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Wir machen's uns selbst

Bio-Bewurzelungshilfe statt Clonex
Publiziert am: 18.07.07 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Text: Kimo / Fotos und Dokumentation: Ma
hanfjournal 07juli artikel Wir machen‘s uns selbst Bio-Bewurzelungshilfe statt Chemo-Gel
Als langjähriger Growshop- Mitarbeiter ist mir aufgefallen, dass seit dem Verbot von Clonex viele GrowerInnen Schwierigkeiten mit der Bewurzelung ihrer Pflanzen haben, besonders auf Steinwollwürfeln.
Jorge Cervantes hat schon vor langer Zeit auf die Alternative von Weidenextrakt hingewiesen, leider ist die Herstellung den meisten Heimlichgärtnern zu aufwendig, obwohl das gar nicht der Fall ist, wie man im Folgenden merken wird. In seinem Buch „Marihuana Drinnen“, Auflage von 2002, Seite 258 ist genau beschrieben wie seine Methode zur biologischen Wurzelstimulator funktioniert.
Das Hanf Journal hat glücklicherweise sehr experimentierfreudige LeserInnen. So erreichte uns jüngst eine Fotodokumentation, in der eine erfolgreiche Methode zur Stecjklingsvermehrung mit Hilfe von Weidenasserextrakt beschrieben wird, sozusagen in mitteleuropäischen Gefilden und auf Steinwollwürfeln Praxis erprobt.:


„Ich praktiziere die Technik mit dem Weidenwasser schon längere Zeit und habe sehr gute Erfahrungen gemacht. Etwa 20 Prozent mehr Wurzelbildung als mit dem handelsüblichen Puder sind die Regel, auch die Bewurzelungszeit ist kürzer.
Ein Umtopfen ist schon nach schon nach zehn bis 12 Tagen möglich. Welcher Wirkstoff der Weide diese natürliche Bewurzelungshilfe hervor ruft, ist noch nicht erforscht. Wahrscheinlich handelt sich, ähnlich wie bei Rhizopon oder Clonex, um hormonelle Verbindungen. Weiden sind bekannt für ihre Wuchsfreudigkeit, Anpassung und Zähigkeit. Steckt man einen Weidenstab in feuchte Erde oder bastelt eine Weidenhütte in Form eines Iglus, so werden die Weidenstäbe in
kurzer Zeit nicht nur bewurzelt, sondern auch belaubt sein. Im Jahr darauf hat man schon zu kämpfen, um mit der Schere den Iglu in Form zu halten.


Ich nehmen die Äste eines einjaährigen Weidenbaumes, streife das Laub ab und schneide sie in 2,5 Zentimeter lange Stücke. Im Gegenteil zu Cervantes, der längere Stücke benutzt. Meine Theorie ist: je kleiner die Stücke desto mehr Oberfläche mit abzugebenden Wirkstoff. Deshalb benutze ich kleine Stücke und habe beste Ergebnisse.

Dann die Weidenabschnitte mit reichlich Wasser übergießen, ich nehme von Anfang an schon kochendes Wasser, weil ich denke, dass somit nicht nur das Wasser keimfrei ist, sondern auch die Wirkstoffe besser aus dem relativ harten Material herausgelöst werden. Auf 300 Gramm Weidenstücke gieße ich einen Liter kochendes Wasser. Ob jetzt der Kaltwasserauszug von Cervantes, mein Aufguss/ Absud oder gar noch als dritte Variante einer Abkochung die beste Herstellungsart des Weidenwasser`s ist, müsste man ausprobieren. In alten Heilkräuterbücher kann man lesen, dass bei holzigen, wenig qüllbaren Pflanzenteilen sogar empfohlen wird, diese nach halbstündigem Ansatz mit kaltem Wasser anschließend zehn bis 15 Minuten abgedeckt auszukochen.
Anschließend soll abgegossen und abgepresst werden. Dies gilt jedoch für Heilkräuter, Tee etc., ich will nicht ausschließen, dass es in diesem Fall durch heißes Wasser eher zu Wirkstoffverlusten oder gar Zerstörung kommen kann.
Den Sud dann nach dem Überbrühen 24 Stunden abkühlen und ziehen lassen und durch ein Sieb abgießen.

Die frisch geschnittenen Stecklinge 24 Stunden im Weidenwasser stehen lassen. Ich benutze das Weidenwasser auch zum Wässern der Steinwollwürfel und zum Gießen der Stecklinge. Ich mache mir aus Weidenwasser, etwas Algan (Algenextrakt), Wurzelstimulator und Trichodermapulver eine Brühe nach Anwendungsvorschrift und verwende diese sowohl für die Steinwollwürfel selbst, als auch zum Besprühen und Wässern der Stecklinge während der Bewurzelungsphase. Also ungefähr zwei Wochen. Selbst wenn die Stecklinge dann eingepflanzt sind, nehme ich in den ersten Tagen den verbliebenen Rest der Brühe verdünnt zum gießen. Die Brühe kann bedenkenlos ca. drei bis vier Wochen zugedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Ich mache mir jeweils einen größeren Vorrat an Weidenwasser, welchen ich dann in Tupperdosen zu ungefähr je einem halben oder Liter einfriere und bei Bedarf auftaue. Jedes Mal, wenn ich sie benutze füge ich etwas heißes Wasser hinzu um die Pflanzen mit dem kalten Wasser nicht zu schocken.“

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