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Die Grüne Blume Schweiz – Medical Cannabis Club

Hilfe zur Selbsthilfe
- auch wenn es streng genommen illegal, hilft der Medical Cannabis Club schon jetzt, kranken Menschen den zugang zu medizinischem cannabis zu erleichtern. Das folgende Porträt wirft ein wenig Licht auf die alltägliche Situation, die eine illegale Indikation mit sich bringt.
Publiziert am: 31.10.08 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Germaine Gohl, Die Grüne Blume Schweiz
08sonderausgabe ch Friedenstaube Hanfblatt
Wir bieten kranken Menschen eine Anlaufstelle, wo sie mit ihren Fragen nicht alleine im Regen stehen gelassen werden. Und versorgen sie mit einem der ältesten Naturheilmittel der Welt: Hanf.
Unser so genannter „Social Club“ besteht aus über 100 Mitgliedern jeder Altersgruppe. Momentan sind die Mitglieder zwischen 22 und 70 Jahren, die gesellschaftliche Schicht spielt dabei keine Rolle. Es sind Menschen mit chronischen Schmerzen, Neurodermitis, MS, HIV, Epilepsie, Schlafstörungen, Krebs Chemotherapie, Arthrose – um nur einige davon zu nennen.
Viele dieser Menschen suchen zu uns den Kontakt, erzählen ihre Krankheitsgeschichte und ihre Leiden, und wie sie mit ihrem täglichen Leben zu kämpfen haben. Sie erzählen uns oft mehr, als sie dem behandelten Arzt erzählen und gestehen würden. Viele dieser Patienten fühlen sich von ihrem Arzt nicht ernst genommen. der sie sind es Leid, die täglich hohen Dosen an Medikamenten ein zu nehmen, die dann nicht den erhofften Erfolg bringen. Dies soll nicht heissen, dass die Schulmedizin grundsätzlich schlecht ist. Doch sie ist nicht alles, und vor allem nicht auf Jahre hinaus. Kein menschlicher Körper kann Jahre lange starke (chemische) Medikamente ohne spürbare Folgen verarbeiten. Selten werden Patienten gefragt, wie es mit all den Nebenwirkungen geht, mit welchen viele jeden Tag zu kämpfen haben.
Immer wieder kommt es bei Patienten vor, dass sich der Körper weigert, Tabletten einzunehmen. Sie gehen einfach nicht mehr herunter, kommen gleich wieder hoch. Der menschliche Körper zeigt schlussendlich selber, wann Schluss ist mit Chemie. Vielleicht versagen die Organe oder es ist den Menschen dann tagtäglich schlecht. Sie müssen erbrechen, können kaum etwas essen. Und nun, soll der Patient etwa sterben, obschon es eine Möglichkeit gibt? Gerade bei HIV hilft Hanf enorm, die Esslust zu fördern und das Unwohlsein zu verdrängen. Und das ist lebenswichtig, denn je dünner Mensch ist, desto schneller schreitet die Krankheit voran.
Und so lassen wir uns nicht unterkriegen, obwohl wir vielen Behörden einen Dorn im Auge sind. Denn, was gibt es schöneres als von einem glücklichen 70 jährigen Mann umarmt zu werden, der endlich wieder einmal eine Nacht schlafen konnte, nach dem er unsere Hanftinktur zu sich nahm? Davor lagen viele Nächte, in denen er sich blutig kratzte, weil er an Neurodermitis leidet, welche unheilbar ist. Würden wir solche Personen von uns weisen, wäre das sogar unterlassene Hilfeleistung. Und das ist eine strafbare Handlung.
All diese kranken Leute wollen mit Respekt behandelt werden, alle diese Leute sind bei normalem Verstand und zahlen selbstverständlich Steuern und Krankenkasse-Beiträge. Nur erhalten sie dafür nicht die gewünschte Lebensqualität. Man darf sagen, sie erhalten sogar keine angemessene Menschenwürde. Viele Studien, Bücher und Geschichten beweisen eindrücklich, was mit Hanf erreicht werden kann. Und das hat nichts mit Kiffen zu tun. Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit Hanf zu behandeln: sei es mit Hanf Tee, Hanföl, Hanfölkapsel, Hanftinktur um nur einige zu nennen..
Wir setzen uns ein, dass das Verbot endlich ein Ende hat. Es muss doch möglich sein, ein Hanfpflänzli im Garten zu haben, um sich damit eigene, wirkungsvolle und gesunde Medizin zu machen?!

JA zur Hanfinitiative und ein JA zur Betäubungsmittelrevision am 30. Oktober, damit viel Leiden ein Ende hat.

Germaine Gohl, Jahrgang 1962, ist im Vorstand der Grünen Blume Schweiz und lebt in Gebenstorf


www.diegrueneblumeschweiz.ch
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