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ADJUST-A-WINGS
Herkömmliche Reflektoren erreichen schnell ihre Grenzen. Ist die Ausleuchtung schon bei guten Bedingungen suboptimal, fangen die Probleme erst richtig an, wenn es ein bisschen wärmer wird, was auf die Form dieser Indoor-Lampenschirme zurückzuführen ist.
Publiziert am: 08.04.08 - Medienformen: Medienform Text


Da auch bei der Lichtreflektion das Gesetz „Einfallswinkel = Ausfallswinkel“ gilt, bildet sich bei Standard-Reflektoren im Zentrum ein Hotspot, der eine doppelt negative Auswirkung auf die Licht- und Wärmeverteilung im Raum hat:
der Abstand zu den Pflanzen muss relativ groß gehalten werden, um ein Verbrennen der mittig stehenden zu vermeiden. Das bedeutet verschwendete Energie.
die Lichtausbeute am Rand ist geringer als in der Mitte, das führt oft zu ungleichmäßiger Entwicklung der Mädels.
Es gibt bisher mehrere Lösungsansätze, dieses Problem zu überwinden, die zwei populärsten heißen Adjust-a Wing und Cooltube.
Beim Cooltube handelt es sich um eine ins Abluftsystem integrierbare Röhre aus hochwertigem Glas mit Mini-Reflektor: So kann die entstehende Wärme abgesaugt werden und der Abstand zu den Pflanzen relativ gering gehalten werden, circa 20cm bei einer 400 Watt Lampe und 25-30 Zentimeter bei einer 600 Watt Lampe.
Der Nachteil des Cooltubes ist der wirklich schlechte, mitgelieferte Reflektor. Wer einen Cooltube nutzt, sollte zumindest einen Standard-Reflektor darüber hängen, ansonsten ist die Ausleuchtung der Randbereiche sehr schlecht. Der zweite Nachteil des Cooltubes besteht darin, dass das Glas auch ein wenig des wertvollen Lichts schluckt. Trotzdem ist der Cooltube in Räumen, die Hitzeprobleme aufweisen, oft eine gute und zudem relativ günstige Möglichkeit.
Die von mir favorisierte Lösung kommt aus Australien und heißt Adjust-A-Wings - Avenger (Medium). Dieser Reflektor wurde von einem „Hitzexperten“ in Australien entwickelt und tritt seit ungefähr drei Jahren zu einem weltweiten Siegeszug in der Growerszene an. Die Gründe hierfür sind einfach:
Durch die schwingenartige Form schafft dieser Reflektor zusammen mit dem Super-Spreader, den Hotspot zu vermeiden und das Licht gleichmäßig über die gesamte Anbaufläche zu verteilen.
Der Adjust-A-Wings Avenger ist aus MIRO 9 (glasbeschichtetem) Aluminium mit 95% Reflexionsgrad gefertigt. Das sorgt dafür, dass die Reflektion auch nach mehreren Durchgängen nicht nachlässt. Beim kleinen Bruder, dem Adjust-A-Wings Devender, fehlt die Glasbeschichtung und der anfangs sehr gute Reflektionsgrad lässt mit zunehmender Nutzungsdauer nach.
Was beide Reflektoren gemeinsam haben: Sie funktionieren einwandfrei und haben schon bei so manchen Hobbygärtner bessere Effekte erzielt als Dünger- oder Lampenwechsel. Leider sind die Informationen in deutscher Sprache bis heute sehr spärlich gesät, gerade aber die Installation und Feineinstellung ist sehr wichtig, um das volle Potential des ohne Frage auch nicht gerade billigen Schirms voll zu nutzen: Sowohl die Position des Leuchtmittels als auch die Spannweite des Avengers spielen eine Rolle beim optimalen Set Up und sind, je nach Entwicklungsstadium der Pflanzen, im Laufe der Zeit anzupassen. Hierzu kursieren wilde Gerüchte, selbst in Growerkreisen sind fundierte Informationen hierüber selten. Deshalb stellen wir im folgenden Abschnitt kurz die wichtigsten Parameter zusammen, die für einen erfolgreichen Einsatz des Wing Reflektors notwendig sind:
Die richtige Benutzung des Reflektors
Zu Anfang der vegetativen Phase wird der Reflektor relativ hoch über den Pflanzen aufgehangen (45 mit Spreader und 60 cm ohne Spreader bei einer 600 Watt Natriumdampflampe). Die Spannweite der Flügel wird auf „schmal“ eingestellt. So werden für die Pflanzen Frühjahrsbedingungen simuliert.
In der Vorblüte, also sobald die Pflanzen anfangen, sich zu strecken und Blütenansätze zu bilden, wird die Reflektorenspannweite auf „breit“ geändert. Der Abstand des Leuchtmittels zu den Pflanzen wird schrittweise auf 30cm (ohne Spreader) beziehungsweise 45 cm (mit Spreader) gesenkt. Das wärmere, intensivere Licht simuliert wie in der Natur sommerliche Bedingungen.
Wenn das Längenwachstum aufhört und die Blüten anfangen, an Größe zuzulegen und zu duften, wird der Reflektor schrittweise wieder höher gehangen. Ebenso wird die Spannweite sukzessive wieder auf „schmal“ reduziert. Hierbei beträgt der endgültige Abstand 45 Zentimeter mit und 75 Zentimeter ohne den Einsatz eines Spreaders.
So werden herbstliche Bedingungen simuliert, wodurch die Hormonproduktion und somit die Bildung dicker, gehaltvoller Blüten angeregt wird.
Achtung: Wer keinen Spreader benutzt sollte auch bei den obigen Angaben zum Abstand vorsichtig sein, die Angaben unserer australischen Kollegen beziehen sich auf den minimalen Abstand, beim Gebrauch ohne Spreader sollte anfangs zu den Angaben noch ein Sicherheitspuffer von fünf bis zehn Zentimetern hinzugerechnet werden. Treten hierbei keine Verbrennungserscheinungen auf, so kann der Abstand wie oben beschrieben verringert werden.
Position des Spreaders und des Leuchtmittels
Der Super Spreader sorgt dafür, dass nicht der kleinste Hotspot entsteht und die gesamte Fläche noch gleichmäßiger ausgeleuchtet wird. Um das volle Potential des Wings ausschöpfen zu können, ist der Einsatz eines Spreaders unausweichlich. Auch hier gibt es ein wenig zu beachten:
Der Hitzeschild wird zwei bis fünf Millimeter unter dem Leuchmittel angebracht und so gebogen, dass er genau parallel zur Entladungslampe liegt.
Auch die Position des Leuchtmittels kann anhand der höhenverstellbaren Fassung verändert werden. Das dient zur optimalen Ausleuchtung verschieden propotionierter Anbauflächen.
So wird bei einem Raum von 80 x 130 cm das Leuchtmittel näher am Reflektor angebracht, damit seitlich kein Licht verloren geht.
Bei einem Raum von 100 x100 cm, also zum Beispiel bei einer Homebox, sollte die Fassung etwas niedriger justiert werden. So strahlt die Lampe ein wenig mehr in die Breite.
Eine einfache Faustregel hierfür ist: Der Lichtkegel sollte am Rand des Raums genauso hoch wie die Spitzen der Pflanzen am Rand sein.
Der geringe Abstand ist der eigentliche Grund, aus dem der Wing so gut funktioniert, denn je mehr Licht die Pflanzen aufnehmen können, desto mehr Nährstoffe können sie verwerten. Wer eine Avenger verwendet, wird feststellen, dass der Nährstoffbedarf und der Abstand der Pflanzen zur Lampe eng miteinander verknüpft sind. In Phasen des geringsten Abstands steigt der Nährstoffbedarf stark an, sobald die Position nach oben verändert wird, sinkt er wieder.
Die Gartenarbeit mit einem Adjust-A-Wings ist, wie alles im Indoorbereich, auch Erfahrungssache. Ein ambitionierter Kleingärtner wird mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickeln, an welchen Tagen eine Änderung der Position von Flügeln oder des gesamtem Reflektors sinnvoll ist und so nach und nach die volle Kraft dieses von echten Meistern ihres Fachs entwickelten Tools zu nutzen wissen.

Mehr zum Thema: www.adjustawings.com
KIMO / Paul C.
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