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Die Hanfberatung im HanfJournal Erste Hilfe für Kiffer
Kascha ist ab sofort per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 01.10.08 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 08oktober artikel hanfberatung im hanfjournal

Kevin (29) aus Bremerhaven fragt:
„Hi Kascha,
mein Gras schmeckt in letzter Zeit etwas merkwürdig. Ich habe fast das Gefühl, dass jemand etwas Öliges drauf geschüttet hat. Es qualmt auch immens und ich frage mich, was da los ist? Es war auch ziemlich gepresst und klebrig, als ich es gekauft habe. Ich habe ein bisschen Angst, dass das irgend was chemisches ist, Motoröl oder so, was ja auch schwer ist, nachdem ich nun schon von Blei als Streckmittel gehört habe.“

Kascha antwortet:
„Hey Kevin,
Das klingt in der Tat nach Öl im Gras. Das muss aber nicht unbedingt jemand darauf geschüttet haben und es muss auch nicht gleich Motoröl sein, es wird vermutlich aus den Samen stammen. Hast du in deinem Gras Samen gefunden? Beim Pressen werden oft Samen mit zerdrückt und das Öl läuft dann ins Gras. Bei genauerem Hinsehen wirst du auch Hüllenreste im Gras finden. Leider kann man dagegen nicht viel tun. Es ist daher meist sinnvoller, die Samen vor dem Pressen zu entfernen oder gleich beim Anbau das Entstehen von Samen durch rechtzeitiges Entfernen der männlichen Pflanzen zu verhindern. Wenn du Gras kaufst, kannst du mit dem normalen Feuerzeugtest (Bei Feuer: Starke Rauchentwicklung und der recht typische Geschmack, den du auch schon festgestellt hast) probieren, ob Öl von zerquetschten Samen im Gras ist, oder mal nach Krümeln von Samenhüllen suchen. Ganz ausschliessen kann man es allerdings nie und schon im Interesse der passiven Mitraucher und auch der eigenen Lunge würde ich davon abraten, all zu öliges Gras zu rauchen. Wenn du den Eindruck hast, dass der Geruch noch von etwas anderem als Hanfsamenöl kommt, würde ich es gar nicht rauchen, ansonsten findest du vielleicht weniger verschmutzte Anteile die noch geniessbar sind.“

Patrick (19) aus München fragt:
„Hi Kascha,
wie stellt man eigentlich Haschisch her? Ein Freund von mir kam letztens mit angeblich selbst gemachtem Haschisch an, aber ich dachte immer, das wird irgendwie chemisch hergestellt und nur Gras kann man selbst machen, (gutes) Haschisch ist bei uns auch teurer. Würde mich mal interessieren, wie man das macht, das riecht weniger und ist besser zum Transport als immer Gras mitnehmen und ich find es wirkt auch besser.“

Kascha antwortet:
„Hallo Patrick,
es ist möglich, dass du da Haschisch mit Haschischöl verwechselst, das kann man in der Tat nur chemisch herstellen. Normales Haschisch ist im Grunde genommen nichts anderes als das gepresste Harz der Hanfpflanze, besonders gerne werden hierfür Cannabis Indica Sorten verwendet, die wesentlich mehr Harz produzieren als Cannabis Sativa Pflanzen. Das Harz kann zusammen mit den „Pollen“ genannten Harzdrüsen über einem Stück Gaze, z.B. einer Gardine, aus dem Gras gepresst bzw. gesiebt werden oder man rollt die Blüten zwischen den Händen, bis diese ganz harzig sind und formt dann aus dem gewonnenen Harz Klumpen oder Bälle. Dass es auf dem Markt unterschiedliche Haschischsorten gibt, liegt zum einen an den verwendeten Sorten und den Bedingungen ihrer Aufzucht - man kann Haschisch ansehen, ob es aus Indien oder Marokko kommt. Ausserdem spielt das Alter eine bedeutende Rolle: frisches Haschisch ist oft sehr weich und besonders schwarzes ist dann auch oft sehr klebrig. Eine weitere Rolle spielt die Herstellungsweise: Pollenhasch, das aus den Harzdrüsen besteht, ist wegen dem oft höheren Anteil an Pflanzenmaterial manchmal eher grünlich oder bräunlich und wirkt in der Konsistenz eher leicht kristallin, während das aus der Hand gewonnene Haschisch normalerweise eher schwarz ist.“

Silvana (17) aus Pforzheim möchte wissen:
„High Kascha,
ich bin zur Zeit erkältet und dann rauche ich normalerweise keine Zigaretten. Weil ich aber zur Zeit wegen Medikamenten keinen Alkohol trinken darf und am Wochenende gerne trotzdem etwas machen würde, wollte ich mal wissen, ob es bei einer Erkältung okay ist zu kiffen? Also ich meine pur ohne Tabak, das ist ja dann weniger schädlich? Ich hab es mal probiert und musste davon ziemlich husten, das muss ich, wenn ich pur rauche, aber immer und ich hatte das Gefühl, dass es mir hinterher sogar besser ging.“

Kascha antwortet:
„Hallo Silvana,
wenn du etwas an den Atemwegen hast, ist es wichtig, diese so wenig wie möglich zu reizen. Dazu gehört auch, nicht all zu viel bzw. gar nicht zu rauchen. Ob es Cannabis- oder Tabakrauch ist, spielt in diesem Sinne keine grosse Rolle, und es ist auch umstritten, ob purer Cannabisrauch unschädlicher ist als Tabakrauch. Im Normalfall ist es sicher sinnvoll, auf die vielen zusatzlichen Schadstoffe aus dem Tabakrauch, wie Nikotin, zu verzichten. Bei einer Erkältung, vor allem mit Halsschmerzen, es ist aber empfehlenswert, auf jeglichen Rauch zu verzichten, also Zigaretten und Gras sowohl aktiv als auch passiv. An dieser Stelle kann ich wieder wärmstens empfehlen, einen Vaporizer zu benutzen: Kiffen ohne Rauch ist das beste Kiffen für die Lunge. Viele machen sich auch zum besseren Ein- bzw. Durchschlafen einen Ganjatee oder Kakao, was ebenso die Atemwege schont. Ich würde dir aber immer empfehlen, ausreichend dazu zu trinken und Bonbons zu lutschen: Kiffen trocknet die Schleimhaut aus, wie du anhand des trockenen Mundes sicher auch selbst schon erfahren hast. Das erleichtert den Erkältungsviren ihre Arbeit und dem solltest du entsprechend vorbeugen. Wenn du krank bist, braucht der Körper auch mehr Ruhe und du wirst eventuell erleben, dass Kiffen dich mehr als sonst müde macht. Das ist richtig so und dann solltest du auch chillen oder schlafen. Dann wünsche ich dir gute Besserung.“
Kascha
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