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"Aktion Sativa":

Eigenanbau entkriminalisieren
Publiziert am: 05.03.08 - Medienformen: Medienform Text

Autor: KIMO
Aufgrund zunehmender Kriminalsierung von SelbstversorgerInnen ruft der Deutsche Hanfverband zur Teilnahme am neusten Protestmailer auf.
Es wird Zeit, sich zu wehren. Und auch mal so stumpfe Plattitüden von „denen da oben“ und „uns da unten“ zu verwenden. Einfach weil unsere Gesetzgeber in Sachen Hanf dazu übergehen, jede/n HomegrowerIn als Schwerkriminellen zu betrachten.
Weil das mit der Eigenversorgung auftretende Phänomen der Vorratshaltung bei der derzeitigen Gesetzeslage nicht geregelt ist, ist jede/r KleinstgärnerIn in den Augen deutscher Strafverfolgungsbehörden ein Dealer.
Trotz der Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts, von der Verfolgung der EndkonsumentInnen abzusehen. Leider war zur Zeit des Urteils Homegrowing in Deutschland weitgehend unbekannt und diese mittlerweile weit verbreite Art der Eigenversorgung konnte in dem Urteil im Jahre 1994 gar nicht berücksichtigt werden. Damit Menschen, die weder anderen schaden noch finanziellen Nutzen was dem Anbau von Cannabis ziehen, endlich aus dem Kreuzfeuer von Polizei und Justiz geraten, fordert der DHV in seinem neusten Protestmailer an unsere Justizministerin Brigitte Zypris:
Homegrower entkriminalisieren - Schwarzmarkt schwächen
Der DHV fordert die Anwendung des §31a ( Besitz einer „Geringen Menge““ und eine damit verbundene Einstellung eines eventuellen Verfahrens) auch für den Eigenanbau. Der Hanfverband argumentiert, dass die Eigenversorgung dem Schwarzmarkt Geld entzöge und so kriminelle Strukturen effektiver zu bekämpfen seien als dies die Polizei könne.
Wir vom Hanf Journal haben immer behauptet, Druck erzeuge Gegendruck, jetzt wird’s wirklich spannend. Wird sich Deutschland‘s Hanfgemeinde mit dem stetig wachsenden Unrecht und der zunehmenden Ausforschung des Privatlebens abfinden oder wird langsam mal ein wenig Bewegung in die Kiffer- und Growerhintern kommen? Wer noch immer glaubt, als Hanfkonsument, egal ob regelmäßiger oder gelegentlicher, keine Strafverfolgung fürchten zu müssen, hat die Zeichen der Zeit verpennt. Es wird Zeit, die Verantwortlichen massiv auf das begangene Unrecht, die Verschwendung von Steuergeldern und alle damit verbundenen Schieflagen in vielen Lebensbereichen aufmerksam zu machen. Jeden Tag. Freundlich und bestimmt, als Bürger dieses Landes. Deshalb schiebt es dieses mal nicht hinaus bis zum St. Nimmerleinstag oder fragt Eure Oma, ob sie für Euch teilnimmt. Ran an den PC und unter: http://hanfverband. de/protestmailer/mitmachen_13.html mitmachen.
Außerdem bietet die Webseite abgeordnetenwatch.de die geniale Möglichkeit, unseren Abgeordneten direkt per e-mail Fragen zum Thema zu stellen. Die Seite von Frau Bätzing ist voll von Anfragen zur Verwendung von Cannabis als Medizin sowie zur Entkrimilasisierung. Bei der Bundesdrogenbeauftragten zeigt sich die Unzufriedenheit vieler Bürger mit der derzeitigen Lage am deutlichsten. Nur so kann unseren Volksvertretern vor Augen geführt werden, dass es sich bei HanfkonsumentInnen nicht mehr um eine Randerscheinung handelt und deren Re- Integration in den nicht kriminellen Teil unserer Gesellschaft von höchster Dringlichkeit ist.
Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns noch die Nachricht, dass es auch dieses Jahr wieder eine Möglichkeit geben wird, seinem Unmut öffentlich Luft zu machen. Am 02.08.2008 um 13 Uhr startet am Alexanderplatz in Berlin die Hanfparade 2008. Mehr dazu in unseren nächsten Ausgaben, nehmt Euch am besten schon mal das erste Wochenende im August frei und kommt zahlreich nach Berlin.
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