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Der Trip einer Katze

Katzenminze und ihre (Neben-)Wirkungen
Publiziert am: 02.09.08 - Medienformen: Medienform Text

08september Artikel katzenminze
Diese Lippenblütler gehören zu den mehrjährigen Pflanzen und überraschen mit einem individuellen Aussehen. Somit ist für jeden Geschmack etwas dabei, und sogar der Züchter dürfte bei einigen Kreuzungen noch immer überrascht über das Ergebnis sein. Die bisherigen Heilerfolge sind vielversprechend. Es wirkt harntreibend, menstruationsfördernd, abtreibend, krampflösend, fiebersenkend und findet auch Verwendung bei Verletzungen zur äußeren Anwendung als Umschlag. Doch die Katzenminze (Nepeta cataria) ist auch bei Haus- und Großkatzen beliebt. Ihrem Duft können nur wenige widerstehen, denn das in Stiel und Blättern enthaltene Nepeta-Öl macht sie geradezu verrückt. Es beginnt mit intensivem Sniffen, die aufkommende Ekstase wird durch Kaubewegungen (Flehmen), Köpfchengeben, Seitenreiben, Wälzen oder Rollen gezeigt. Das Verhalten ähnelt einer sexuellen Erregung - ist aber keine, da auch kastrierte Katzen auf den Duft reagieren. Auch im Baldrian (Valeriana officinalis), das auch Katzenwurzel oder Katzenkraut genannt wird, gibt es ein ähnlich wirkendes Öl. Der Trip dauert 5-15 Minuten, biochemisch sind die Reaktionen ähnlich wie bei LSD oder Haschisch. Die Nepeta-Ölmoleküle erzeugen im Riechzentrum des Großhirns psychedelische Reaktionen (euphorische Trance- und Rauschzustände). Die Katze starrt entzückt, entrückt oder vielleicht sogar verrückt ins Nichts oder jagt eine Phantombeute. Dass gerade ätherische Öle und bestimmte Düfte bei Katzen Stress auslösen können, wird dabei überhaupt nicht bedacht, denn schließlich reagieren nicht alle Katzen positiv darauf. Sicher kann Katzenminze im einen oder anderen Problemfall helfen, aber das „Mittel Nr. 1“ bei allen Verhaltensauffälligkeiten ist die Hinterfragung und Beseitigung der Ursache. Wer garantiert eigentlich, dass diese Mittel keine Nebenwirkungen oder Folgeschäden verursachen? Die Hersteller sicher nicht, und die Frage nach den „Nebenwirkungen“ kann nur die Katze beantworten.

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