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Die Hanfberatung im HanfJournal Erste Hilfe für Kiffer
Kascha ist ab sofort per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 14.01.08 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 08januar artikel Die Hanfberatung im HanfJournal

Jan (24) aus Berlin fragt:
„Hi Kascha,
wir wollen einem Freund zu Weihnachten eine Shisha kaufen. Wenn wir die einweihen, wollen wir aber nicht nur Tabak darin rauchen. Ich habe mir das Teil mal angeguckt, habe so etwas auch schon öfter in Shisha Bars geraucht, und kann mir vorstellen, dass das etwas anders funktioniert als in einer Bong?“

Kascha antwortet:
„Hi Jan,
in der Tat funktioniert eine Shisha etwas anders als eine Bong. Wie dir vielleicht mal aufgefallen ist, ist der Tabak den man da rein stopft, sehr feucht und klebrig, und man zündet ihn nicht direkt an, sondern eine Kohle die darüber angebracht ist, bringt die Hitze. Diese feuchte Konsistenz der Rauchmischung muss man also beibehalten, indem man eventuelle weitere Beimischungen ein paar Stunden vorher in den Tabak einlegt. Wenn zu trockene Rauchware durch die heiße Kohle Feuer fängt, wird es nämlich kratzig. Einige Raucher mischen sich Haschisch in den Tabak, das eignet sich dafür besser, vor allem wenn es frisch ist. In der Regel ist das aber alles recht umständlich und wegen der langen Brenndauer der Kohle auch nicht so einfach zu dosieren, man muss sich da wohl etwas einarbeiten. Übrigens werden ja solche Beimischungen in der ,,Shisha-Community“ nicht so gern gesehen, weil gern mal Shishas, in denen nur Tabak geraucht wird, wegen ,,Drogenverdachts“ beschlagnahmt werden. Aber wenn man alles jeden als Drogenkonsumenten verdächtigt, der etwas besitzt, mit dem man kiffen kann, dürften den Besitzern von 1,5l PET Plastikflaschen harte Zeiten bevorstehen...“

Karsten (18) aus Bochum fragt:
„Hallo Kascha,
weil ich während einer Erkältung geraucht habe und mir eine Lungenentzündung eingefangen habe, möchte ich jetzt mit dem Rauchen aufhören. Ich bin aber auch zu faul, mir laufend Kekse zu backen. Meine Eltern fänden das, glaub ich, auch nicht so lustig. Na ja, jetzt wollte ich fragen, was man da sonst so machen kann? Also früher habe ich immer abends einen Spliff geraucht, wenn ich so gechillt und Musik gehört habe, da hätte ich jetzt gern einen Ersatz für..“

Kascha antwortet:
„Hi Karsten,
das ist eine gute Entscheidung, Rauchen ist sowieso nicht unbedingt gesund. Und es gibt tatsächlich Alternativen zu Keksen. Wichtig ist immer ein fett- oder alkoholhaltiges Medium, in dem sich das THC lösen kann. In früheren Jahrhunderten war es üblich, eine Butter-Gras-Mischung die als ,,Konfitüre“ bekannt war, z.B. in den Kaffee oder ein anderes Heißgetränk zu rühren. Die Hitze ist wichtig, damit das THC auch wirksam wird. Neben Kaffee sind auch heiße Schokolade und Milch zu diesem Zweck recht beliebt. Wegen der besseren Löslichkeit bevorzugen viele Konsumenten statt Gras Haschisch. Verschiedene fettige, heiße Nahrungsmittel können ebenfalls mit Cannabis gewürzt werden, zum Beispiel Hühner- oder Gemüsesuppen und sogar Pizza. Dabei setzt einem die Grenzen wohl der Geschmack. Beliebt ist auch, eine Haschisch-Butter-Mischung in Joghurt oder Quark zu rühren. Bei dieser Art des Konsums ist aber immer zu berücksichtigen, dass die Wirkung erst ziemlich spät und manchmal dann sehr plötzlich und heftig einsetzt. Wer Rauchen gewöhnt ist, wird eventuell die Dosis für zu gering halten und, wenn die Wirkung nach 1 Stunde einsetzt, überrascht sein. Also ist es ratsam, sich vorsichtig an die Dosierung heran zu tasten und vorsichtshalber ca. 1 Stunde abzuwarten bevor man beschließt, mehr zu essen. Darüber hinaus hält die Wirkung ca. 6-12 h an, wenn man am nächsten Morgen früh raus muss, sollte man das berücksichtigen.“


Rike (19) aus Wiesbaden fragt:
„Hey Kascha,
ein paar Freunde von mir haben von einem Feld ein paar Nutzhanfpflanzen geklaut. Das enthält ja auch ein bisschen THC, und wenn man genug davon raucht, wird man doch bestimmt auch breit, oder?
Jetzt wollte ich dich mal fragen, wie viel man davon ungefähr braucht, um was zu merken.“

Kascha antwortet:
„High Rike,
ich glaube, da muss ich dich enttäuschen. Erst einmal sind die Pflanzen, die ihr geernet habt, nicht auf Blüten- sondern auf Faserbildung gezüchtet. Die Blüten dürften also recht klein und voller Samen sein. Die Samen könnt ihr übrigens essen, die sind gesund und enthalten viele wichtige Fettsäuren. So jetzt aber zurück zu deiner Rauchfrage:Nutzhanf enthält unter 0,3% THC, normales Gras enthält zwischen 7 und 15% THC. Wenn wir von einem durchschnittlichen Wirkstoffgehalt von 10% bei normalem Gras ausgehen, wäre das das 30fache des THC-Gehalts von Nutzhanf. Wenn du also üblicherweise in einen Joint ein halbes Gramm Gras bröselst, bräuchtest du nun 15g Nutzhanf. Um überhaupt etwas zu merken, müsstest du etwa 3-4g rauchen. Jetzt kommt aber der Witz: Neben THC enthält Cannabis noch einige andere Wirkstoffe, wie Cannabidiol, das Kopfschmerzen und Müdigkeit verursacht. Vielleicht ist euch das bei schlechtem Homegrow schon mal begegnet. Davon dürftet ihr bei 3g Nutzhanf noch genug inhalieren, um den Spaß daran zu verlieren. Dann kommt noch die rechtliche Situation hinzu: Wenn euch mit der Menge jemand erwischt, kriegt ihr erst einmal eine Menge Stress, kein Polizist wird euch auf den ersten Blick glauben, es sei Nutzhanf. Selbst wenn man eine Bescheinigung darüber hat, den Nutzhanf rechtmäßig erworben zu haben, kann es zu sehr unangenehmen Situationen kommen, die dann erst nach einer Wirkstoffanalyse wieder vorbei sind. Was man mit dem Nutzhanf aber vielleicht anfangen könnte, wäre, sich zum Beispiel Hanfschnaps oder Hanfsalat aus den Blüten und Blättern herzustellen. Das wäre dann zwar ohne sonderliche Wirkung aber trotzdem immerhin hanfig im Geschmack.“
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