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ANDERSWO SYLTZ

DEUTSCHES UNBEDENKLICHKEITSGESCHWAFEL
Publiziert am: 03.12.07 - Medienformen: Medienform Text

Autor: aXXL
Die letztmögliche Bastion der Befürworter in Sachen Anti-Terrorkampf
Cannabis als Medizin heißt „Unbedenklichkeitsbescheinigung“.
Die Politik fordert, dass der einzelne Kranke, der sich eine Linderung seiner Leiden durch die Nutzung einer der ältesten Heilpflanzen der Welt-Medizingeschichte erhofft, explizit nachweist – und zwar auf juristischem, auf sozialrechtlichem, auf verwaltungsrechtlichem, auf medizinischem – und auf dem Wege von wissenschaftlich „unabhängig“ durchgeführten Doppelblind-Studien, wie sie normalerweise bloß von der Pharmafia geblecht werden können – dass Hanf im jeweilig individuellen Einzelfall wirksam ist.
Als „nicht bedenklich eingestuft“ dürfen - während der einzelne Kranke sich durch die höchstrichterlich vorgegebenen Instanzen quält, um unterwegs durch die Paragrafen- und Gesetzeslabyrinthe möglichst viel Geld und physisch-psychische Stabilität an die Schmarotzer der Prohibition zu verlieren, deutsche Rechtsradikale in Karlshorst aufmarschieren, deutsche soldatische Aufbauhelfer die Infrastruktur für den Welt-Heroinhandel aus Afghanistan erschaffen und deutsche - auf das Grundgesetz vereidigte – Bürokraten dürfen je nach Gusto und persönlich gradueller Perversionslust andere Menschen davon abhalten, eigenes Leid adäquat zu lindern.
„Dürfen sie nicht!“, meint aXXL. „Machen sie aber trotzdem!“ Der deutsche 2.Bildungsweg-Politiker erfindet nämlich schon immer gerne verbrämende, geschnörkelte, gestylte, verniedlichend entschuldigend erklärende Worte für (h)ausgemachte Sauereien ranghöchster Güte, die von der Mehrheit des Volkes kritiklos hingenommen wird wie eine relativ unbedeutende Erhöhung des Preises für fettarme Bio-Milch. Die quer durch alle Parteien laufende Ablehnungsfront gegen Cannabis entspricht in etwa der höchsten Güte-Klassifikation eines nie endendem Haltbarkeitsdatums für Döner aus Gammelfleisch.
Ist aber unbedenklich. Hauptsache, der Börsen-Preis für deutsches Schweinefleisch verfällt nicht. aXXL – von Geburt dummerweise nicht typisch Deutsch – mag auch nicht so recht verfallen, deswegen hält er seinen medizinischen Cannabisgebrauch angesichts der übrigen politischen „Schweine-Problemzonen“ für unbedenklichkeitserprobt genug, um auch während seines momentanen Instanzen-Distanzdurchlaufs mit größtmöglichem Goodwill das dünnblecherne Gefasel zu überhören, welches die gut frisierten Politniks mit den stets topmodischen Brillen vor den nichtssagenden Gesichtern in die vielen blitzlichtgewitternden Kameras und Mikrophon-Stakkettenwälder posaunen, während sich vielen anderenorts Alte, Junge, Kranke, Sieche, Schmerzverzerrte gerne die Finger in die Ohren stecken würden, aber nicht können, weil sie gerade ziemlich verzweifelt versuchen herauszufinden, wie sie die teuren Buds vom unbekannten Freund und Dealer von nebenan zum Preise von durchschnittlich 7,50 € vom Blei, Glasstaub oder Brix befreien können.
Sabine meint wahrscheinlich, das sei unbedenklich und müsse nicht extra bescheinigt werden. „Jedenfalls nicht doppelblind unabhängig“, sylzt aXXL.
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