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Rolys Silberscheiben des Monats Oktober
Publiziert am: 10.10.08 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 08oktober artikel Phazz Forvert presents Dub Be Good To Me
Phazz Forvert presents Dub Be Good To Me
(phazz-a-delic new format)


Der Hit „Dub Be Good To Me“ von Beats International schaffte es in angenehmer Weise Dub- und Pop-Elemente zu etwas Neuem verbinden. Damit stellte der Track eine interessante Schnittstelle zwischen mehreren Welten dar und ist sicher als Klassiker zu bezeichnen. So hat dieser Titel zur vorliegenden Compilation inspiriert, die den Auftakt zu einer Serie gemeinsamer Mode-Musik-Aktionen zwischen dem Kölner Clothinglabel Forvert und dem Heidelberger Musiklabel Phazz-a-delic New Format Recordings bildet. Hier wird zur Abwechslung mal nur deutschen Produzenten eine Plattform gegeben, und meine anfängliche Skepsis, dass ja immer nur Kingston das einzig wahre Ding zu sein scheint, ist beim Hören schnell verflogen. 16 sommerlich erfrischende Dub-Perlen zeigen, dass auch hierzulande Bässe gekonnt in die Untiefen der Frequenzen geleitet werden. Neben bekannten Acts wie Rhythm & Sound, DePhazz, Umberto Echo und Razoof gesellen sich neue Yardies wie Dub In A Nutshell, Sista Gracy oder Trans Mo Gri-Fi, die mit ihrer Coverversion des Rock-Klassikers „Whole Lotta Love“ das Original gekonnt in ein dubtronisches Sommer-Bonbon einschmelzen. Die beiden Tracks von Rhythm & Sound wurden übrigens kürzlich in einem Dub-Special einer bekannten Kölner Musikzeitschrift in die Reihe der wichtigsten Dub-Veröffentlichungen so far eingereiht. Ich gehe fest davon aus, dass sowohl Dubheads als auch Dub-Touristen gleichermaßen begeistern sein werden …
www.myspace.com/phazzadelic
www.forvert.com
www.phazzadelic.com




Wackies: Wackies Sampler Vol. 3
(wackies / indigo)


Wir erinnern uns: Rhythm & Sound erwirbt die Rechte am Katalog des legendären New Yorker Wackies-Label und veröffentlicht seit ein paar Jahren konsequent und verdienstreich Release für Release. Der dritte Teil der Sampler-Reihe aus dem Hause Wackies präsentiert je einen Track aus den achtzehn Wiederveröffentlichungen, die seit den ersten beiden Samplern erschienen. „Wackies Sampler Vol. 3“ bietet nicht nur eine gute Übersicht über die Arbeit des 1970 in New York gegründeten Reggae-Labels, sondern ist für jeden Fan des Genres ein Muss. Dass manches nur als 12″ Vinyl erschienen ist, macht die Compilation für schallplattenspielerfreie Haushalte interessant. So ist der rote Faden der CD eher discographischer denn musikalischer Natur: Von Dub über Roots bis „Dancehall inna 80’s Style“ reicht die stilistische Bandbreite, neben einigen weniger bekannten Künstlern finden sich auch große Stars wie Horace Andy, Max Romeo und Sugar Minott. Meine Favoriten sind „March Down Babylon Dub“ (Prince Douglas), „Live In The City” und „Love Hangover” (Horace Andy), „Unlimited Dub” und „Space Age” (Bullwackies All Stars), „Shack Up With You” und „Creator” (John Clarke), „Sweet Melody” (Milton Henry) und „Tear Down The Dance Hall” (Little John). Die strictly dubwise produzierten Titel zeichnen sich durch den vollen, verhallten Sound aus, der die Produktionen von Wackies zu begehrten Raritäten werden liess. Basic Channel at its best – Dub pur.
www.wackies.de
www.indigo.de




Maxim: Rückwärts fallen
(rootdown records)


Reggae wird nie meine Primärmusik werden, aber da ich grosser Liebhaber von gutem Storytelling bin und letzteres selbst gerne exzessiv betreibe, ist mir prinzipiell völlig egal, mit welcher Art von Musik erkenntnisreiche Inhalte transportiert werden. Mir gefiel das Album „Rückwärts fallen“ nach dem ersten Mal Hören überhaupt nicht, doch ich habe mir – wie so oft – die Zeit genommen, mich mit den Texten auseinanderzusetzen und zwischen den Zeilen zu lesen. Und obwohl Reggae immer noch präsent ist, sind seine Songwriter-Qualitäten nicht mehr zu überhören. Maxim erzählt Geschichten, malt Szenarien und singt dazu mit Gefühl. Textlich schafft er es, selbst schwere Themen lebendig und in Farbe zu gestalten. Dank seines Charmes fühlt man sich nicht belehrt, wenn er einem den Spiegel vorhält („...wir können unsere Gene bestimmen und unsere Herzen transplantieren. Doch wir haben Angst vor der Liebe, denn es gibt nichts in diesem Leben, was man tun kann, um sich gegen sie zu wehren. Wir haben Angst vor der Liebe, denn trotz all der schlauen Formeln und Maschinen, ist es sie, die uns beherrscht“) und so kann man den Weltschmerz in einigen seiner Stücke mitempfinden, ohne in Wehmut zu versinken („... Es bricht mir das Herz, aber das war’s mir wert, ich würd’s wieder riskieren, denn ich will lieber bluten, lieber bluten als frieren“). In „Woher sollt ich wissen?“ kennt Maxim keine Tabus oder überflüssigen Stolz, da optimistische Naivität oder falsche Intuition absolut menschlich sind. Lieblingssong ist „Was für ’ne Welt“. Ein Album, das man (mehrmals) hören muss.
www.myspace.com/maximrootdown
www.maximmusic.de
www.rootdown-records.com




SebastiAn: Remixes
(ed banger)


Nach French Touch, Filter House, Daft Punk und Konsorten scheint in Paris wieder mal eine Truppe verrückter Hipster angetreten zu sein, um der Tanzmusik jeden Anflug von Fadness auszutreiben und am besten gleich noch eine komplette Musikrevolution anzuzetteln. Doch das musikalische Genie von Ed Banger Records (laut Pedro Winter aka Busy P.) zu beschreiben, hat ein bisschen was von Schattenspielen im Dunkeln: Es funktioniert einfach nicht. 2004 hat SebastiAn sein Demo Pedro Winter in die Hand gedrückt, der ihn ohne zu Zögern auf Ed Banger Records gesignt hat. Nach diversen Auftritten als Komparse in den Pornos von John B. Root konnte man SebastiAn zuletzt in „Steak“ bewundern, einem Film von Quentin Dupieux aka Mr Oizo. Zusammen mit ihm und Sebastien Tellier zeichnete sich SebastiAn außerdem für den dazugehörigen Soundtrack verantwortlich. Nun hat er sich mit den Arbeiten der derzeit gehyptesten internationalen Künstler in elektronischem Dreck gewälzt und somit 16 Tracks von Revl9n, Daft Punk, Mylo, The Rapture, Editors, The Rakes, Kelis, The Kills, Kavinsky, Benjamin Theves, Das Pop, Bloc Party, Sebastien Tellier, Klaxons, Annie und Nadiya kurzerhand zerhackt und in neuem Glanz erstrahlen lassen. Recht brauchbares Abfahrts-Material für die Indie-Disco-DJs. Kuscheln war gestern – ich mag’s dirty! Der Stachanow-Aktivist des Produzierens hat wieder zugeschlagen. Man darf also auf sein 2009 erscheinendes Debüt-Album gespannt sein.
www.myspace.com/0sebastian0
www.myspace.com/edbangerrecords
www.because.tv

Roland Grieshammer
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