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Mona Lisa: Lieber lächelnd als lächerlich

Publiziert am: 15.03.07 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Roland Grieshammer
Wurden wir kürzlich schon „frontal“ geblendet, macht sich das ZDF mit dem Sendeformat „ML Mona Lisa“ ein weiteres Mal zum Idioten – besser gesagt – unglaubwürdig! Am 11.Februar wurde ein Beitrag von Rainer Fromm ausgestrahlt. Der Titel
„Cannabis wird immer noch verharmlost“ und die Recherche
waren dagegen nicht besonders fromm. Man könnte damit auch
zweifelsohne die ganze Sippschaft für den Polemik-Award nominieren.
„ML Mona Lisa“ war auch unterwegs mit der Drogenfahndung
bei Hausdurchsuchungen im Saarland und begleitete die Kriminalpolizei zu einem Großabnehmer von Cannabissamen
aus dem Internet. Kein alltäglicher Fall, wie uns Bernd Bodtländer von der Kriminalpolizeiinspektion Saarbrücken versichert: „Das Ganze kommt aus Wien. Es geht hier um Internet-Shopping.
Man kann also davon ausgehen, dass die Menge von Samen, die
jetzt hier nach Saarbrücken verschickt worden ist, von der Anzahl her dazu dient, ein halbes Fußballfeld anzubauen.“ Da sprüht ja jemand vor Originalität. Die Tore auf einem Fußballfeld könnte man mit Sicherheit auch aus Hanf herstellen, Pfosten und Latte müssen schließlich etwas aushalten. Dr. Herrmann Simmer, Chefarzt vom saarländischen Therapiezentrum Schaumberger Hof, sagt: „Die Jugendlichen, die hier sind, haben einen ganz geringen Bezug zu den altherkömmlichen harten Drogen, sondern der Bezug geht vom THC aus.“ Und wieder wird die Mär von der Einstiegsdroge öffentlich verbreitet. Aber ist es nicht der erzwungene Gang zum Dealer, der manches Mal auch andere Substanzen im Angebot hat und diese wegen der größeren Gewinnspanne eher verkaufen möchte? - Würde der Hanf von den sog. harten Drogen getrennt, wäre auch diese Gefahr nicht mehr gegeben. Darüber hinaus wird noch hetzerisch deklariert, dass Cannabis längst zu einer tödlichen Gefahr im Straßenverkehr
geworden ist. Fakt ist, daß es seit 5.000 Jahren keinen einzigen Hanf-Toten gab. Es gibt praktisch keine tödliche Dosis, man müsste ungefähr 600 Kilogramm in wenigen Stunden verrauchen, um daran zu sterben. Auch die gesundheitliche Belastung ist eher dem mitgerauchtem Tabak zuzuschreiben. Kein einziges medizinisches Gutachten hat bisher das Hervorrufen einer Abhängigkeit oder gar eine Gefährdung der Gesundheit über das Maß der Lungenbelastung ähnlich dem Nikotin bewiesen. Wir brauchen Fakten und Informationen, nicht Prohibitons- Kampagnen voller Unwahrheiten vom Bundesgesundheitsamt und erst recht keine Haft oder Geldstrafen für Hanfanbau und Konsum! Wir können nur darauf hoffen und dafür kämpfen, daß
der Hanf bald wieder in seine kulturgeschichtlich Rolle
zurückgeführt wird – wieder medizinisch, landwirtschaftlich
und frei genutzt werden kann. Ihr wisst ja: selbst die lächelnde
Mona Lisa wurde auf Hanf gemalt. Vielleicht lächelt sie ja auch
über diesen abstrusen Beitrag vom ZDF.
Mehr zum Thema: www.hanfverband.de/protestmailer/start.html
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