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Rolys Silberscheiben des Monats Oktober
Publiziert am: 10.10.08 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 08oktober artikel Curse: Freiheit
Curse: Freiheit
(alles real records / subword)


Erwartungen sind Projektionen. Das höchste Ziel ist, musikalisch und lyrisch frei zu sein. Nur so bewegt man sich vorwärts auf seinem Weg, statt sich in eingefahrenen Straßen nur noch selbst zu kopieren. Musik und Kunst überhaupt sollte nie aus Angst und mit Barrieren entstehen, sondern immer aus dem tiefen Bedürfnis heraus, Limits und Mauern zu durchbrechen! Nach (uns die) „Sinnflut“ (2005) schlägt sein neues Werk „Freiheit“ wieder alle Register! Es klingt, als werfe hier ein Künstler den Ballast der Vergangenheit ab, um sich auf eine Reise zu dem zu begeben, was auch die erste Single mit Herrn Westernhagen verkündet. Hier gibt es keine Beat-Layouts, in denen Kick und Snare hin und wieder gemutet werden und die Busy fett gemischt hat, sondern Songs, die sich durch Arrangements und Reifeprozesse entwickelt haben und die eine inhaltliche Relevanz für Menschen haben, egal welchen musikalischen Background sie haben. Frisch, positiv und frei beweist Curse Mut zu schonungslosen Texten. Mut zu feinsinnigem Humor. Mut zu viel Gesang und zu viel Melodie. Mut dazu, sich abseits jeglicher Genre-Grenzen zu begeben. So gibt es diesmal auch kein einziges Rap Feature, doch dank Clueso, Jenny Willemstijn, Nneka, Patrice, Jaguar Wright und Silbermond stört mich das nicht im Geringsten. Bassmastah Haze, Livebassist von Curse (sowie Freundeskreis) grundierte etliche Songs mit seinen Basslines. Patrick Ahrend, der Produzent und Pianist des bewegenden Klassikers „Und Was Ist Jetzt“, komponierte den metaphorischen Song „Wenn Ich Die Welt Aus Dir Erschaffen Könnte“, in dem sich exemplarisch die Charakteristiken des Albums widerspiegeln. 100 % garantierte Gänsehaut gibt’s mit „Lila“. Danke, Curse – ich zieh‘ den Hut vor Dir!
www.myspace.com/cursearr
www.curse.de
a href="http://www.allesrealrecords.de">www.allesrealrecords.de
www.subword.de




SilbaRueckenBeatzEntertainment presents Dainjahruz Crowned
The ultimate myspace Drum&Bass Compilation – 1st Wave


Das auffälligste Merkmal erwachsener Gorillamänner ist neben ihrer Größe der so genannte Silberrücken. Abgesehen davon ist diese Primatengattung aus der Familie der Menschenaffen für anspruchsvolles Entertainment bekannt und das wird nun auf der ultimativen myspace Drum&Bass Compilation „Dainjahruz Crowned“ mit 13 Hits direkt aus dem Urwald untermauert. Die erste Welle schlägt eben solche, denn N-noiz hinterlässt mit „Legacy Of Hal“ schon mal düstere Spuren. Typecell von Protogen Records aus Kassel zeigt mit den Tunes „Next Stage“ und „Alone In The Dark“ seine deepe, musikalische Seite. Animalisch wird es mit Tiger & Dragon und ihrem ehrfürchtigen Kampfkunst-Drama „Petrified“. Mad Vibes & Feindsoul aus dem Hause Sidechain Music lassen mit ihrem feinen Stepper „Jericho“ die Beats bis an das Westufer des Jordans erklingen, ohne die so wichtige, rollende Bassline zu verachten. Letzteres ist auch das perfekte Stichwort für Nursa, der mit „Jah Zound“ einen exzellenten Jumper für alle Junglisten mit Rootsbewusstsein gezaubert hat. Eine weitere Dubplate liefert der britische Newcomer Oracle mit „Squelsh“, was mit dem Hardcore Vibe der goldenen Jahre zu überzeugen weiss. Auch Ninjatrone (USA), Hansollo (PL) und Kodin (Kroatien) mischen mit internationalem Flair und peitschenden Breakbeats den Dancefloor auf. Schliesslich bewältigt der gute Steez seinen „Conflict“ mit dem, was er am besten kann – atmosphärisch dichtem Future Jazz. Und auch die Klavierliebhaber kommen dank Phantom Warrior und dem finalen „Pianomen“ auf ihre Kosten. 1st wave straight outta the jungle – true heads wasn’t born to follow …
www.myspace.com/srbentertainment
www.silbarueckenbeatz.com




Polarity: Syntax
(producer network records)


Polarity aka Robert Agthe ist ein engagierter Drum&Bass-Produzent aus Aglasterhausen in der Nähe von Mannheim – aber das wissen wir ja alle. Der Gründer von producer-network.de - der Internetplattform zum Austausch für Produzenten elektronischer Musik - überzeugte bereits mit Releasen auf High Tension, Urban Takeover, Protogen Recordings, Giana Brotherz, Trickdisc, Breakform und Thermal Recordings und wirkte auch auf den hauseigenen Compilations „Dubstep Sessions Volume 1&2“ kräftig mit. Mittlerweile fristet er sein Eisleben in Berlin und hat kürzlich auf der audiomassiven Release-Party „Spass am Bass“ einen vielversprechenden Mix aus Drum&Bass, Breakz, Dubstep und House zum Besten gegeben, der nicht nur mich sehr gekickt hat. Seine Erlebnisse und Visionen vereint er nun auf seinem neuen Werk „Syntax“, womit er an den klassischen Beatgerüsten des Drum&Bass gehörig rüttelt. Wegweisend neben dem grandiosen Cover von Marie Schweiz ist auch die Veröffentlichung als kostenloser Download (im ersten Monat) in höchster Qualität für alle Musikliebhaber. Die ständige Polarität an Styles ist nach wie vor in seinen Tracks vorzufinden, womit er seinem Namen gerecht wird. Ein tragischer Blick auf den Dancefloor, mit der Dramatik der frühen Tage und der Technik von morgen. Sieben Tanzperlen mit Seele, aber nichts geht über „Down Under“, den epischen Titeltrack und „Seven“. Klingt wie Filmmusik oder Milch mit Cola – willenlos!
www.myspace.com/masturbieren
www.producer-network.de
www.polarity-dnb.de




Various: Influences - Compiled & Mixed by DJ Marky
(bbe records)


Wenn wir an Brasilien denken, sehen wir automatisch Rio De Janeiro mit seinen weissen Sandstränden, den Zuckerhut im Hintergrund. Richten wir unseren Blick jedoch auf die kulturelle und musikalische Szene Brasiliens, steht Sao Paulo ganz eindeutig im Fokus. Jene stetig wachsende, zweitgrößte Metropole der Welt ist der Brennpunkt der elektronischen Musik dieses Landes und Heimat von DJ Marky, der in diesem kulturellen Schmelztiegel mit seinem traditionellen brasilianischen Sound aus Funk und Jazz aufwuchs und so seine Leidenschaft für Musik entwickelte. Durch die Arbeit im Plattenladen Up Dance Records war er einer der ersten, den die Drum&Bass Welle aus England erreichte. Hier traf er unter anderem auch auf XRS, mit dem er später das Label Innerground gründete und viele legendäre Tunes produzierte. Der Rest dürfte hinlänglich bekannt sein. Interessant sind natürlich (für mich) immer die Einflüsse der Künstler, die ich schätze und nun gibt mir DJ Marky Antworten auf meine Frage: „My influences are from all over the place. I have a mad record collection that has all sorts from old soul and Motown to Broken Beat and Trip Hop; it’s all in there! Variety is a spice of Life!” Und genau das manifestiert sich auf dem eindrucksvollen Showcase „Influences” mit 16 Classics (grossartig: Whodini, Sugar Rock und Manix) und einem „Continuous Mix”, der den Bogen von Brazil Jazz, 70er Soul, Funk und Disco über 80er Boogie zu Hardcore und Drum&Bass spannt. Top!
www.myspace.com/djmarkyinnerground
www.bbemusic.com

Roland Grieshammer
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