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Absinthe - die Wiederkehr der grünen Fee
Buch-Tipp
Publiziert am: 06.12.07 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 07dezember artikel Absinthe – die Wiederkehr der grünen Fee

Als Absinth-Liebhaber wird man im deutschen Sprachraum wahrlich nicht mit guter Fachliteratur verwöhnt. Der Nachtschatten Verlag mit Sitz im schweizerischen Solothurn ist der deutschsprachige Fachverlag für Drogenaufklärung, und da sich zahllose Legenden um den Absinth ranken, zeichnen Mathias Bröckers, Chris Heidrich und Roger Liggenstorfer in ihrem Buch „Absinthe - Die Wiederkehr der Grünen Fee“ die bewegte Geschichte des „magischen“ Getränks von seinem Ursprung als Gesundheitselixier über die Rolle als Treibstoff für Künstler und Kreative des Fin de Siècle bis zur Prohibition und zur Wiedergeburt nach.
Zu den berühmtesten Absinth-Trinkern zählten unter anderem Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Edgar Allan Poe, Henri de Toulouse-Lautrec, Oscar Wilde, Charles Baudelaire sowie Ernest Hemingway. Die Mythen und Legenden, die bis heute darüber erzählt werden, haben dafür gesorgt, dass Absinth beinahe 100 Jahre im Untergrund überlebte und nach seiner Legalisierung einmal mehr zu einem Getränk mit Kultstatus avancierte. Ursprünglich im 18. Jahrhundert im Val de Travers im heutigen Schweizer Kanton Neuenburg (Neuchâtel) als Heilelixier hergestellt, stand das Getränk auf dem Höhepunkt seiner Popularität in dem Ruf, aufgrund seines Thujon-Gehaltes abhängig zu machen und schwerwiegende gesundheitliche Schäden nach sich zu ziehen. Moderne Studien haben den Verdacht der Schädigung durch Absinthkonsum nicht nachweisen können. Die damals festgestellten gesundheitlichen Schäden werden heute auf die schlechte Qualität des Alkohols und die hohen konsumierten Alkoholmengen zurückgeführt. Das Buch vermittelt Wissenswertes zur Geschichte des Wermuts und seinem wichtigsten Wirkstoff, dem Thujon. Wir erfahren die Hintergründe der Prohibition und allerlei Mystisches aus der Heimat des Absinthes. Und natürlich befasst sich die reichhaltig bebilderte Absinth-Fibel auch mit Herstellungsverfahren und Trinkritualen, in denen Absinth von Britannien bis Russland konsumiert wird. Sehr schön sind vorallem die Beiträge des inzwischen leider verstorbenen Kulturforschers Sergius Golowin, dessen Name immer für informative und unterhaltsame Ethnologie stand. Neulingen wird durch dieses Buch grundlegendes Basiswissen vermittelt.

Mathias Broeckers, Chris Heidrich, Roger Liggenstorfer:
„Absinthe – die Wiederkehr der Grünen Fee“
Nachtschatten-Verlag 2006,
94 Seiten,
ISBN 978-3-03788 151-4
www.nachtschatten.ch
Roland Grieshammer
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