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Die Hanfberatung im HanfJournal Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist ab sofort per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 09.03.09 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Kascha
Andy (22) aus Saarbrücken fragt:
„Hi Kascha,
ich habe in meinem Gras in letzter Zeit ziemlich viele Stiele. Eigentlich werfe ich sie meist weg, aber ich habe immer das Gefühl, dass sie noch ziemlich harzig sind. Außerdem habe ich sie ja mitbezahlt. Ich habe auch schon einmal versucht, sie zu rauchen, aber ich muss sagen: Der Geschmack ist nicht so toll. Hast du vielleicht Ideen, was man damit so machen kann?“
Kascha antwortet:
„Hi Andy,
zu viele Stiele im Gras zu haben, ist ärgerlich. Sie mit zu rauchen würde ich auch nicht empfehlen: Nicht nur der Geschmack leidet darunter, sondern man riskiert auch fiese Löcher im Paper, wenn man die Stiele vorher nicht ordentlich zerkleinert. Es gibt aber ein paar Möglichkeiten, aus den Stielen dennoch ein wenig Interessantes hervor zu holen. Einige Leute haben zum Beispiel eine Flasche hochprozentigen Schnaps (zum Beispiel Rum oder Wodka) auf dem Fensterbrett stehen, und werfen dort regelmäßig ihre Stiele hinein. Der Alkohol löst das THC, und die Wärme der Sonne beziehungsweise der Heizung auf dem Fensterbrett unterstützt diesen Prozess. Wenn sich genügend Stiele lange genug in dem Schnaps aufgehalten haben, kann man ihn durch einen Filter gießen um die Stiele wieder heraus zu bekommen, und hat eine interessante Grundlage für zum Beispiel leicht THC-haltigen Tiramisu. Eine andere Möglichkeit ist, die Stiele einfach so zu sammeln. Ich habe zum Beispiel gehört, dass manche wenn sie genügend Stiele zusammen haben, sie diese mit Butter in einem Topf erwärmen, nach einiger Zeit die Stiele wieder heraus fischen und dann diese Butter wieder erkalten lassen. Das THC hat sich nun im Fett gelöst und die Butter kann entsprechend zum Backen oder für einen ungewöhnlichen Brotaufstrich verwendet werden. Da an den Stielen, verglichen mit den Blüten oder gar dem Haschisch, eher ziemlich wenig THC vorhanden ist, benötigt man natürlich für beide Methoden ziemliche Mengen an Stielen um einen nennenswerten Effekt zu erzielen - besser als wegwerfen ist es aber möglicherweise trotzdem.“
Jonas (17) aus Würzburg möchte wissen:
„Hi Kascha,
ich möchte mir eine Bong selber bauen. Aus Einzelteilen, die zu Hause nicht so sehr auffallen, du verstehst.. Eine Flasche habe ich schon gefunden, aber was kann ich als Kopf und als Chillum benutzen? Im Internet habe ich gelesen, einen Kugelschreiber und etwas Alufolie? Wie macht man das, und brauch‘ ich dann noch ein Sieb?“
Kascha antwortet:
„Hey Jonas,
das mit dem Kugelschreiber und der Alufolie habe ich auch schon gehört und auch mal probeweise selbst nachgebaut (mit einer 0,5l Coladose statt einer Flasche, also noch vor dem Dosenpfand). Die erste Frage, die sich stellt, ist natürlich: Was nimmt man für einen Kugelschreiber? Von Plastik möchte ich abraten, da dieses vor allem im Grenzbereich zum Kopf durch den Rauch ziemlich heiß wird und ich mir nicht sicher wäre, ob da nicht gesundheitsschädliche oder zumindest den Geschmack störende Stoffe freigesetzt werden. Holzkugelschreiber funktionieren eigentlich ganz gut, vertragen sich aber auf Dauer nicht gut mit dem Wasser in der Bong. Wenn du Pech hast, fangen sie sogar an zu schimmeln. Bleiben also die Metallkugelschreiber, die allerdings manchmal etwas schwierig auseinander zu bauen gehen. Idealerweise lassen sich die Mine und der Klicker so entfernen, dass im Inneren des Schreibgeräts nichts mehr übrig bleibt. Dann beginnt der artistische Teil. Tatsächlich kann man sich einen Kopf aus Alufolie formen. Weil das Klickerloch meist nicht besonders groß ist, empfiehlt sich, den Kopf so zu bauen, dass man das Kugelschreiberchyllum in ihn hinein steckt, und nicht anders herum, wie bei Steckköpfen meist üblich. Je nachdem wie du den Kopf konstruierst, kannst du ihn so bauen, dass er direkt ein Sieb (durchlöcherte Alufolie) enthält, oder du bastelst dir ein kleines Alusieb, das dann eingelegt werden kann. Jetzt kommt man an den Punkt wo man denkt, die Bong ist rauchbereit, aber ehe du deine Mischung verschwendest: Denk an die Dichtungen. Für Bongs, die man nicht lange benutzt, kann man versuchen, die Übergänge von Chillum zu jeweils Flasche und Kopf mit Kaugummi abzudichten. Das riecht natürlich mit der Zeit ranzig. Kurzfristig lässt sich alles auch mit nassem Taschentuch, Stoff oder Küchenkrepp abdichten. Längerfristig kann man Hitze resistente Mittel zum Fugen abdichten aus dem Baumarkt verwenden.“
Vanessa (18) aus Bielefeld fragt:
„Hallo Kascha,
letztens habe ich gehört, dass man auch „Shotgun“ rauchen kann, und das sei eine besondere Rauchtechnik. Kannst du mir sagen, was das ist?“
Kascha antwortet:
„Hi Vanessa,
genau genommen gibt es mehrere Rauchtechniken, die als „Shotgun“ bezeichnet werden. Entstanden ist der Begriff wohl im Vietnamkrieg, als die amerikanischen Soldaten tatsächlich durch die Läufe ihrer Gewehre geraucht haben. Im Freizeitbereich ist diese Technik aber bisher nicht sehr verbreitet und wahrscheinlich auch eher aus der Not heraus geboren. Heutzutage meint man mit Shotgun entweder einen bestimmten Joint oder eine bestimmte Art zu rauchen. Ersteres sind zum Beispiel zwei Joints, die durch einen gemeinsamen oder zwei aneinander befestigte Papers zusammen geraucht werden. Bauanleitungen dafür finden sich im Internet, wenn du zum Beispiel nach „Shotgun Joint“ suchst. Diese Bauweise hat den Vorteil, dass man mehr Rauch gleichzeitig inhalieren kann, ohne die starke Hitzeentwicklung zu haben, die beim Rauchen sehr dicker Joints entsteht. Die Rauchtechnik namens „Shotgun“ dagegen, auch als „Shot“ bekannt, ist vor allem bei jüngeren Kiffern verbreitet, die sich geringere Mengen Gras teilen. Dazu benötigt man einen Joint und zwei Personen. Eine Person nimmt den (möglichst nicht mehr all zu langen) Joint verkehrt herum in den Mund, natürlich vorsichtig ohne sich zu verbrennen, und bläst den Rauch durch den zwischen Lippen oder Zähne geklemmten Filter der zweiten Person in den Mund. Je nachdem wie gut man sich kennt, müssen sich die Lippen dabei nicht unbedingt berühren, etwas Luft kühlt den Rauch und erleichtert das Einatmen. Man sollte aber vorsichtig sein, sich nicht zu verbrennen und der zweiten Person möglichst nicht den glühenden Joint in den Rachen zu pusten. Eine Variation ist der Fahrstuhl-Shot, bei dem beide Personen in der Hocke sind und während des Pustens/Atmens gleichzeitig langsam aufstehen.“



e-mail an Kascha




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