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Holländische Regierung forciert "Magic Mushroom" Verbot

Unüberschaubarer Anteil an frei wachsenden Pilzen fällt unter das Betäubungsmittelgesetz
Publiziert am: 31.05.08 - Medienformen: Medienform Text

Autor: mze
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Die holländische Regierung fordert für Ende des laufenden Jahres ein Verbot aller halluzinogener Pilze. Ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz würde dann schon bei Besitz oder Konsum vorliegen, ein Verkauf getrockneter und frischer Pilze wurde bereits unmöglich gemacht.

Schon im letzten Jahr berichteten wir über den Feldzug des niederländischen Gesundheitsministers Ab Klink und des Justizministers Hisch Balling, die es schafften das direkte Verkaufsverbot durchzusetzen und den Anbau zu Kriminalisieren.

Nun ist der erste Schritt in eine vollständige Eingliederung der behüteten Waldmännlein in die Liste der verbotenen Drogen gegangen worden. Halluzinogene Pilze sollen in die zweite Anlage des so genannten "Opiumwet" aufgenommen werden, womit dann nicht nur der Verkauf sondern auch der Besitz unter Strafe gestellt würde.

Problematisch an dieser Entscheidung ist vor allem, dass ein unüberschaubarer Teil an Pilzarten in dieses Schema fallen und dies obwohl sie zu vollkommen unterschiedlichen Anteilen psychoaktive Substanzen enthalten und eine nicht einzugrenzende Anzahl dieser Arten auf jedem freien Feld oder in jedem Garten wachsen können.

Würde der Antrag angenommen wäre selbst ein unwissender Hausbesitzer mit Grünfläche möglicherweise im Besitz verbotener, harter Drogen und könnte dafür gerichtlich zur Rechenschaft gezogen werden.

Begründet wird das gewünschte Verbot vor allem durch die Verdoppelung der Anzahl auffällig gewordener Konsumenten in den letzten vier Jahren; diese kämen meist aus dem Ausland und seien oft unter 21 Jahren alt.

Noch ist nicht wirklich sicher ob sich das holländische Parlament auf eine Zustimmung des eingereichten Vorschlags einigt, aber die derzeitige Regierungspolitk versucht dem europäischen Gemeinschaftsgedanken entgegenkommend beizusteuern, was eine einheitlichen Drogenpolitk und somit eine Anerkennung des Gesetzesentwurfes höchst wahrscheinlich macht.

Erst seit 2003 werden "Zauberpilze" wegen der geringen Gefährlichkeit als Lebensmittel eingestuft und die geringen, stark variierenden psilocybin Werte waren ein Grund für die dezente Umgangsweise mit den freundlichen Wald-und Wiesenbewohnern. Die Bewertungen in nächster Zeit werden jedoch gerade auf diese unterschiedlichen Werte und somit schwer einzuschätzende Dosierbarkeit gestützt, welche der Grund für den problematischen Umgang seien und oft die Selbstüberschätzung bei den Konsumenten fördere.
Hervorgerufen durch unvorhersehbares und damit risikobehaftetes Verhalten, meint Ab Klink, dass selbst „normale“ Einnahmen der „Zauberpilze“ zu lebensbedrohlichen Situationen führen könnten.

Das unterschiedliche wissenschaftliche Untersuchungen zu anderen Ergebnissen kamen, spielt für Herrn Klink keine Rolle.

Falls der begonnene Feldzug erfolgreich sein sollte, muss sich der Wahrheitsgehalt anschließend anschaulich beweisen lassen. Es ist jedoch ebenso fraglich in wie weit sich der Konsum durch ein Verbot regulieren lässt. Schließlich ist ja gerade das Verbot in der restlichen Europäischen Gemeinschaft dafür verantwortlich das „Trip-Touristen“ ihren Weg nach Amsterdam und das restliche Holland planen. Das dort dann ein übermäßiger Konsum, mit sicherlich nicht immer den angenehmsten Folgen für alle Beteiligen stattfindet, spricht widerum für eine nötige Veränderung im Umgang mit Drogen im restlichen Europa jenseits Holland´s Grenzen.
Präventivarbeit ist hier wiedereinmal das Zauberwort. Wenn Jugendlichen hinter vorgehaltenen Hand von Verbotenem berichtet wird, hören sie gerne aufmerksamer zu als wenn im Deutschunterricht über „blaue Blumen“ gesprochen wird.
Leider fehlt bei ersterer Form der Informationsverbreitung dann oft die Quintessenz oder der Lehrcharakter, was ein anschließendes Aufarbeiten durch die stattfindende ständig bloß dämonisierende Drogenpolitk unmöglich gemacht wird.

Schlimm, dass gerade Holland nun als letzte Bastion im geregelten Umgang mit „zauberhaften“ Substanzen anscheinend die Tücher wirft.
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