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silberscheiben
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Rolys Silberscheiben des Monats März
Publiziert am: 01.03.07 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 07märz artikel Roey Marquis II.: Ming’s Biosphere

Roey Marquis II.: Ming’s Biosphere (ming dynasty / groove attack)
>> Freestyle

1998 riefen er und DJ Kabuki das Projekt MK2 ins Leben, um mit „Prepare To Be Educated“ einer in Fachkreisen viel beachteten Idee der Fusion aus HipHop und Drum’n’Bass nachzugehen. Gerade hier zeigt sich die Experimentierfreudigkeit des Producers, der sich nicht von vorgegebenen Genregrenzen einschränken lässt. Neben ungewöhnlichen Projekten wie dem 1999 erschienenen Spiritual Warriors Album (zusammen mit Germ & Matrix) produziert der 1971 in Frankfurt geborene Calogero Randazzo jede Menge Beats, auf die unter anderem Curse, Pal One, Profan 78, Tatwaffe, Jonesmann, Ercandize, Tefla & Jaleel oder Kool Savas rappen. Seine Alben-Trilogie „Ming“, „Herzessenz“ und „Samsara“ ist legendär, sein eigener, roher und oft minimalistischer Stil ist längst zu einer Art Markenzeichen geworden. Aber auch nicht im Hip Hop Bereich anzusiedelnde Projekte finden ihren Weg in die Ohren der Hörer – in Deutschland weniger bekannt, aber im Ausland geschätzt. Für mich schwer nachvollziehbar, denn Roey Marquis zählt für mich zu den absoluten Top-Produzenten, was er mit seinem neuesten Geniestreich eindrucksvoll untermauert. „Ming’s Biosphere“ ist eine Verschmelzung der Musik, aus der sie entstand und dessen, der sie erschuf – und erschafft damit wiederum neue Musik. Musik, die einen davonträgt und berührt. Mal leise, mal laut, mal schnell, mal langsam. Hört man zu, nimmt sie einen mit auf eine Reise, die ohne Bewegung auskommt, und trotzdem genau das ist – Bewegung. Hier sind keine Texte notwendig, um zum Vermittler zwischen Künstler und Hörer zu werden – allein der Ton zählt. World Music, Jazz, Soul, Hip Hop? Etiketten werden unwichtig. Sie beschränken nur. Musik ist wie der Atem, der bis in jede Faser unseres Körpers dringt, jeden Gedanken durchdringt, den Geist nährt, die Seele harmonisiert und unaufhörlich fließt. Wo Sprache nicht mehr ausreicht, tritt der Rhythmus der Musik aus dem Hintergrund. Genau mein Ding!

www.roey-marquis.de
www.myspace.com/roeymarquis

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Camino Blue: Ten Short Stories (camino blue recordings)
>> Drum&Bass

Atmosphere! Früher hiess es Ambient Jungle oder Intelligent Drum’n’Bass. Aber ganz egal, wie man den Stil umschreiben mag – hier wird’s wieder richtig schön deep. Frisch nach dem Erfolg der ersten Tunes und der exklusiven und nur digital erhältlichen EP „Silver Cycles“ begeisterte mich auch der Mix, den P.B.K. für die Sommer Ausgabe des Drum’n’Bass Magazins Resident gemacht haben. Nun kommt das futuristische Label Camino Blue Recordings mit dem nächsten Angriff und erzählt uns endlich ihre heissersehnten zehn Kurzgeschichten. Mit einer ganzen Armada der am meist etablierten, internationalen Künstlern aus dem atmosphärischen Bereich wird hier das dritte Compilation-Album vorgelegt, was keine Wünsche offen lässt. P.B.K. (fokuz, warm communications), die Initiatoren von Camino Blue, beginnen die Reise durch das „Space Age“. Der wohl bekannteste russische Künstler Electrosoul System (subtitles, grid, good looking) kommt nach seinem cluborientierten „Aura“ mit dem glänzenden „Lightsphere“ zum Zuge. Mit an Bord sind auch der Newcomer Cord mit dem ausdruckstarken „Mental Silence“, Mark J (good looking, covert operations) mit dem verspielten „Eclectic Destination“ und Modemellow (strictly digital, red mist) mit dem klangvollen „Plasma Surface“ – darüber freut sich sicher auch Nookie. Nachdem dann B.Fuse mit „Time Of Passion“ den richtigen Namen für diesen heissen Track gefunden hat, bin ich besonders entzückt über das schottische Duo Future Engineers, die mit „Stasis“ (Andy Bubbles VIP) ihr Comeback auf Camino Blue fortsetzen. Ihre technoid-atmosphärischen Sounds sowie eine den Floor erschütternde Breaks-Bassline-Kombination sind nach wie vor gewaltig! Den Showcase vollenden Mav (fokuz, citrus, offshore, camino blue, Holland) und Pariah bravourös. Zehn absolute Top Tunes, die gerade durch ihre Länge ihre wundersame Schönheit entfalten. Auf der renovierten Website des Labels findet man eine Auflistung der Seiten, auf denen neben diesem neuen Release auch der gesamte Backstock des Labels als mp3 erhältlich ist. Camino Blue Recordings Sound – support the deeper side of drum and bass!

www.caminoblue.com
www.grooveattack.com

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GusGus: Forever (pineapple records)
>> Electronica

Im Jahre 1995 wollten die beiden Isländer Sigurður Kjartansson (Model) und Stefán Árni Þorgeirsson (Pilot) zusammen einen Kurzfilm (Pleasure) drehen und rekrutierten dafür die Künstlerszene Reykjavíks. Die Dreharbeiten für den Film wurden für Mai 1995 angesetzt, jedoch ging den Initiatoren das Geld aus. So beteiligten sich die Schauspieler, die oft Musiker waren (wie zum Beispiel die national sehr erfolgreichen Daníel Ágúst und Magnús Jónsson), an dem Soundtrack. Des Weiteren waren Birgir Þórarinsson aka Biggi Veira und Magnús Guðmundsson aka Buckmaster de la Cruz der Band T-World beteiligt. Die Musik, die ursprünglich im Rahmen des Filmprojektes geschaffen wurde, wurde im Herbst 1995 als Album (GusGus) veröffentlicht. Was folgte, ist hinlänglich bekannt: „Polydistortion“ (1997), „This Is Normal“ (1999), die Ambient-CD namens „GusGus vs. T-World“ (2000) mit Tracks aus der Blütezeit von T-World 1993-1994 und „Attention“ (2002). Daneben produzierten GusGus auch Remixes im Auftrag von u.a. Björk, Depeche Mode, Sigur Rós, Kraftwerk und Tosca. Von Kritikern wurde irgendwann die Einengung ihres Stiles auf Techno/House bemängelt, die die ursprüngliche Bandbreite der Musikalität der Band vergessen lässt. Die Heilige Dreifaltigkeit (Biggi Veira, Earth und President Bongo) bringt euch nun ihr sechstes Studioalbum auf dem neu gegründeten GusGus-eigenen Label Pineapple Records – und es ist funky! Die verbale Einführung zu „Forever“ wird von Islands ureigenen „Professor“ Ottarr Proppe zum Besten gegeben. Pall Oskar, die isländische Discodiva und Eurovision Top 3 Finalistin versieht die Tracks „Need In Me“ und „Hold You“ zusammen mit Aaron Carl, dem wundervollen Sänger und Songwriter aus Detroit, mit ihrer atemberaubender Stimme. Omar Gudjonsson stellt „You’ll Never Change“ unter seine Fittiche und inspiriert damit Bongo und Veiran ihre eigenen Gitarrenhälse für den Titeltrack „Forever“ zu bändigen. Niemand geringerer als der President selbst schmückt den Track „If You Don’t Jump (You’re English)“ mit seiner Goldkehle über rostige Gitarrensamples und mit dem Titel „Moss“ schmeißen GusGus mal wieder einen Track von Daniel Agust ins Feuer und bieten damit eine glänzende Ergänzung zu der hervorragenden Gesangswelt von Earth. „Forever“ hat sich seinen Namen redlich verdient!

www.myspace.com/gusgus
www.gusgus.com

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Ed Royal & Enne: The Groove Collage (innvision records)
>> Funk / Jazz

Das weltweite Netzwerk an Künstlern der MySpace-Generation macht den Globus auf eine Art und Weise etwas kleiner und gibt vor allem Musikern und Produzenten die Möglichkeit auf bessere Kommunikation und Kollaboration. DJ Quincy Jointz (Citrona Records) aus Freiburg ist wohl eines der schönsten Beispiele. Er ist seit Jahren ein zuverlässiger Lieferant satter und innovativer Grooves in seiner Internet-Radioshow „International Freeridin“. Dadurch steht er in ständigem Kontakt mit „Gleichgesinnten“ aus der ganzen Welt. Mixes, Remixes und DJ-Gigs waren und sind die logische Schlussfolgerung. Und in Uncle Jam’s Army kämpft seit vielen Jahren Seite an Seite an vorderster Front ein dynamisches Duo: Vorhang auf für Österreichs original Jazz Funk Soldiers – Ed Royal & Enne. Irgendwo zwischen derben Funkbreaks, Oldschool HipHop-Beats, bassverliebten und nie verwässerten Downbeats befinden sich nicht nur ihre DJ-Sets, sondern auch ihre eigenen Kompositionen. Nach acht Single-Releases kommt mit „The Groove Collage“ ein sympathischer Einblick in die Welt der beiden „NuBreaks“-Aktivisten auf Albumlänge. Organisch geerdet durch den Einsatz von Live-Instrumenten, verbindet sich eine, meist sehr tanzbare Grundlage mit programmierte Beats. Süsse Boogie-Tunes treffen auf swingende Funk-Bretter mit spanischen Bläsereinsätzen. Beim ansteckenden und bereits bekannten Partytune „It’s Hip To Be Square“ vermag man sogar etwas aus den gescholtenen Tagen von Acid-Jazz herauszuhören, und jazzige Kost bringt uns auch das wundervolle „Vibes In Space“. Der Groove von DJ Enne und Ed Royal hat viele Gesichter, und so muss es sein: Funky Freestyle!

www.dj-enne.com
www.innvision-records.com
www.our-distribution.com

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Lucky # Slevin
>> DVD-Movie

Slevin ist neu in New York. Sein Gebäude und somit seine Wohnung wurde evakuiert, bei einem Überfall wurde ihm der Ausweis geklaut und seine Freundin hat er gerade beim Seitensprung ertappt. So zieht er kurzfristig in das Appartment seines Freundes Nick Fisher. Komisch nur, dass von seinem Kumpel jede Spur fehlt. Dafür stehen plötzlich schwarze Gangster auf der Matte und wollen von Slevin, den sie für Nick halten, das Geld, das Nick ihnen schuldet. Weil Slevin die Kohle natürlich nicht hat, soll er jetzt für den Boss einen Mord begehen. Die beiden gefürchteten Grössen „The Rabbi“ und „The Boss“ waren einst Partner, sind aber zu Erzfeinden geworden und operieren von zwei Gebäuden aus, die sich direkt gegenüberstehen. Im Visier: Der Sohn vom Boss der Judengang. Prompt werden auch die Juden und ein krummer Detective bei Slevin vorstellig. Jetzt kann nur noch die heiße Lindsey helfen, denn der unnachgiebige Cop Brikowski und der berüchtigte Killer Goodkat, die sich an seine Fersen heften, kommen ihm äußerst ungelegen. – In seinem Gangsterfilm mit jeder Menge Wortwitz kann Regisseur Paul McGuigan (Sehnsüchtig) gleich eine ganze Reihe von Superstars aufbieten. Neben Hauptdarsteller Josh Hartnett erleben wir Morgan Freeman und Ben Kingsley als New Yorker Untergrundgrößen sowie Bruce Willis als berüchtigten Killer. Lucy Liu setzt dem Star-Ensemble noch die Krone auf. „Lucky # Slevin“ ist ein schräger und cleverer Action-Thriller mit vielerlei unerwarteten Wendungen und vielschichtigen Handlungssträngen, die sich durch die New Yorker Unterwelt ziehen. Denn nichts ist wie es scheint.

Des weiteren noch empfehlenswert: „Doa – Dead Or Alive“ (Verlosung im April), eine spektakuläre Martial Arts-Action und Verfilmung nach einem der erfolgreichsten Videogames sowie der Tanzfilm „Step Up“ inkl. Love-Story für die Romantiker unter euch ...

www.constantin-film.de
www.highlightvideo.de
www.doa.film.de
www.stepup.film.de

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Olga
>> DVD-Movie

Die Sozialistische Internationale brachte ihr das Morden bei, die Nationalsozialisten ermordeten sie. Für das DDR-Regime war sie die Vorzeige-Kommunistin Nummer 1, und noch heute tragen zwei Straßen in Berlin, ein Altersheim und ein Filmclub in Brandenburg ihren Namen. – München, 1925. Mit 15 Jahren tritt Olga Benario (Camila Morgado), Tochter des sozialdemokratischen Rechtsanwalts Léo Benario (Luis Mello) und der jüdischen Mutter Eugénie (Eliane Giardini) aus Industriellen-Kreisen in die Kommunistische Partei ein, wo sie ihre erste große Liebe - den Sowjet-Spion Otto Braun (Guilherme Weber) – kennen lernt. Nach Brauns Verhaftung und einem heftigen Streit mit ihrer Mutter verläßt Olga mit nur 17 ihr Elternhaus und geht nach Berlin, wo sie 1929 zusammen mit anderen KPD-Genossen Otto Braun gewaltsam aus der Haft befreit. Nach Moskau geflohen, begegnet sie in einer paramilitärischen Ausbildung bei der Roten Armee dem brasilianischen Revolutionär Luis Prestes (Caco Ciocler) und entwickelt zu ihm eine leidenschaftliche Beziehung. Getarnt als portugiesisches Ehepaar reisen die beiden zurück nach Brasilien, um auf Weisung der KPdSU einen Putsch gegen den brasilianischen Präsidenten Getúlio Vargas (Osmar Prado) anzuzetteln. Doch als die geplante Revolte 1935 scheitert, werden die beiden Liebenden verraten und landen in den Folterkellern des Diktators Vargas. In Deutschland haben inzwischen die Nationalsozialisten die Macht übernommen und dringen auf die Auslieferung der mittlerweile schwangeren Revolutionärin. Ein Ansinnen, dem Vargas gerne bereit ist Folge zu leisten, um sich Hitlers Sympathien zu versichern. Noch in den Vernichtungslagern der Nazis beweist Olga Benario die Stärke, für ihre Überzeugung zu kämpfen! In der Verfilmung einer wahren und faszinierenden Lebensgeschichte präsentiert Regisseur Jayme Monjardim ein mitreißendes und beeindruckendes Drama.

Verlosung: Drei DVDs wurden freundlicherweise von Constantin Film freigegeben. Einfach bis zum 30.März eine Mail mit dem Betreff „Gegen Faschismus!“ an gewinnen@hanfjournal.de schicken. Viel Glück!

www.olga.film.de
www.constantin-film.de
Roland Grieshammer


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