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Das Wichtigste zum Schluss

Wer glaubt, dass Ernte, Trocknung und Lagerung nebensächlich seien, irrt!


Publiziert am: 05.09.08 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Babo Mera
hanfjournal 08oktober artikel trocknung und lagerung
Trichomköpfe
So lecker das Gras auch vor der Ernte aussehen mag, sollte es zum falschen Zeitpunkt geerntet und falsch getrocknet werden, kann es schnell zu ungenießbarem Gras kommen. Leider passiert dies vor allem bei Anfängern häufig, dass sie meist zu früh ernten oder versuchen, so schnell wie möglich ihr Gras zu trocknen. Da werden dann Schnelltrocknungsmethoden wie Backofen oder Mikrowelle zu Hilfe genommen. Dass solche Aktionen zu keinem guten Ergebnis in Hinsicht auf Geschmack und Wirkung führen, sollte eigentlich jedem klar sein oder schnellstens klar gemacht werden.
Ernten:
Ziel des richtigen Erntezeitpunktes besteht darin, eine hohe THC-Konzentration sicherzustellen, um dadurch die höchstmögliche psychoaktive Wirkung zu erreichen.
Das Problem ist nur, dass während aus CBD (Cannabidiol) THC gebildet wird, parallel ein Abbau von THC zu CBN (Cannabinol) verläuft. Somit ist es wichtig zu ernten, wenn die Produktion des THC´s ihren eigenen Abbau zu CBN überwiegt.
Wird die Pflanze zu früh geerntet, wird einiges an Erntemasse und Wirkstoffgehalt verschenkt. Wird wiederum zu spät geerntet, ist der Abbau von THC zu CBN schon im vollen Gange und hat den Nachteil, dass das Gras einen stark ermüden lässt.
Um einen fast perfekten Erntezeitpunkt zu bestimmen, sollte man sich am besten an einem Taschenmikroskop bedienen. Damit lässt sich leicht und deutlich die Trübheit der Trichomköpfe feststellen. Am Anfang der Blüte sind die Trichomköpfe klar wie Wasser und werden mit zunehmender Reife milchig. Das ist das Zeichen zum Ernten!
Wem 15€ für ein einfaches Taschenmikroskop zu viel sind, wird sich wohl auf die Verfärbung der Härchen verlassen müssen. Sind diese zu 70 Prozent bernsteinfarben verfärbt, sagt man, ist die Pflanze reif. Dies kann man zwar grob zum Bestimmen des Erntezeitpunktes benutzen, besser und genauer ist man aber mit einem Taschenmikroskop bedient.
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, daher kann auch unter den Growern der eigene optimale Erntezeitpunkt unterschiedlich ausfallen. Die einen mögen es lieber, wenn ein wenig zu früh geerntet wird, da zu diesem Zeitpunkt die Harze sehr aromatisch sind und die Wirkung lässt sich als munteres und lebhaftes High beschreiben. Andere hingegen ernten so spät wie möglich um ein starkes, Harzreiches Gras zu bekommen, das stärker auf den Körper einwirkt und einen regelrecht in die Couch drückt.
Dies kommt aber auch immer auf die Sorte drauf an!
Um selbst herauszufinden, wann der optimale Erntezeitpunkt ist, kann der Züchter über mehrere Wochen hinweg alle paar Tage ein paar Blüten ernten und testen. So verfügt er über Proben aus alle Reifenstadien und kann sich selbst ein Bild von dem persönlich besten Erntezeitpunktes machen.
Trocknen:
Ist die Ernte vollendet, geht es ans Eingemachte. Zunächst wird die Pflanze in einzelne Triebe zerlegt und die Blüten soweit wie möglich von den kleinen Blättern bereinigt. Eine Entfernung der Blätter im Nachhinein ist eine viel zu große Fummelei und hat während des Trocknens keine Auswirkungen auf den Geschmack oder sonstige Eigenschaften.
Die soweit wie möglich blattfreien Blüten werden nun in kleinere, Golfball große Stücke zerkleinert. Das erleichtert und beschleunigt die Trocknung, da so das gesamte in den einzelnen kleinen Buds vorhandene Wasser leichter austreten kann.
Sind die Blüten zerkleinert, werden diese auf Siebe oder dünn gespannten Tüchern ausgelegt.
Der gesamte Trocknungsvorgang muss partout in einem verdunkelten Raum stattfinden, wofür sich am besten eine Homebox oder ähnliches eignet, da dort schon für die richtige Klimatisierung gesorgt ist, mittels Rohrlüfter und Aktivkohlefilter. Ein Ventilator sorgt zudem noch für eine gute Luftzirkulation während der Trocknung und beugt somit eventueller Schimmelbildung vor.
Vermieden werden sollte beim Trocknen unbedingt eine zu hohe Raumtemperatur und zu niedrige Luftfeuchte, da dadurch die Buds schneller trocknen als sich das Chlorophyll abbaut. Das würde am Ende bedeuten, dass sich ein sehr markanter Geschmack in die Zellgewebe einschließt und wohl möglich für immer erhalten bleibt.
Ist es aber zu kalt und feucht, besteht Gefahr von Schimmelproblemen. Deshalb sollten starke Klimaveränderungen vermieden und versucht werden, kontinuierlich die Temperatur bei ca. 20°C und die Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und allerhöchstens 50% zu halten.
Nach ungefähr zehn Tagen trocknen in absoluter Dunkelheit und Berücksichtigung der erwähnten Faktoren, sehen die kleinen Buds nun äußerlich trocken aus, besitzen im Inneren jedoch noch eine gewisse Restfeuchte.
Das ist der Startschuss zum verpacken der Buds in luftdichte Behälter. Hierbei wird der Behälter mit den Blüten einen Tag lang luft- und lichtundurchlässig geschlossen gehalten, wodurch die noch vorhandene Feuchtigkeit in den Blüten an die Oberfläche tritt. Um eine Schimmelbildung durch die austretende Feuchtigkeit zu verhindern, wird immer nach einen Tag Verschlossenheit, der Behälter mit dem Gras ausreichend gelüftet. Nachdem es äußerlich abgetrocknet ist, wird der Behälter wieder für einen Tag verschlossen und abermals anschließend gelüftet. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis sich nichts mehr verändert.
Wer die gesamte Prozedur bis zum Ende hin durchgezogen hat, wird merken, dass Geruch und guter Geschmack erst jetzt richtig zur Geltung kommen.
Sind die Buds noch zu feucht oder wird während der Trocknung der Blüten im luftdichten Behälter mal das Belüften vergessen, kommt es häufig zu Schimmelbildung. Macht sich nur das kleinste Anzeichen bemerkbar, muss der betroffene Teil sofort in den Müll verfrachtet werden und die restlichen Blüten die im selben Behälter waren, umgehend vollkommen ausgetrocknet werden.
Lagern:
Wer vorhat, seine fertig getrockneten Buds über einen längeren Zeitraum zu lagern, sollte diese stets an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren. Würde man die Blüten im Karton oder ähnlich luftdurchlässiges lagern, würde der Zerfall von THC zu CBN weiter von statten gehen. Daher ist es ratsamer, hitzeversiegelte kochbare Plastikbeutel zu verwenden, da Sie luft- und wasserundurchlässig sind. Zudem sollten die Blüten dicht gepackt gelagert werden, damit sie vor eventuellen Abrieb geschützt sind.
Wer vorhat seine Ernte einzufrieren, dem sei gesagt, dass zwar der Zerfall von Cannabinoiden verlangsamt wird, dass es aber auch nachteilige Wirkungen hat. So muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Blüten gründlich getrocknet sind, ansonsten werden die an der Oberfläche abgesonderten Harze geschädigt.
In keiner Weise soll dieser Bericht zu Straftaten und sonstwie illegalen Aktionen aufrufen, er dient lediglich der Aufklärung, Information und appelliert ausschließlich an den gesunden Menschenverstand eines jeden erwachsenen, verantwortungsbewussten Menschen.


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