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ANDERSWO SYLTZ

KRIEGSSZENARIEN
Publiziert am: 14.04.08 - Medienformen: Medienform Text

Autor: aXXL
Osterbotschaft 2008: In der Bundesrepublik Deutschland fordert der von unterdurchschnittlich schlechter Lügenpropaganda begleitete Krieg gegen Cannabisnutzer aktuell zwar nicht so ausnehmend viele – aber ebenso unschuldige Opfer wie die von der Weltengemeinschaft im Irak, in Afghanistan und in Tschetschenien inszenierten „Kriege gegen den Terrorismus“.

In den besetzten Ländern sind es die schlimmen Kolateralschäden verursachenden Bomben und Gewalt-Exzesse, die das Unrecht unter die geschundenen Völker tragen; hier in der BRD sind es die unklaren Gesetze bzw. der Mangel an „Regelungswerk“, an denen von - seriös geschätzt - 15 Millionen Schmerzpatienten nicht wenige elendiglich zugrunde gehen: Todranke Menschen. Sie werden unbarmherzig verfolgt, inhaftiert, durch Vorenthalten lebenswichtiger Medikation quasi körperlich gefoltert und bis zur absolut kompletten Sozialschädlichkeit finanziell ausgeblutet, bloß weil sie dem überall reichlich vorhandenen Allgemeinwissen und den eigenen Erfahrungen um die gesundheitlich positiven Eigenschaften des Hanfs Vertrauen schenken und sich selbst mit einer rechtlich als „weich“ klassifizierten Substanz therapieren.

Dabei werden sie durch die widrigen Umstände in großen Scharen dem illegalen Handel auf blei- und spitzelgefluteten Schwarzmärkten zugetrieben, an deren Schwachstellen die Cops bloß zu lauern brauchen, um die Systematik des Grauens in Gang zu setzen, die von karrieregeilen Staatsanwälten und anschließend von zumeist sachunkundigen Richtern „menschlich finalisiert“ wird.

Die in jüngster Zeit ergangenen, ausgesprochen harten Gerichtsurteile gegen medizinische Cannabisnutzer vom Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin - SCM - und ihr rigoroses Stempeln zu „Straftätern“ und „Verbrechern“ sprechen eine überdeutliche Kriegskampf-Richtersprache: „Abschaum! Ausschuss! Separationsklientel! Weg mit dem Dreck!“

Die Inhaftierung eines an mehreren drastischen Krankheiten leidenden SCM-Mitglieds ins Knastkrankenhaus Hohenasperg erscheint daher bei näherer Betrachtung ebenso unwirklich grausam wie die Aburteilung des an Morbus Crohn erkrankten Volker Krug (SCM) in Würzburg zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. Ähnlich fahrlässig rochiert man zwischen den zermürbenden Gesetzes- und Bürokratie-Mühlsteinen mit dem bedauernswerten Schicksal von Piet S. in Berlin (SCM), der zwar in einem jahrelangen Prozessmarathon in Sachen medizinischer Cannabisnutzung freigesprochen worden ist, aber – wen wundert’s ? – vom BfArM noch immer keine dringend erforderliche Ausnahmegenehmigung zur Nutzung von pflanzlichem Cannabis erhalten hat und nunmehr als akuter Notfall mit Lebertransplantations-Bedarf in ein Krankenhaus eingeliefert worden ist.

Kolateralschäden der Illegalität.

Da geht’s einem aXXL fast schon zu gut.

Und dennoch: Fast stündlich nehmen sich solche oder ähnlich gelagerte „Fälle“ das Leben, weil sie keinen Ausweg mehr aus ihrer festgefahrenen Labyrinth-Situation sehen und die niederschmetternde Erfahrung haben machen müssen, dass die für die Gesundheitsfürsorge zuständigen Verantwortlichen sich einen abgefuckten Scheißdreck um die Überlebens-Belange der schwächsten aller schwachen Randgruppen kümmern. Ostern 08 in der BRD oder Ostern 08 im Irak: Derzeit wenig bis keine Hoffnung für die zivilen Opfer der „volle Kanne druff mit 4 Säulen-Präventions-Strategie aus Blei, Gittern, Folter und im Namen des Volkes“.
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Mehr zum Thema:

weitere Schreie eines Cannabis Gesundheitsirläufer gibt es in den Dossiers

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