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CSU- Drogenbeauftragte: Ohrfeige für Cannabispatienten

Maria Eichhorn‘s Schlag unter die Gürtellinie
Publiziert am: 30.06.08 - Medienformen: Medienform Text

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Dass die CSU einen Antrag der „LINKEN“ zur medizinischen Verwendung von Cannabis abgelehnt hat, verwundert niemanden. Die Begründung der Drogenbeauftragten der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn MdB ist jedoch ein Schlag mitten ins Gesicht hunderter Antragsteller sowie der hohen Dunkelziffer all derjenigen, die aus Angst vor Repression nicht wagen, eine Antrag ans BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) zu schicken: Neben dem üblichen Verweisen auf die Gefährlichkeit von Cannabis, die ausnahmslos auch der medizinischen Verwendung gälten, verweist Frau Eichhorn auf zwei Patienten, die ihre Therapie aufgrund mangelnder Erfolge abgebrochen hätten, nachdem sie eine Genehmigung zur Versorgung mit pflanzlichem THC erhielten. Frau Eichhorn verschweigt jedoch, dass genau diese beiden Patienten nach jahrelangen Kampf statt pflanzlichen Cannabis nur ein umstrittenes Sesamextrakt erhielten, weil dar Bundesgerichthof vorher einen Notstand anerkannt und das BfArM aufgefordert hatte, den Klägern Zugang zu natürlichen Hanfblüten zu gewähren. Den gab es dann auch, aber nicht wie in anderen Ländern üblich, in Form von Hanfblüten aus der Apotheke. Statt dessen gab es das Extrakt auf Sesamölbasis das vorher weder an Tieren noch an Menschen getestet wurde. Der holländische Hersteller THC-Pharm warnte das BfArM schon bei der Bestellung, dass Extrakt habe wahrscheinlich nicht die erwünschte Wirkung und werde nur auf auf Wunsch der deutschen Behörde hergestellt. Ohne Garantie. Schon dieser Vorgang ist an sich ein Skandal. Patienten als Versuchskaninchen. Die ausbleibende Wirkung war dann auch der Grund, warum die Patienten die Therapie abbrachen. Trotz höchst zulässiger Dosierung linderte das Extrakt keinerlei Symtome (http://hanfjournal.de/hajo-website/artikel/2007/11/s01_extrakt.php). Mittlerweile kämpfen beide wieder mit dem BfArM für eine Versorgung mit natürlichem Cannabis, das über Jahre hinweg eine positive Entwicklung des Krankheitsbildes bewirken konnte. Einer der beiden war auf telefonische Anfrage unserer Redaktion empört über die aus dem Zusammenhang gerissene Erwähnung seines Falls durch die CSU Drogenbeauftragte. Das Vorenthalten eines Medikaments ist eine Sache, aus der zur Zeit ausweglosen Situation kranker Menschen politisches Kapital schlagen zu wollen, indem man die Sache mit dem Extrakt einfach mal verdreht, ist skandalös und zudem unangemessen.
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