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Rausch und Drogen in der Gegenwartskunst
Kunsthaus Dresden zeigt "UNDER INFLUENCE"
Publiziert am: 18.09.08 - Medienformen: Medienform Text


Kunst und Drogen sind oft untrennbar miteinander verwoben. Diesem Umstand wird in der Kunstwelt aber viel zu wenig Rechnung getragen, da Drogenkonsum gesellschaftlich geächtet ist. Das Dresdener Kunsthaus weist mit seiner aktuellen Ausstellung genau auf diesen gesellschaftlichen Widerspruch hin. "In den alten Kulturen, eingebunden in religiöse und rituelle Zeremonien dienten Rauschmittel dazu "Kontakt zu Göttern" herzustellen, eine nötige Einsicht zu konstituieren oder durch eine an Drogen gebundene Inspiration kulturelles Wissen anzureichern. Die neuen Drogen und der zeitgenössische Konsum von Suchtmitteln dienen hingegen als gesellschaftliche Stabilisatoren. Fit, wach, flink, schön: Ob Ritalin, das die neu generierte Kinderkrankheit ADS verdecken soll, die Nase, die zwischendurch die eigene prekäre Arbeitssituation kompensiert, oder der kontrollierte Blackout am Wochenende, der erlaubt ist, solange am Montag wieder alle da sind - Drogen werden heute genommen, um zu funktionieren. Der alte Junkie an der U-Bahn-Station ist ein übrig gebliebener Rest, der im Außen verdeckt, was im Verborgenen geschieht. Somit sind "Rauschgenüsse" heutzutage beinahe jeglicher kulturhistorischen Idee von Initiation oder Transzendenz entledigt, sie dienen mittlerweile dazu, das individuelle Rad am Laufen zu halten oder dank des hart verdienten Geldes richtig aufzudrehen. Dass das Rad dabei häufig zum Stillstand kommt, ist Teil der Doppelmoral. Die Ausstellung im Kunsthaus Dresden versammelt 15 internationale zeitgenössische Positionen, die das Thema Rausch, Drogen und Sucht zum einen als subjektives Empfinden und zum anderen als gesellschaftliches Phänomen bzw. Problem darstellen. Die künstlerischen Auseinandersetzungen spiegeln Beweggründe, Sehnsüchte und die damit verbundene Ambivalenz wider, die in unserer Gesellschaft entscheidet, was eine "Droge" ist und was nicht." Mehr hierzu: Rausch und Drogen in der Gegenwartskunst im Kunsthaus Dresden
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