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Die Hanfberatung im HanfJournal Erste Hilfe für Kiffer
Kascha ist ab sofort per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 08.09.08 - Medienformen: Medienform Text

cannadin

Robert (17) aus Hildesheim fragt:
„Hi Kascha,
ich trinke gern Tee und würde mir auch gern mal einen Gras-Tee kochen. Der Hanftee, den es bei uns im Bioladen gibt, hat nicht genug THC, meinen meine Freunde aber wir haben eine Pflanze und würden es damit mal probieren. Meinst du so ein Tee bringt was?“

Kascha antwortet:
„Hi Robert,
also mit dem Hanftee aus dem Bioladen haben deine Freunde recht. Wenn der mehr THC hätte als die völlig wirkungslose in Deutschland zugelassene Dosis, würden ihn wohl nicht nur Teefreunde kaufen, zumal er preislich durchaus konkurrenzfähig wäre. Wenn deine Pflanze illegalerweise genügend Wirkstoff enthält, gibt es durchaus Chancen für ein interessantes Tee-Erlebnis.
Es gibt verschiedene übliche Möglichkeiten einen Hanftee zuzubereiten. Wichtig für alle sind zwei Eigenschaften des THC: Es löst sich bei Wärme, was bei Tee kein Problem sein dürfte, und vor allem in Fetten und Alkohol, dafür schlecht in Wasser. Ein reiner Wasseraufguss dürfte also eher enttäuschend wirken.
Zwei Zubereitungsweisen sind besonders verbreitet, die erste, denke ich, sogar ein bisschen mehr. Dabei wird das Gras mit kochendem Wasser aufgegossen, zu dem Milch oder, wegen dem höheren Fettgehalt, Sahne, zugefügt wird. Das Ganze wird dann gründlich ziehen gelassen und mit der nötigen Vorsicht genossen, nicht nur weil es möglicherweise noch heiß ist.
Für die zweite Zubereitungsweise hat man üblicherweise einen normalen Tee als Grundlage, das kann Hanftee aus dem Bioladen sein oder ein Aufguss aus den geernteten Blättern oder ein beliebiger anderer Tee je nach Geschmack. Das Gras wird separat, zum Beispiel in einem kleinen hitzeresistenten Gläschen, mit wahlweise Alkohol (meist Rum) oder Butter gemischt und erhitzt. Diese bunte Mischung kommt dann in den heißen Tee und wird gut umgerührt.
Es ist vor allem, wenn man mit dem oralen Konsum noch nicht so vertraut ist, wichtig zu beachten, dass die Wirkung im Vergleich zum Rauchen recht spät, manchmal erst nach einer Stunde eintritt, und dafür bis zu 12 Stunden anhalten kann. Den Tee zu probieren ist also keine gute Idee wenn man am nächsten Tag eine Matheprüfung schreibt oder am Tag sonst noch irgend etwas vor hat, für das man besser nüchtern wäre.“

Nadine (21) aus Frankfurt fragt:
„Hallo Kascha,
ich kiffe jetzt seit 5 Jahren und hatte noch nie Probleme damit. Mein Abitur war gut, ich habe eine Ausbildung und kann mir im Moment gar nicht vorstellen, warum ich mit dem Kiffen aufhören sollte. Mein neuer Freund ist allerdings Nichtraucher und ihn stört zwar nicht, wenn ich bekifft bin, aber er mag es gar nicht, wenn ich nach Rauch rieche. Hast du eine Idee, was ich da machen kann, auf Kekse möchte ich aber nicht umsteigen, weil mir das zu kompliziert ist?“

Kascha antwortet:
„Hey Nadine,
gut, dass ihr da versucht, einen Mittelweg zu finden: Wenn du gegen deinen Willen aufhören solltest zu kiffen oder du deinen Freund weiter mit Rauch belästigen würdest, gäbe das nur unnötigen Streit. Leider hilft ein Kaugummi nach dem Joint nicht wirklich so viel, wie man selbst glaubt. Am sinnvollsten ist vielleicht, wenn du auf Rauch möglichst komplett verzichtest. Kekse sind da sicher nicht die perfekte Lösung, weil sie später, länger und etwas anders wirken und sich daher schwieriger in den Tagesablauf integrieren lassen. Andere Möglichkeiten hängen davon ab, wie viel du kiffst. Wenn es nur am Wochenende oder seltener ist, hilft dir vielleicht eine kleine Purpfeife weiter. Die Menge des inhalierten Pflanzenmaterials ist im Vergleich zum Joint sehr gering, entsprechend entsteht auch weniger Rauch. Hinterher etwas trinken und einen Bonbon lutschen, dann ist der Geschmack auch recht schnell wieder weg und die Haare und die Kleidung werden wesentlich weniger eingenebelt als wenn man eine Weile an einem Joint raucht.
Wenn du öfter rauchst, empfiehlt sich vielleicht auch die Anschaffung eines Vaporizers. Die gibt es in verschiedenen Größen und Preisklassen und du müsstest dich für das Modell entscheiden, das deinen Vorlieben am ehesten entspricht. Gemeinsam haben sie, dass das Gras verdampft und nicht verbrannt wird - und wenn du keinen Rauch inhalierst, riechst du auch nicht nach Rauch. Dafür hast du dann einen Geschmack im Mund, der entfernt an Hanflutscher erinnert, aber im Allgemeinen nach ein paar Schluck Wasser wieder weg ist.“

Kerstin (23) aus Berlin fragt:
„Hallo Kascha,
ich kiffe noch nicht lange, erst durch meinen Freund. Nun ist mir aufgefallen, dass er vom Kiffen immer total rote Augen bekommt, das sieht manchmal schon gruselig aus. Meine Augen bleiben aber eigentlich immer ziemlich normal. Woran liegt das, wir rauchen doch das gleiche Haschisch, auch wenn er manchmal etwas mehr raucht?“

Kascha antwortet:
„Hi Kerstin,
in der Tat bekommen manche Menschen vom Kiffen rotere Augen als andere. Das kann viele Ursachen haben, besonders wer von Natur aus empfindliche oder trockene Bindehäute hat, kann knallrote Augen bekommen und das auch als recht unangenehm empfinden. Wenn man viel an einem Bildschirm sitzt, zum Beispiel bei Bürojobs, sind die Augen oftmals zum Feierabend ebenfalls recht angestrengt und reagieren empfindlicher. Bei manchen Kiffern wiederum wirkt sich der Konsum kaum auf die Augen aus, so dass man es ihnen wenig ansieht. Besonders Haschischraucher berichten häufiger über rote Augen als Grasraucher. Wenn ihr beide das gleiche Dope raucht, denke ich, dass er einfach ein wenig anders darauf reagiert. Das ist also kein Grund zur Sorge. Sollte ihm das allerdings unangenehm werden und zu der Rötung noch Juckreiz oder Brennen hinzu kommen, könnten Augentropfen helfen. Noradrenalinhaltige Augentropfen schwellen die Blutgefäße ab und lindern die Rötung, das ist ohne ärztlichen Rat allerdings keine Dauerlösung. Sollte er auch Probleme mit den Augen haben, wenn er nicht bekifft ist, zum Beispiel zu Bindehautentzündungen neigen, kann sicher auch ein Augenarzt weiter helfen.“
Kascha
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