friedlichen Zusammenlebens, die gerade in der Musik und der Kunst gelten sollten. Traurig, dass das gerade beim Reggae gang und gebe ist, eine Minderheit anzufeinedn. Wir sind eine kleine Bewegung, auch eine Minderheit. Wenn wir auf anderen rumhacken und zu Hass aufrufen treten wir uns selber und auch noch gegenseitig in den Arsch. Und das ist genau das, was Babylon will.
Deshalb mag ich keine Battyman Tunes.
Was gibst du unseren LeserInnen mit auf ihren Weg?
Denkt immer positiv, positive Gedanken formen diese Welt. Wer positiv denkt verändert sich selbst und damit auch die Welt zum Guten. Keiner kann mehr tun, niemand sollte weniger tun. Denkt nicht an Babylon, denkt an Dinge, die Euch Freude machen.
Wenn jeder vor seinem eigenen Türchen ein klein wenig kehrt dann ist er wieder viel zufriedener mit sich selbst- dann ist die Welt auch wieder ein klein wenig besser und so weiter... Small Steps cause big efforts.
Vorwärts immer- rückwärts nimmer.

Ha Jo: Wir danken für das Gespräch, respect to Jr. Randy.

Jr Randy: Vielen Dank, ein Gruß an alle LeserInnen des Hanf Journals und
One Love, one People. Seen.


“Für den Farmer“ könnt ihr übrigens bei myspace.com downloaden- legal und gratis!

Mehr zum Thema: http://profile.myspace.com/juniorrandy


Interview: Michael Knodt Fotos: marker
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