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Elektro-Gaming Tempest 2000, X³, 3000
Ein psychodelischer Ritt auf dem Farbstrahl
Publiziert am: 04.08.08 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 08august artikel Tempest 2000, X³, 3000

Tempest heißt Wirbelsturm und genau das ist dieses Spiel. Ein unkontrollierbarer Rausch aus Farben, Action und treibender Musik.Unkontrollierbar in seinen Auswirkungen, aber nicht im Gameplay. Schwere Folge: Suchtgefahr!

Der Spieler in Tempest ist ein abstraktes Dreiecksgebilde und befindet sich auf dem äußeren Rand eines Gittergebildes und zerstört eine ständig aus dem Hintergrund anrückende Feindesschaar. Falls einer der Gegner vom unteren Anfang des Gitters auf den oberen Rand gelangt, darf sich der auf diesem Rand bewegende Spieler nicht von diesem Gegner Berühren lassen. Mann schießt also ständig in den Untergrund und versucht diesem ständigen Anrücken Einhalt zu gebieten, um weiterhin frei auf seiner Bahn zu agieren. Nach einer gewissen Zeit oder Anzahl vernichteter Gegner, rauscht man die Bahn herab und landet auf einem neuen, anders geformten Gitter.
Bei Tempest 2000 dreht sich alles um Optik. Nicht um schöne Grafiken, sondern um Optik.
Neonfarben regieren das Bild. Alles rotiert und bewegt sich flüssig über den Bildschirm. Herannahende Gegner verteilen sich bei Abschuss über dem gesamten Spielfeld zu hunderten Einzelpunkten. Haben zu viele Gegner den halben Weg in der Gitterbahn nach oben überstanden zündet man die Smartbomb. „Eat Electric Death“ knallt es. Ein konsequenter Farbenblitz zuckt über den Bildschirm und zerstört alles was einem an den Kragen will.
Alle paar Abschüsse hinterlassen Gegner eine kleinere Farbröhre. Sammelt man diese Röhren ein, levelt man auf und bekommt allerlei nützliche Upgrades. Sammelt man fleißig diese Röhren während eines Levels, bekommt man bei genügender Anzahl einen Spezialpunkt den man über die Level hinweg mitnimmt. Hat man drei dieser Spezialpunkte, geht´s beim Verlassen eines bestandenen Levels über in eine Bonusstage.
Diese bieten dann das absolute Gegenteil zu dem adrenalintreibenden Dauergeballer auf der Gitterbahn. Ruhig und schwerelos muss man in einer Lavalampen ähnlichen Umgebung durch fliegende Ringe steuern. Spektakulärer fällt jedoch die zweite Bonusstage nach Level 20 aus. Diese ist eine der wunderbarsten Erfahrungen die man in einem Videospiel machen kann. Als bunter Farbstrahl muss man in einer Farbenbahn den erforderlichen Bereichen folgen und lenkt sich durch diese psychodelische Tunnelbahn. Der grafische Faktor ist vergleichbar mit Indischen Stickereien, die sich auf Einwirkungen von LSD selbständig machen.
Dieser Mix aus Drogenoptik, Style, Techno, Adrenalin und Ruhe, gepaart mit einem der unverwüstlichsten Spielkonzepte aller Zeiten, machen aus Tempest 2000 einen Vorreiter der heutigen „coolen“ Videospielkultur und sollte von jedem Psychonauten mindestens einmal ausprobiert werden. Schneller und schöner kommt man selten in den Flow.
Jedem Freund alter Arcade-Spiele mit dem Faible für´s psychodelische, sei dieser Meilenstein ebenso allerwärmstens empfohlen.

In diesem Sinne: „Bring the Beat back!“

mze
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