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Die Hanfberatung im HanfJournal Erste Hilfe für Kiffer
Kascha ist per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 01.11.08 - Medienformen: Medienform Text

Sebastian (18) aus Köln fragt:
„Hallo Kascha,
ich habe meinen Führerschein noch nicht so sehr lange und noch nicht viel Erfahrung mit Polizeikontrollen. Letztens bin ich in eine Kontrolle geraten, der Polizist meinte, es sei eine Routinekontrolle. Dabei wurde nach dem Verbandskasten und dem Warndreieck gefragt, und der Polizist fragte mich, ob ich in den letzten 24 Stunden Alkohol oder Drogen konsumiert habe. Als ich verneinte, weil ich zuletzt am Wochenende gekifft hatte, hat er mich gebeten einen freiwilligen Drogenschnelltest zu machen, den ich auch gemacht habe. Dabei hat er mit einem Gerät wohl meinen Schweiß untersucht, und das Ergebnis war negativ. Jetzt wollte ich mal wissen, wie lange man einen Joint so nachweisen kann und ob noch andere Tests gemacht werden?“
Kascha antwortet:
„Hi Sebastian,
solche Drogenschnelltests sind einige im Umlauf, neben dem Schweißtest werden auch Geräte erprobt, in denen Speichel, der mit einem kleinen Wattepad entnommen wird, getestet wird. Immer noch verbreitet sind auch Urinschnelltests, die aber weniger präzise und deshalb umstritten sind. Die Ergebnisse und auch der Nachweiszeitraum unterscheiden sich dabei erheblich. Urinschnelltests sollte man in der Regel verweigern, da hier auch Abbauprodukte nachgewiesen werden und der Test auch Tage nach einem Joint noch positiv ausfallen kann. Da wäre man mit einem Bluttest besser beraten, der zwischen aktivem THC und Abbauprodukten unterscheidet. Das aktive THC kann ca. 12 Stunden lang nachgewiesen werden, bei einer sehr geringen Konzentration (weniger als 1,0 ng/ml) wird allerdings oft nicht mehr von einer Rauschfahrt ausgegangen, da der Test auch sehr geringe Mengen THC im Blut nachweisen kann. Einen einheitlichen Grenzwert wie beim Alkohol gibt es leider bislang nicht. In einigen Bluttests werden zudem Abbauprodukte gesucht, was Aufschluss über die Konsumhäufigkeit geben kann. Findet sich eine hohe Konzentration abgebauten THCs im Blut kann von einem regelmäßigen Konsum ausgegangen werden, das führt im Normalfall zum Entzug der Fahrerlaubnis aufgrund von Nichteignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs.
Die Schweiß- und Speichelschnelltests bieten einen Nachweiszeitraum von etwa 12 Stunden, bei regelmäßigem starkem Konsum auch etwas länger. Allerdings sind sie wie auch der Urinschnelltest von einem Bluttest abhängig: Ist der Schnelltest positiv wird zur Klärung üblicherweise ein Bluttest durchgeführt. Ist der Schnelltest negativ kann man im Normalfall weiter fahren, wie du es ja selbst erlebt hast.“
Manuela (24) aus Hamburg fragt:
,,Hi Kascha,
nach den ganzen Diskussionen um Blei und alles mögliche im Gras habe ich beschlossen mich selbst zu versorgen. Meine Pflanzen haben auch gut Ertrag abgeworfen und das müsste etwa für ein Jahr reichen. Ich habe aber etwas Sorgen, dass das Gras irgendwann nicht mehr so frisch ist, kann man irgend etwas machen, um es zu konservieren, zum Beispiel einfrieren?“
Kascha antwortet:
„Hallo Manuela,
in der Tat kann man sein Gras einfrieren und dann bleibt es auch über längere Zeit frisch. Für beste Ergebnisse sollte man allerdings einige Dinge beachten. Zuerst: Gefrorene Klumpen lassen sich schwer trennen und mit häufigem aus-dem-Tiefkühler-nehmen und wieder zurück legen lagert sich immer etwas Kondenswasser am Gefrorenen ab, die Folge: Ekliges Eis und beim Auftauen nasses Gras. Daher ist es recht beliebt, das Gras in kleine 5-10g Beutel zu packen, die man dann portionsweise auftauen kann. Dazu sollte das Gras möglichst trocken sein (aber auch nicht staubtrocken, günstig ist, wenn du es fermentiert hast, es vorher noch ein oder zwei Tage offen zu lagern, aber immer gut auf die Austrocknung zu achten. Gutes Timing kommt dann auch mit der Übung.) und aus dem Beutel möglichst alle Luft heraus gepresst werden. Diese einzelnen Portionsbeutel kann man dann alle zusammen in einer Tupperdose oder einem Gefrierbeutel einfrieren. Das geht in einem richtigen 3-Sterne Tiefkühlschrank der unter -15°C kühlt besser, als in einem Ein-Sterne-Gefrierfach im Kühlschrank, in dem es wesentlich wärmer ist und das Gras folglich nicht so lange frisch bleibt. Optimal ist es, die Beutel mit dem Ganja luftleer zu machen, zum Beispiel mit einer Vakuummaschine, um weniger Sauerstoff dabei zu haben. Einige Leute blasen den Beutel sogar zusätzlich mit Stickstoff auf, das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Probiere es zunächst vielleicht mit einer kleineren Portion aus, damit du nicht bei Gefrierbrand oder anderen Problemen deine ganze Ernte verlierst.“
Dave (18) aus Erlangen fragt:
,,Hi Kascha,
ich habe letztens eine große Überraschung mit meinen Pflanzen erlebt. Obwohl ich mir große Mühe gegeben habe alle Männchen rechtzeitig auszusortieren, sind in meinem geernteten Gras einige Samen. Ich habe nun gehört, dass es möglich ist, dass die Pflanzen Zwitter sind, geht so etwas?“
Kascha antwortet:
,,High Dave,
es gibt mehrere mögliche Erklärungen für das unerwartete Auftreten von Samen in der Ernte. Zum einen ist es möglich und bei der mittlerweile hohen Dichte von Hanfbepflanzung in verschiedenen Wohnungen und Gärten deutschlandweit auch nicht unwahrscheinlich, dass deine Weibchen von einem nicht so sorgsam beseitigten Männchen aus der Nachbarschaft befruchtet wurden. Wenn man outdoor anbaut, kann man dagegen recht wenig unternehmen, beim Indooranbau hilft ein leichter Überdruck im Anbauraum oder effektiv abgedichtete Fenster und Türen möglicherweise weiter.
In der Tag ist es aber auch möglich, dass unter deinen Pflanzen Zwitter sind. Im Gegensatz zu männlichen Pflanzen, die kleine Pollensäcke ausbilden, und weiblichen Pflanzen, die die bekannten Blüten mit den dazugehörigen Blütenfäden ausbilden, zeigen Zwitterpflanzen Merkmale beider Geschlechter. Solche Pflanzen sollte man wie Männchen behandeln, da ihre männlichen Blüten immer wieder nachwachsen, auch wenn man sie alle entfernt.“

Kascha
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